Karel Burian

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Karel Burian

Karel Burian, auch Carl Burrian und Karl Burrian (* 12. Januar 1870 in Rousínov; † 25. September 1924 in Senomaty) war ein böhmisch-tschechischer Opernsänger in der Stimmlage Tenor.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Karel Burian war der Sohn eines Tischlers und wurde als begabter Schüler dem akademischen Gymnasium in Prag empfohlen. Er studierte danach auf der Rechtsfakultät der Karls-Universität, verließ diese aber vorzeitig und widmete sich unter der Leitung von Morice Wallerstein dem Gesang.

Der Tenorist Karel Burian begann seine Gesangskarriere in Brünn, wo er in der Oper Dalibor den Jeník sang. 1892 versuchte er im Nationaltheater in Prag eine Rolle zu bekommen, wurde jedoch abgewiesen. Er begab sich auf der Suche ins Ausland und feierte Erfolge in Leipzig, Wien, Köln, Tallinn, Hannover, Budapest und wurde erster Tenor in Hamburg.

Später kehrte er zurück und feierte am Prager Nationaltheater große Erfolge. Nach internen Auseinandersetzungen verließ er das Theater wieder, begab sich erneut ins Ausland und sang in Budapest, danach in Dresden. Hier sang er vor allem in Werken von Richard Wagner und in der Uraufführung der Oper Salome von Richard Strauss den König Herodes. Es folgten Auftritte mit Ema Destinnová in Berlin und von 1906 bis 1913 gastierte er regelmäßig in New York, darunter auch in Werken, die von Gustav Mahler oder Arturo Toscanini dirigiert wurden.

1907 sang er im deutschen Theater in Prag auf dem Wagner-Festival. Nach weiterem Aufenthalt im Ausland, kehrte er 1908 auf das Nationaltheater nach Prag zurück, die Karriere dauerte jedoch nur ein Jahr, da er an den Stimmbändern erkrankte. Erst 1922 kehrte er wieder kurzzeitig auf die Bühne zurück. Auf einer Tournee durch die Slowakei erkrankte er schwer und verbrachte einige Wochen im Krankenhaus. Karel Burian starb in seiner Heimatgemeinde.

Person[Bearbeiten]

Burian hatte eine volle, schöne, edle Tenorstimme, die leicht in die Stimmlage des Baritons gleitet. Er war jedoch nicht nur ein ausgezeichneter Sänger, sondern auch sehr guter Schauspieler. Burian sang in sechs verschiedenen Sprachen Rollen von Helden aber auch lyrische Texte. Nach dem Auftritt in der Metropolitan Opera wurde er als tschechischer Caruso bezeichnet. Caruso selbst sagte über ihn: „Burian kann alles singen, ich nur Etwas.“ Mit großer Konzentration spielte er auch Rollen aus den Opern von Bedřich Smetana.

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Josef Kutsch; Leo Riemens: Großes Sängerlexikon. Vierte, erweiterte und aktualisierte Auflage, München 2003, ISBN 3-598-11598-9, S. 3410
  • Ludwig Eisenberg: Großes biographisches Lexikon der Deutschen Bühne im XIX. Jahrhundert. Verlag von Paul List, Leipzig 1903, S. 143 f.

Weblinks[Bearbeiten]