Karl-Heinz Ferschl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Karl-Heinz Ferschl (* 7. Juli 1944 in Nürnberg) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Laufbahn[Bearbeiten]

1. FC Nürnberg[Bearbeiten]

Seine Fußballkarriere begann der gelernte Schlosser bei der DJK Süd Nürnberg, wechselte jedoch bereits als Jugendlicher zum 1. FC Nürnberg. 1961 erhielt er einen Vertrag als Spieler für die 1. Mannschaft. Er debütierte jedoch erst in der Saison 1962/63 in der Oberliga Süd und kam dort zu fünf Einsätzen. Dort bestritt er als Abwehrspieler vom ersten Tag der Fußball-Bundesliga an bis 1968 insgesamt 117 Bundesligapartien (5 Tore) für den Club. Zum richtigen Stammspieler avancierte er jedoch erst in der Saison 1967/68, als er mit dem 1. FC Nürnberg die Deutsche Meisterschaft errang.

Da er in Nürnberg nie die volle Wertschätzung genoss, hatte er sich noch im Laufe der Meistersaison auf die Transferliste setzen lassen. Nach Verhandlungen zunächst mit dem VfB Stuttgart wechselte er schließlich nach Berlin zu Hertha BSC. Beim 1. FC Nürnberg stellte man erst nach seinem Weggang in der folgenden Saison fest, wie viel er wirklich wert war. Seinen Abgang konnte der Meister nicht verkraften und stieg mit einer labilen Abwehr ab.

Hertha BSC[Bearbeiten]

Bei Hertha stand er zunächst im Mittelfeld, wurde ab seiner zweiten Spielzeit wieder in die Abwehr zurückgezogen. Von 1968 bis 1972 kam er zu 120 Bundesligaspielen (1 Tor) für die Berliner, versäumte nur 16 Partien und stand fast immer in der Startelf.

Bundesligaskandal[Bearbeiten]

Aufgrund seiner Verwicklung in den Bundesliga-Skandal sperrte ihn der Deutsche Fußballbund vom 21. Juni 1972 bis 20. Juni 1974, zudem musste er 15 000 D-Mark Geldbuße zahlen. Trotz seiner Begnadigung am 26. November 1973 war seine Karriere damit beendet.

Spätere Berufstätigkeit[Bearbeiten]

Ferschl betrieb nach dem Ende seiner Karriere als Fußballprofi eine Toto-Lotto-Annahmestelle in Schwaig.

Weblinks[Bearbeiten]