Karawane der Frauen

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Filmdaten
Deutscher Titel Karawane der Frauen
Originaltitel Westward the Women
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1951
Länge 118 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie William A. Wellman
Drehbuch Charles Schnee nach einer Geschichte von Frank Capra
Produktion Dore Schary
Musik Jeff Alexander
Kamera William C. Mellor
Schnitt James E. Newcom
Besetzung

Karawane der Frauen ist ein US-amerikanischer Western aus dem Jahr 1951.

Handlung[Bearbeiten]

1851: Roy E. Whitman ist der Bürgermeister einer kleinen aufstrebenden Stadt in einem Tal in Kalifornien. Dort arbeiten und leben mittlerweile über 100 Männer, die dort nur dann sesshaft bleiben wollen, wenn sie eine Familie gründen können. Es gibt in diesem Tal jedoch keine Frauen. Whitman heuert den Scout Buck Wyatt an, um einen Treck mit 150 Frauen quer durch den Kontinent zu führen. Wyatt hat jedoch große Zweifel, dass er so viele Frauen sicher nach Kalifornien bringen kann. Er hält dies für unmöglich. Erst als Whitman ihm eine Prämie von 1000 Dollar verspricht, sagt Wyatt zu. Gemeinsam reisen sie nach Chicago; dort heuert Whitman genügend Frauen für seine Männer in Kalifornien an. Die Frauen wählen aufgrund von Fotografien ihre künftigen Ehemänner aus. Buck Wyatt hat jedoch nach wie vor Zweifel, ob das Unternehmen gelingt.

Eine bunte Gesellschaft macht sich nun auf den Weg nach Westen. Patience Hawley ist eine ältere Witwe eines Kapitäns aus Neuengland. Maggie O’Malley ist ein Bauernmädchen, die auch sehr gut mit dem Gewehr umgehen kann. Rose Meyers ist schwanger ohne Ehemann. Die Italienerin Mrs. Maroni ist Witwe und reist mit ihrem 9-jährigen Sohn. Fifi Danon und Laurie Smith sind zwei ehemalige Prostituierte, die ein neues Leben beginnen möchten. Buck heuert außerdem 15 Männer an, die mit ihm den Treck beschützen sollen. Er warnt aber gleichzeitig die Männer wie auch die Frauen, dass er keine Beziehungen unter den Frauen und Männern des Trecks dulden werde.

Nach einer kurzen Lehreinführung beginnt die große Reise. Buck muss auch sogleich einen Mann wieder zurückschicken, der sich an eine Frau herangemacht hat und verspricht, dass er den nächsten Mann, der mit einer der Frauen anbändelt, sofort erschießen würde. Bald ist auch erkennbar, dass die Reise tatsächlich so schwierig und gefährlich ist, wie Buck es erwartet hat. Indianer zeigen sich, greifen den Treck allerdings nicht an. Laurie Smith wird von einem der Männer vergewaltigt, der daraufhin von Buck erschossen wird; ein zweiter Mann, der Buck in den Rücken schießen will, wird von Maggie getötet. In der Nacht verlassen daraufhin einige Männer mit einigen Frauen den Treck. Der junge Sid Cutler, der sich in Rose Meyers verliebt hat, kann Rose nicht überreden den Treck zu verlassen und bleibt. Als Buck die Flucht dieser Gruppe wahrnimmt, entschließt er sich, dass nun auch die Frauen Männerarbeit übernehmen müssen. Sie erhalten Schießübungen. Dabei wird der kleine Sohn von Mrs. Maroni versehentlich erschossen. Mrs. Maroni wird krank in ihrer Trauer und Patience Hawley kümmert sich fortan um sie. Fifi Danon erzeugt eine Stampede des Trecks als sie auf einen Hasen schießt. Als Buck sie zur Rede stellt, reitet sie fort. Buck folgt ihr und nach einer weiteren Auseinandersetzung erkennen beide, dass sie sich lieben. Als sie zum Treck zurückkommen, wird dieser gerade von Indianern angegriffen. Dabei kommen einige Frauen ums Leben und auch Roy Whitman und Sid Cutler. Buck und der japanische Koch Ito sind nun die letzten Männer im Treck. Buck erklärt den Frauen, dass es besser wäre, umzukehren, doch die Frauen wollen weiterziehen.

Laurie Smith kommt während eines schweren Gewitters ums Leben und als letzte große Herausforderung steht die Durchquerung einer Wüste an. In der Wüste gebärt Rose Meyers ihr Baby. Als sie am Ziel ankommen, wollen die Frauen die wartenden Männer nicht eher treffen, bis sie nicht wieder sauber und frisch gekleidet sind. Buck führt sie nun in die Stadt und warnt die künftigen Ehemänner, dass sie gut zu diesen Frauen sein sollen, die den harten Weg zu ihnen auf sich genommen haben („…ja, ihr hattet es schwer am Anfang hier, aber niemals so schwer wie diese Weiber. Das sind Frauen, sag’ ich euch. Jede von ihnen ist Gold wert. Wehe dem Mann der sie schlecht behandelt. Der bekommt’s mit mir zu tun! Whitman ist tot – aber ich bin noch da…“) Buck selbst wird ein gemeinsames Leben mit Fifi Danon beginnen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Packender, streckenweise etwas harter, aber realistischer Western in imposanter Landschaft.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

„Ein in Idee, Milieu und filmgerechter Gestaltung gleicherweise bemerkenswerter Wildwestfilm, für Jugendliche weniger geeignet, jedoch für Erwachsene von Wert.“

Evangelischer Filmbeobachter[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karawane der Frauen im Lexikon des Internationalen Films
  2. Ev. Presseverband München, Kritik Nr. 21/1953.