Karim Bellarabi

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Karim Bellarabi

Karim Bellarabi (2014)

Spielerinformationen
Geburtstag 8. April 1990
Geburtsort BerlinDeutschland
Größe 183 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
bis 1998
1998–2004
2004–2008
2008–2009
FC Huchting
Werder Bremen
FC Oberneuland
Eintracht Braunschweig
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2007–2008
2008–2010
2009–2011
2011–2013
2011–
2013–2014
FC Oberneuland
Eintracht Braunschweig II
Eintracht Braunschweig
Bayer 04 Leverkusen II
Bayer 04 Leverkusen
→ Eintracht Braunschweig (Leihe)
7 0(3)
22 (11)
38 0(8)
5 0(0)
20 0(3)
26 0(3)
Nationalmannschaft
2010–2011
2012
Deutschland U-20
Deutschland U-21
4 0(1)
5 0(0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 29. August 2014

Karim Bellarabi (* 8. April 1990 in Berlin) ist ein deutscher Fußballspieler, der auch die marokkanische Staatsbürgerschaft besitzt. Der Angreifer steht bei Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag.

Karriere[Bearbeiten]

Kindheit, Jugend und Anfänge[Bearbeiten]

Bellarabi wurde als Kind eines ghanaischen Vaters und einer marokkanischen Mutter in Berlin geboren und wuchs in Bremen[1] in einem sozialen Brennpunkt[2] auf. Er begann mit dem Fußballspielen in der G-Jugend des Bremer Stadtteilklubs FC Huchting, bei dem er im Angriff spielte. Er spielte anschließend sechs Jahre in der Jugend des SV Werder Bremen und wechselte 2004 in die Jugend des FC Oberneuland.[3]

Eintracht Braunschweig[Bearbeiten]

Nach drei Toren in sieben Spielen wurde Eintracht Braunschweig mit dem damaligen A-Jugend-Trainer Torsten Lieberknecht auf das Nachwuchstalent aufmerksam. Bellarabi wechselte in das Braunschweiger Jugendinternat und spielte dort zunächst in der U-19- und der U-23-Mannschaft des Vereins. Seit dem 23. Mai 2009 spielte er in der ersten Mannschaft von Eintracht Braunschweig. Sein erstes Tor für die Braunschweiger in der 3. Liga erzielte er am 21. August 2010 gegen den SV Wehen Wiesbaden.

Bayer 04 Leverkusen[Bearbeiten]

Zur Saison 2011/12 wechselte Bellarabi in die Bundesliga zu Bayer 04 Leverkusen.[4] Am 36. Spieltag der Drittligasaison erlitt er eine schwere Kapsel- und Bandverletzung am Sprunggelenk. Die Rehamaßnahmen absolvierte Bellarabi bereits bei seinem neuen Verein in Leverkusen.[5] Am 3. März 2012 (24. Spieltag) erzielte er im Heimspiel gegen den FC Bayern München mit dem Treffer zum 2:0-Endstand in der 90. Minute sein erstes Bundesligator. Seine ersten Einsätze im Europapokal hatte Bellarabi im Achtelfinale der Champions League 2011/12 gegen den FC Barcelona, dabei traf er im Camp Nou zum 1:7-Endstand.

Auf Leihbasis zurück zu Eintracht Braunschweig[Bearbeiten]

Zur Saison 2013/14 kehrte er leihweise zum Bundesligaaufsteiger Eintracht Braunschweig zurück.[6] Zudem wurde sein Vertrag in Leverkusen bis zum 30. Juni 2015 verlängert.

Zurück zu Bayer Leverkusen[Bearbeiten]

Am 23. August 2014 erzielte Bellarabi nach seiner Rückkehr zu Bayer Leverkusen nach 9 Sekunden im Auswärtsspiel gegen Borussia Dortmund das schnellste Tor der Bundesliga-Geschichte.[7]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Am 7. Oktober 2010 debütierte er für die deutsche U-20-Nationalmannschaft, als er im Spiel in Heidenheim gegen die Schweiz zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde und den Treffer zum 2:0-Endstand beisteuerte. Für die U-20 kam er in vier Spielen zum Einsatz – unter anderem beim 3:1-Sieg am 9. Februar 2011 in Oberhausen gegen Italien – und erzielte ein Tor. Das letzte Spiel machte er am 24. März 2011 gegen Polen, als er beim 1:1-Unentschieden in Cottbus die erste Halbzeit durchspielte.

Am 12. August 2012 wurde Karim Bellarabi erstmals in die U-21-Fußballnationalmannschaft Deutschlands nominiert, als er für das Freundschaftsspiel in Offenbach am Main gegen Argentinien eine Berufung erhielt.[8]In besagtem Spiel am 14. August 2012 wurde Bellarabi in der 58. Minute für den ebenfalls debütierenden Sebastian Polter eingewechselt, jedoch konnte Bellarabi kein Tor machen, dennoch gewann Deutschland das Spiel mit 6:1. Beim 3:1-Sieg am 16. Oktober 2012 in Luzern gegen die Schweiz, mit dem sich Bellarabi und die U-21 für die Europameisterschaft im folgenden Jahr qualifizierten, machte er sein letztes Spiel für die U-21. Vom damaligen U-21-Bundestrainer Rainer Adrion wurde Bellarabi nicht für den Kader zur Endrunde nominiert.

Als Sohn einer Marokkanerin und eines Ghanaers wäre er auch für die Nationalmannschaften der Herkunftsländer seiner Eltern spielberechtigt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Marc Hagedorn: "Werder ist immer noch in meinem Herzen". In: Weserkurier. WESER-KURIER Mediengruppe/Bremer Tageszeitungen AG, 23. Januar 2014, abgerufen am 6. Juli 2014.
  2. RP Digital GmbH (Hrsg.): Bellarabi steht auf Marokkos Wunschzettel. In: RP-Online. 16. September 2012, abgerufen am 6. Juli 2014.
  3. Karim Bellarabi - Von Null auf Hundert, www.eintracht.com vom 15. Oktober 2010
  4. Bayer schnappt sich Karim Bellarabi, kicker.de
  5. Saison für Dogan und Bellarabi gelaufen, kicker.de
  6. kicker.de: Braunschweig holt Bellarabi zurück (21. August 2013)
  7. Karim Bellarabi schießt Rekord-Tor - Bundesliga.de
  8. Olympia Verlag GmbH (Hrsg.): Vier Neulinge in Adrions U-21-Kader. In: kicker online. 12. August 2012, abgerufen am 23. Juli 2014.