Karen Black

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Karen Black (2010)

Karen Black (* 1. Juli 1939 als Karen Blanche Ziegler in Park Ridge, Illinois; † 8. August 2013 in Santa Monica, Kalifornien) war eine US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin.

Leben[Bearbeiten]

Karen Black arbeitete in den 1960ern als Kellnerin in New York und besuchte die Schauspielschule von Lee Strasberg. Ihre erste größere Filmrolle hatte sie in Big Boy, jetzt wirst Du ein Mann! (1966, Regie Francis Ford Coppola). Größere Aufmerksamkeit erregte sie in Easy Rider (1969).[1]

Der Durchbruch im Filmgeschäft gelang Karen Black 1970 mit Bob Rafelsons Film Five Easy Pieces – Ein Mann sucht sich selbst. In dem Drama, das von einem jungen Mann handelt, der vor einer erfolgreichen Karriere als Konzertpianist davonrennt, stellte Black die Geliebte von Hauptdarsteller Jack Nicholson dar. Für ihre Leistung als Kellnerin Rayette wurde sie ein Jahr darauf gemeinsam mit Maureen Stapleton (Airport) als beste Nebendarstellerin bei der Verleihung der Golden Globe Awards ausgezeichnet und war für einen Oscar nominiert. 1975 gewann Black erneut einen Golden Globe als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in Jack Claytons Drama Der große Gatsby.[2] Ihre letzten beiden Filme vor ihrem Tod waren das Drama She Loves Me Not von Brian Jun und Jack Sanderson, sowie der Mystery Film In the Woods.[3]

Als Schauspielerin war Black bekannt für ihren Blick, der für „Coolness, Sehnsucht und Wahnsinn“ stand.[4]

Von 1955 bis 1962 war sie mit Charles Black, vom 18. April 1973 bis Oktober 1974 mit dem Schauspieler Robert Burton verheiratet. Ab dem 4. Juli 1975 war sie mit dem Schauspieler und Drehbuchautor L. M. Kit Carson verheiratet. Nach ihrer Scheidung heiratete sie am 27. September 1987 den Regisseur und Produzenten Stephen Eckelberry. Sie wurde in ihrer dritten Ehe Mutter eines Sohnes, des Schauspielers, Drehbuchautors und Produzenten Hunter Carson (* 26. Dezember 1975)[5], außerdem adoptierte sie ein drei Monate altes Mädchen (* 1987).

Sie war, wie ihr Ex-Ehemann L. M. Kit Carson[6], aktives Mitglied bei Scientology.[6]

2009 sang sie einen Part des Songs Dreams Come True Girl auf dem Album Catacombs von Cass McCombs.[7]

Black starb am 8. August 2013 an periampullärem Krebs in Santa Monica.[8][9]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1993: Geschichten aus San Francisco (Tales of the City) (TV-Mini-Serie)
  • 1996: Ein Engel in New York – Regie: Vinicius Mainardi
  • 1996: Cries of Silence – Regie: Avery Crounse
  • 1996: Crime Time – Regie: George Sluizer
  • 1996: Kinder des Zorns IV – Mörderischer Kult (Children of the Corn IV: The Gathering) – Regie: Greg Spence
  • 1997: Männer sind zum Küssen da (Men; auch Mitarbeit am Drehbuch) – Regie: Zoe Clarke-Williams
  • 1997: Dogtown – Regie: George Hickenlooper
  • 1997: Leidenschaftliche Berechnung – Conceiving Ada (Conceiving Ada) – Regie: Lynn Hershman-Leeson
  • 1998: Fellows – Auf Leben und Tod (Felons) – Regie: Stephen Eckelberry
  • 2002: Teknolust – Regie: Lynn Hershman-Leeson
  • 2003: Haus der 1000 Leichen (House of 1000 Corpses) – Regie: Rob Zombie
  • 2003: Paris
  • 2003: Summer Solstice
  • 2004: America Brown
  • 2005: Dr. Rage
  • 2005: My Suicidal Sweetheart
  • 2005: Compartment
  • 2005: Firecracker
  • 2006: Whitepaddy
  • 2006: Hollywood Dreams
  • 2006: Read You Like a Book
  • 2007: Suffering Man's Charity
  • 2007: One Long Night
  • 2008: Contamination
  • 2008: Watercolors
  • 2008: The Blue Tooth Virgin
  • 2008: A Single Woman
  • 2009: Irene in Time
  • 2009: Repo Chick
  • 2009: Stuck!
  • 2009: Double Duty
  • 2010: Nothing Special
  • 2011: Some Guy Who Kills People
  • 2011: Letters from the Big Man
  • 2011: Maria My Love
  • 2012: Vacationland
  • 2012: Dark Blood – Regie: George Sluizer
  • 2012: Window Dressing (Fernsehserie, eine Folge)
  • 2013: Ooga Booga
  • 2013: She Loves Me Not
  • 2013: In the Woods

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Oscar[Bearbeiten]

  • 1971: nominiert als Beste Nebendarstellerin für Five Easy Pieces – Ein Mann sucht sich selbst

Golden Globe[Bearbeiten]

  • 1971: Beste Nebendarstellerin für Five Easy Pieces – Ein Mann sucht sich selbst
  • 1975: Beste Nebendarstellerin für Der große Gatsby
  • 1976: nominiert als Beste Hauptdarstellerin (Drama) für Der Tag der Heuschrecke

Weitere[Bearbeiten]

National Board of Review

  • 1971: Beste Nebendarstellerin für Five Easy Pieces – Ein Mann sucht sich selbst

New York Film Critics Circle Awards

  • 1970: Beste Nebendarstellerin für Five Easy Pieces – Ein Mann sucht sich selbst

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Karen Black – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rest in Peace - Karen Black, abgerufen am 10. August 2013
  2. `Easy Rider` actress Karen Black dies at 74
  3. Welt Online: Die Frau zwischen Fonda, Hopper und Nicholson vom 10. August 2013
  4. Christian Buß: Zum Tode von Schauspielerin Karen Black: Dieser Blick! Spiegel-Online, 9. August 2013
  5. Eintrag bei filmreference.com
  6. a b The Morton Report: Karen Black and Death in Scientology vom 10. August 2013
  7. The Fader: Cass McCombs – "Dreams Come True Girl" (Featuring Karen Black) Read more: http://www.thefader.com/2009/05/26/cass-mccombs-dreams-come-true-girl-featuring-karen-black/#ixzz2bYyCA4x6 vom 26. Mai 2009
  8. Karen Black Dies at 74, variety.com, abgerufen am 9. August 2013
  9. Actress Karen Black dead at 74, chicagotribune.com, abgerufen am 9. August 2013