Karel Frederik Wenckebach

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Karel Frederik Wenckebach (* 24. März 1864 in Den Haag; † 11. November 1940 in Wien) war ein Internist.

Karel Frederik Wenckebach, Portrait von Hans Stalzer
Gedenkstein am Haus Wenckebachstraße 23, in Berlin-Tempelhof


Wenckebach besuchte das Gymnasium und seit 1881 die Universität in Utrecht. Er erhielt wegen seiner finanziellen Not eine Studienzulage vom Heeresministerium, die ihn verpflichtete, nach der Ausbildung Militärarzt zu werden, eine Stelle, die er aber nicht antreten musste. 1888 promovierte er und zog 1896 nach Utrecht. 1900 wurde er zum Professor ernannt. 1911 erhielt er eine Berufung als Professor an die Universität Straßburg. Wenckebach war Mitglied von über 30 wissenschaftlichen Gesellschaften und Träger hoher Auszeichnungen. Er lebte von 1915 bis 1929 in Wien und gehörte dort zu den Wegbereitern der Wiener Medizinischen Schule. Auch wirkte er beim Aufbau des Wiener Instituts für Medizingeschichte in den Gebäuden der ehemaligen Wiener Militärakademie (Josephinum) mit. Besondere Verdienste erwarb er sich um die Erforschung der Herz- u. Kreislaufstörungen.

Nach ihm ist der AV-Block II° Typ 1 benannt. Das frühere Militärlazarett in Berlin-Tempelhof ist 1951 in „Wenckebach-Krankenhaus“ umbenannt worden. Die an dem Krankenhaus liegende Moltkestraße wurde am 13. Februar 1957 in Wenckebachstraße umbenannt. 1962 wurde in Wien Döbling (19. Bezirk) die Wenckebachgasse nach ihm benannt.

Mit 65 Jahren beendete er sein Berufsleben. Er war einer der Begründer der modernen naturwissenschaftlichen Medizin. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Friedhof der Gemeinde Grinzing.

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