Karin Söder

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Karin Anne-Sofie Söder (Geburtsname Karin Anne-Sofie Bergenfur) (* 30. November 1928 in der Gemeinde Kil, Värmlands län) ist eine schwedische Politikerin der Zentrumspartei (Centerpartiet), die die erste weibliche Vorsitzende ihrer Partei und einzige Außenministerin der Zentrumspartei war.

Biografie[Bearbeiten]

Karin Söder war nach dem Studium als Lehrerin tätig.

1971 wurde sie zur Stellvertretenden Vorsitzenden und schließlich 1979 zur Ersten Stellvertretenden Vorsitzenden der Centerpartiet gewählt und bekleidete dieses Amt bis 1986. Zugleich war sie zwischen 1971 und 1991 Mitglied des Reichstages.

Nachdem die Zentrumspartei nach den Reichstagswahlen 1976 zusammen mit der Moderaten Sammlungspartei (Moderata samlingspartiet) und der Liberalen Volkspartei (Folkpartiet liberalerna) eine Koalitionsregierung mit dem Vorsitzenden der Zentrumspartei Thorbjörn Fälldin als Ministerpräsidenten wurde sie selbst am 8. Oktober 1976 Außenministerin ernannt und bekleidete dieses Amt bis zum Zusammenbruch der Koalition am 18. Oktober 1978.

Danach war sie zunächst Stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Reichstag, ehe sie anschließend in der zweiten und dritten Regierung von Thorbjörn Fälldin zwischen 1979 und 1982 Ministerin für Gesundheit, Soziales und Nordische Kooperation. In dieser Funktion erregte sie Aufsehen durch ihre puritanische Entscheidung zur Schließung der unter einem Staatsmonopol stehenden Branntweingeschäfte an Samstagen.

Nach der Niederlage der Koalition bei den Reichstagswahlen am 19. September 1982 war sie von 1982 bis 1986 erneut Stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Während dieser Zeit war sie zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 1984 nicht nur Präsidentin des Nordischen Rates, sondern zugleich von 1984 bis 1986 auch Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Reichstages.

1986 wurde Karin Söder als Nachfolgerin von Thorbjörn Fälldin schließlich Vorsitzende der Centerpartiet, übergab das Amt des Parteivorsitzenden jedoch bereits 1987 an Olof Johansson.

Zuletzt war sie zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 1989 abermals Präsidentin des Nordischen Rates.

Karin Söder ist mit Gunnar Söder, einem früheren Generaldirektor verheiratet, und Mutter der Diplomatin Annika Söder, die zwischen 2002 und 2006 sozialdemokratische Staatssekretärin für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Angelegenheiten war.

Weblinks[Bearbeiten]