Karl Albert (Sardinien-Piemont)

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Karl Albert

Karl Albert Amadeus, italienisch: Carlo Alberto Amadeo (* 2. Oktober 1798 in Turin; † 28. Juli 1849 in Porto) war von 1831 bis 1849 König von Sardinien und Herzog von Savoyen.

Leben[Bearbeiten]

20 Lire-Goldmünze von Karl Albert aus dem Jahre 1849
Piazza Carlo Alberto in Turin mit Reiterstandbild des Regenten

Karl Albert war der Sohn von Karl Emanuel von Savoyen-Carignan und dessen Gemahlin Maria Christina von Sachsen, Tochter des Herzogs Karl von Kurland. Er folgte schon 1800 mit dem Titel eines Fürsten von Carignan seinem Vater in den französischen und piemontesischen Besitzungen nach. Er stand aber bis zur Volljährigkeit unter Vormundschaft seiner Mutter, die sich mit dem Fürsten von Montléart wieder vermählte. Erzogen wurde er in Dresden, Genf und später in Paris in einer intellektuellen Atmosphäre. Ab 1817 lebte er dann auf seinen Gütern im Piemont, wo er 1821 an die Spitze der Revolution trat.

Nachdem am 13. März 1821 König Viktor Emanuel I. von Sardinien infolge eines Aufstandes des Geheimbundes der Carbonari abgedankt hatte, wurde er von diesem vorübergehend zum Regenten ernannt, da der neue König Karl Felix, ein jüngerer Bruder von Viktor Emanuel I., sich noch in Modena aufhielt. Karl Albert, der möglicherweise die Carbonari unterstützte, erließ eine liberale Verfassung, die von Karl Felix nach seiner Rückkehr wieder außer Kraft gesetzt wurde. Dieser sandte ihn nach Spanien, wo er die monarchistischen Kräfte Frankreichs unterstützen und die liberale Revolution unterdrücken sollte, um so Ferdinand VII. die Rückkehr auf den Thron zu ermöglichen. Dies stellte das beschädigte Ansehen Karl Alberts bei den Konservativen wieder her.

1831 verstarb König Karl Felix kinderlos und Karl Albert folgte ihm als entfernter Cousin auf den Thron. Er führte zunächst dessen konservative Politik fort, ging ein Militärbündnis mit Österreich ein und unterdrückte liberale Bewegungen. Gleichwohl verwirklichte er während seiner Regierungszeit eine Reihe von Reformvorhaben, schuf ein Gesetzbuch nach dem Vorbild des Code Napoléon, ordnete das Militär neu und unterstützte Kunst und Wissenschaft. 1840 nahm er Kontakt zu moderaten Liberalen auf und begann sich mehr und mehr gegen Österreich zu wenden.

Am 4. März 1848 stimmte er einer Verfassung zu, die die konstitutionelle Monarchie einführte. Nach dem Ausbruch einer Revolution im von Österreich beherrschten Königreich Lombardo-Venetien erklärte er, von Camillo Benso von Cavour beeinflusst, am 23. März 1848 Österreich den Krieg. Nach Anfangserfolgen (Schlacht von Goito) erlitt er in der Schlacht bei Custozza in der Nähe des Gardasees gegen Josef Graf Radetzky eine Niederlage und schloss am 9. August 1848 einen Waffenstillstand. Nach einem Aufstand in der Toskana kam es erneut zum Krieg, in dem Karl Albert am 23. März 1849 bei Novara von Radetzky geschlagen wurde. Daraufhin entschloss sich Karl Albert, zugunsten seines Sohnes Viktor Emanuel II. abzudanken. Noch am gleichen Abend reiste er nach Porto in Portugal, wo er im gleichen Jahr in einem Kloster verstarb.

Nachkommen[Bearbeiten]

Am 30. September 1817 heiratete er in Florenz Maria Theresia von Österreich-Toskana, Tochter des Großherzogs Ferdinand III. von Toskana, die ihm die Kinder

  • Viktor Emanuel (* 14. März 1820; † 9. Januar 1878), König von Italien,
  • Fernando Maria (* 15. November 1822; † 10. Februar 1855), Herzog von Genua, und
  • Maria Christina (* 2. Juli 1826; † 15. Juli 1827), Prinzessin von Sardinien,

gebar.


Vorgänger Amt Nachfolger
Karl Felix I. König von Sardinien
1831–1849
Viktor Emanuel II.
Karl Felix I. Herzog von Savoyen
1831–1849
Viktor Emanuel II.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Karl Albert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien