Karin Dreijer Andersson

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Karin Dreijer Andersson als Fever Ray (Oktober 2009)

Karin Elisabeth Dreijer Andersson (* 7. April 1975 in Nacka[1]) ist eine schwedische Sängerin und Musikerin sowie die Frontfrau des elektronischen Indie-Duos The Knife aus Schweden. Dreijer Andersson betreibt zudem ein Soloprojekt namens Fever Ray.

Leben und Musik[Bearbeiten]

Dreijer Andersson war ab 1994 die Sängerin und Frontfrau der Indie-Rockband Honey Is Cool, welche mehrere Alben veröffentlichte. 1998 gründete die Gruppe ihr eigenes Plattenlabel Rabid Records, um der Einmischung ihrer Plattenfirma in die nächste Albumproduktion zuvorzukommen, da die Band aufgrund ihrer eigenen Vision keine Anstrengungen unternehmen wollte, ihre Verkaufszahlen zu erhöhen. Die Plattenfirma empfand den Gesang Dreijer Anderssons als absichtlich zu kindlich und ihren Akzent zu ungewöhnlich. Einzelne Mitglieder verließen die Band, Dreijer Andersson selbst wandte sich immer mehr ihrem eigenen Projekt zu. Honey Is Cool wurde schließlich im Jahr 2000 aufgelöst.

Bereits 1999 gründete sie zusammen mit ihrem Bruder Olof Dreijer The Knife. International feiern sie damit große Erfolge, insbesondere mit dem 2006 veröffentlichten Album Silent Shout.

Rabid Records, das zuvor von Honey Is Cools Bandmitgliedern verwaltet wurde, wird nur noch von ihr, ihrem Bruder Olof und Frau Rabid geleitet.

Am 11. Juli 2008 startete Dreijer Andersson ihr Soloprojekt Fever Ray. Das erste selbstbetitelte Album, das am 13. Januar 2009 erschien[2], produzierte sie zusammen mit Christoffer Berg. Es erhielt durchweg gute Kritiken.

Dreijer Andersson verfasste den Soundtrack zu Dirty Diaries, einer 2009 erschienenen Sammlung feministischer, pornografischer Kurzfilme. In einer Rezension der Sammlung in der schwedischen Zeitung Smålandsposten wurde er als „dem Film angemessen“ beschrieben, obwohl die Musik sich wiederhole.

Im April 2010 trat Dreijer Andersson als Fever Ray auf dem kalifornischen Coachella Festival auf und erhielt positive Kritiken[3][4], im September 2010[5] folgte ein Auftritt auf dem Bestival auf der Isle of Wight.

2013 wurde ihr Song If I had a Heart als Soundtrack für die Serie Vikings verwendet. Er wurde auch in einzelnen Folgen der Serien The Following, Breaking Bad sowie Person of Interest eingesetzt.

Dreijer Andersson hat einen hohen Wiedererkennungswert. Auffallend an ihrem Gesangsstil sind besonders die schrillen, flächigen und verzerrten Töne in Kombination mit ihrem markanten Akzent, sowie der häufige Gebrauch des Pitch-Shiftings.

Dreijer Andersson lebt in Stockholm und ist Mutter zweier Kinder.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 2009: Fever Ray #8 SWE, #11 BEL, #11 DEN, #29 FIN, #90 UK
  • 2009: Live in Lulea

Singles[Bearbeiten]

  • 2008: If I Had a Heart
  • 2009: When I Grow Up
  • 2009: Triangle Walks
  • 2009: Seven
  • 2009: Stranger Than Kindness
  • 2009: Keep the Streets Empty for Me
  • 2010: Mercy Street [6]
  • 2011: The Wolf

Gastauftritte[Bearbeiten]

  • 2000: Robot – Wasted
  • 2001: Silverbullit – Axe Man
  • 2001: Yvonne – Lost in the City Nights
  • 2005: RöyksoppWhat Else Is There?
  • 2008: dEUSSlow
  • 2009: RöyksoppThis Must Be It und Tricky Tricky

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. På höga klackar över mossan – Fever Ray (Schwedisch) tidskriftenful.se. Abgerufen am 6. September 2010.
  2. Fever Ray album out – 18/23 March (Englisch) feverray.com. Abgerufen am 6. September 2010.
  3. Coachella 2010: Fever Ray's dark arts not as powerful when performed in a plain old music festival tent (Englisch) Los Angeles Times. Abgerufen am 6. September 2010.
  4. Coachella 2010 Day 1: Fever Ray hypnotizes at Mojave, deadmau5 nails Sahara wrap-up (Englisch) The Orange County Register. Abgerufen am 6. September 2010.
  5. Fever Ray (UK Festival Exclusive) (Englisch) bestival.net. Abgerufen am 6. September 2010.
  6. Fever Ray Spook-ifies Peter Gabriel’s “Mercy Street” (Englisch) Cover Me. Abgerufen am 6. September 2010.