Karl Ferdinand Batsch

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Karl Ferdinand Batsch

Karl Ferdinand Batsch (* 10. Januar 1831 in Eisenach; † 22. November 1898 in Weimar) war ein deutscher Marineoffizier, zuletzt Vizeadmiral.

Leben[Bearbeiten]

Batsch trat am 1846 in die Handelsmarine ein, machte auf einer Hamburger Bark seine erste Reise nach Ostasien und trat 1848 als Matrose II. Klasse in die preußische Marine über. Für ein Jahr wurde er zur Dienstleistung in die United States Navy kommandiert und dort auf der USS St. Lawrence eingesetzt. 1852 wurde Batsch zum Leutnant II. Klasse und Adjutanten des Kommodore Schröder befördert. Er nahm 1856 an der Fahrt der SMS Danzig und der Expedition gegen die Rifpiraten teil, wurde 1857 auf 1¾ Jahre zur britischen Marine kommandiert, war 1862–64 Adjutant beim Oberkommando der Marine, avancierte 1864 zum Korvettenkapitän und befehligte die SMS Grille in den kleinen Gefechten mit den dänischen Schiffen bei Rügen. Dann machte er als Kommandant der SMS Niobe eine größere Übungsfahrt nach Westindien.

1866/67 war er der erste Direktor der Marineakademie und -schule (Kiel). 1867 wurde er Chef des Stabes beim Oberkommando der Marine, 1870 zum Kapitän zur See befördert, machte er 1871 mit der SMS Vineta wieder eine zweijährige Reise nach Westindien, wo er die Regierung von Haiti zur Befriedung einer deutschen Reklamation zwang.

1873 wurde Batsch Chef des Stabes der Admiralität, 1875 Konteradmiral und war 1876 und 1877 Kommandeur der Panzergeschwader, welche zum Schutz der deutschen Interessen nach dem Ägäischen Meer gesandt wurden. Auch 1878 befehligte er das zu gleichem Zweck abgeschickte Panzergeschwader (König Wilhelm, Großer Kurfürst, Preußen und Falke), welches am 31. Mai im Kanal bei Folkestone durch einen Zusammenstoß der Wilhelm und der Kurfürst verunglückte. Batsch wurde deshalb vor ein Kriegsgericht gestellt und im Juli 1879 zu sechs Monaten Festungshaft verurteilt, aber, nachdem er 14 Tage Haft verbüßt hatte, schon am 15. August 1879 begnadigt und zum Direktor der Admiralität ernannt.

Man beförderte Batsch am 3. Februar 1880 zum Vizeadmiral und ernannte ihn am 25. Januar 1881 zum Chef der Marinestation der Ostsee in Kiel. Am 21. Juli 1883 wurde er zur Disposition und gleichzeitig à la suite des Seeoffizierkorps gestellt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]