Kerbela (Gouvernement)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Karbala (Gouvernement))
Wechseln zu: Navigation, Suche
كربلاء
Kerbela
Ninawa Dahuk (Gouvernement) Arbil (Gouvernement) As-Sulaimaniyya (Gouvernement) Kirkuk (Gouvernement) Diyala Salah ad-Din (Gouvernement) Al-Anbar Bagdad (Gouvernement) Babil Karbala Al-Wasit (Gouvernement) Nadschaf (Gouvernement) Al-Qadisiyya (Gouvernement) Maisan (Gouvernement) Dhi Qar (Gouvernement) Al-Muthanna (Gouvernement) Basra (Gouvernement) Kuwait Jordanien Türkei Syrien Saudi-Arabien IranKarbala in Iraq.svg
Über dieses Bild
Basisdaten
Staat Irak
Hauptstadt KerbelaVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Fläche 52.856 km²
Einwohner 600.026 (Stand 2005)
Dichte 11 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 IQ-KA

Kerbela (arabisch ‏ كربلاء‎, DMG Karbalāʾ) ist ein Gouvernement südwestlich von Bagdad. Die Hauptstadt ist Kerbela.

Geographie[Bearbeiten]

Kerbela liegt 105 km südwestlich von Bagdad und ist zu den Gouvernements al-Anbar im Norden und Westen, Nadschaf im Süden und Babil im Osten benachbart. Kerbela hat eine Fläche von 52.856 km².

Das Gouvernement ist in drei Distrikte gegliedert:

  • Ain at-Tamur
  • al-Hindiyya
  • Kerbela

Klima[Bearbeiten]

In Kerbela herrschen heiße und trockene Sommer mit bis zu über 50° C und milde Winter mit mindestens 19° C. Kerbela ist trocken und ein Teil des Gouvernements gehört zur syrischen Wüste.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl von Kerbela beträgt 600.026 (Stand: 2005). Nahezu 100 % der Einwohner sind Araber. 99,99 Prozent der Einwohner sind Muslime. Über 95 % davon sind Schiiten und 5 Prozent Sunniten.

Geschichte[Bearbeiten]

Aschura-Gedenkfeiern im Januar 2008
  • 10. Oktober 680: Eine Schlacht bei der Stadt Kerbela zwischen Husain und Truppen des Kalifen Yazid I. über die Führung des Kalifats führt zum Tod von Husain und zur Trennung zwischen den beiden Lagern, die später als Schiiten und Sunniten bezeichnet werden.
  • April 1802: Eine Armee von 12.000 Wahhabiten Soldaten besetzt Kerbela und tötet 4.000 der Einwohner. Die Soldaten zerstören heilige Stätten des Schiismus, die später renoviert werden müssen.
  • März 2004: Mehr als 110 Leute werden während des Feiertages Aschura bei einem Angriff auf die Husain-Moschee getötet.
  • Am 15. Oktober 2005 stimmen von 264.674 Wähler 96,58 Prozent mit Ja für die neue Verfassung.