Karl Ferdinand Friedrich von Nagler

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Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, Kupferstich von Buchhorn nach F. Lieder
Karl Ferdinand Friedrich von Nagler

Karl Ferdinand Friedrich von Nagler (* 22. Januar 1770 in Ansbach; † 13. Juni 1846 in Berlin) war preußischer General-Postmeister.

Leben[Bearbeiten]

Von Nagler studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Erlangen und Göttingen sowie in Berlin. Nach bestandenem Examen trat Nagler zuerst in Ansbach in den Staatsdienst ein und war mit der Neuorganisation der preußischen Provinzen in Franken beschäftigt. 1795 wurde er zum Kriegs- und Domänenrat befördert und kam nach Berlin, wo er 1804 Geheimer Legationsrat wurde. Ab 1821 führte er als Präsident der Generalpostverwaltung neue Grundsätze für die Postverwaltung ein, die später von seinem Nachfolger Gottlieb Heinrich Schmückert weitergeführt und vervollkommnet wurden.

Von 1823 bis 1836 war er General-Postmeister und ab 1823 auch Mitglied des Staatsrats.

Ab 1824 war Nagler als Gesandter am Bundestag häufig in Frankfurt am Main tätig. 1836 wurde er zum Geheimen Staatsminister ernannt. Nagler nutzte aufgrund seiner sehr konservativen Haltung den Postverkehr zur polizeistaatlichen Überwachung. Er gilt als der Begründer des modernen Postwesens.

1823 wurde er geadelt. Er wurde auf dem ehemaligen Domfriedhof in Berlin bestattet.

Siehe auch: Reichspost

Schriften[Bearbeiten]

  • Ernst Kelchner und Karl Mendelssohn-Bartholdy (Hg.): Briefe des Königl. Preuß. Staatsministers, General-Postmeisters und ehemaligen Bundestags-Gesandten Karl Ferdinand Friedrich von Nagler an einen Staatsbeamten, als ein Beitrag zur Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts. Brockhaus, Leipzig 1869

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]