Kardschali

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Kardschali (Кърджали)
„Почитай миналото, гради бъдещето“
(„Ehre die Vergangenheit, baue die Zukunft“)
Wappen von Kardschali
Kardschali (Bulgarien)
Kardschali
Kardschali
Basisdaten
Staat: Bulgarien
Oblast: Kardschali
Einwohner: 45.504 (13. September 2013)
Koordinaten: 41° 39′ N, 25° 22′ O41.6525.366666666667275Koordinaten: 41° 39′ 0″ N, 25° 22′ 0″ O
Höhe: 275 m
Postleitzahl: 6600
Telefonvorwahl: (+359) 0361
Kfz-Kennzeichen: K
Verwaltung (Stand: seit 2003)
Bürgermeister: Hasan Asis Ismail
Regierende Partei: Dwischenie sa Prawa i Swobodi
Webpräsenz: www.kardjali.bg

Kardschali [ˈkɤrdʒɐli] (bulgarisch Кърджали, türkisch Kırcaali) ist eine Stadt mit ca. 45.000 Einwohnern im Süden Bulgariens. Sie ist das Verwaltungszentrum einer Gemeinde und der Oblast Kardschali.

Lage[Bearbeiten]

Kardschali liegt in den östlichen Rhodopen, 259 km südöstlich von Sofia und 90 km südlich von Plowdiw.

In der Stadt gibt es ein großes historisches Museum mit 4000 Exponaten, 179 archäologischen Objekten (davon 19 prähistorische, 122 antike und 37 aus dem Mittelalter), ein Musikalisches Theater und ein Puppentheater.

Nahe der Stadt liegt der Kardschali-Stausee, in dem die Arda gestaut wird. Vor kurzem wurden Flussbarsche aus dem Owtschariza-Stausee ausgesetzt. Vor 30 Jahren wurden bereits 45.000 Karpfen ausgesetzt.

In der Nähe liegt die Stadt Momtschilgrad (bulg.: Момчилград). Bis zur Stadt Chaskowo sind es 50 km.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde schon in der Antike besiedelt. Die Erste Spuren der mehr als 3.000 jährige Geschichte hinterließen die Thraker, als sie diese Gegend besiedelten. Aus dieser Zeit und nicht weit von Kardschali steht eine der bedeutendsten Kultstätten der Antike, Perperikon. Auch nach der Christianisierung der Region blieb Perperikon wichtiges religiöses Zentrum.

Nach den Thraker folgten die Hellenen, Perser, Byzantiner, Slawen, Bulgaren, Kreuzritter und Osmanen. Im Mittelalter wurde Kardschali Zentrum der Provinz Achridos. Im Kloster Sweti Joan Prodrom befand sich das Zentrum einer der größten christlich-orthodoxe Eparchie des Mittelalters. Unweit von Kardschali, ca. 6 km befindet sich die Festung Wischegrad, in dessen Nähe 1206 Heinrich von Flandern zum Lateinischen Kaiser gekrönt wurde.

1362 wurde die Region durch die Osmanen erobert, dabei wurden alle großen Festungen der Region niedergebrannt und zerstört. Während der osmanischen Zeit wurde die Stadt neu aufgebaut und bekam den Namen Kırcaali.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kardschali unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:

Schulen in Kardschali[Bearbeiten]

  • Filiale der Universitaet Plowdiw
  • Fremdsprachengymnasium "Christo Botew"

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kardschali – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien