Karl Friedrich Pauli

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Karl Friedrich Pauli (* 4. September 1723 in Saalfeld in Preußen; † 9. Februar 1778 in Halle (Saale)) war ein deutscher Rechtswissenschaftler und Historiker.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn des evangelischen Pastors und Konsistorialrats Gottfried Albrecht Pauli studierte seit 1740 an der Universität Königsberg und seit 1742 an der Universität Halle die Rechte und die Philosophie. In Halle promovierte er 1747 mit der Dissertation de Jure Principis circa res nullius in genre, et in specie Regis Borussorum circa res nullius in Borussia zum Doktor der Rechte. Im selben Jahr erwarb er zudem den akademischen Grad eines Magisters der Philosophie.

Nachdem Pauli 1748 eine außerordentliche Professur der Rechte an der Universität Königsberg ausgeschlagen hatte, wurde er 1751 außerordentlicher Professor des Staatsrechts und der Geschichte in Halle und 1765 ordentlicher Professor der Philosophie und Geschichte. Pauli hatte sich auch an den organisatorischen Aufgaben der Universität beteiligt und war in zwei Amtszeiten von 1775-1777 Prorektor der Hallenser Alma Mater.

Wirken[Bearbeiten]

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Aus der Literatur von 18xx lässt sich der heutige Wert der Werke kaum belegen. Zumal die Aussagen in diesem Abschnitt auch sehr pauschal ausfallen... -- Aveexoo 15:41, 12. Feb. 2012 (CET)

Außer einer Anzahl von Dissertationen und kleineren Arbeiten publizistischen, geschichtlichen, militärgeschichtlichen und biographischen Inhalts schrieb er: „Leben großer Helden des gegenwärtigen Krieges" und vor allem seine „Allgemeine Preußische Staatsgeschichte, sammt aller dazu gehörigen Königreichs, Churfürstenthums, Herzogthümer, Fürstenthümer, Graf- und Herrschaften., aus bewährten Schriftstellern und Urkunden bis auf gegenwärtige Regierung.“. Trotz aller Mängel, welche diesen Werken schon zur Zeit ihres Erscheinens zum Vorwurf gemacht wurden, der Breite, der geschmacklosen Darstellung, der Unselbständigkeit der Forschung, des parentationsmäßigen Tones der Biographien u. s. w., sind diese nicht uninteressant.

Dennoch erscheint Pauli als einer der tüchtigsten Vertreter des Aufschwunges, den in der Epoche Friedrichs des Großen unter dem Eindruck großer Taten und Entwicklungen die preußische Geschichtsschreibung nahm. Der „Preußischen Staatsgeschichte“ darf man, doch nachrühmen, dass sie bei dem Versuch, ein ausführliches Bild der Entwicklung des preußisch-brandenburgischen Staates zu zeichnen, von einem selbständigen Gedanken ausgeht. Die Biographien der Friderichanischen Generäle sind auch heute noch nicht ganz wertlos.

Werke[Bearbeiten]

  1. Diss.de iure principis circa res nullius in genere et in specie legis Borussorum circa res nullius in Borussia. Halle 1747
  2. Von Verschiedenheit des Begriffs des Worts Territorium in dem Brocardico: Quicquid in territorio, praesumitur de territorio. Halle 1748
  3. Erweis, dass Albrecht der Bär an Brandenburg ein, wirkliche« Herzogthum ererbet. Halle 1749
  4. Progr. von dem Begriffe und den Gränzen der Staatskenntniss. Halle 1749
  5. Einleitung zu einer erwiesenen Staatsgeschichte derer dem königl. Preussischen Scepter unterworfenen Staaten, aus Urkunden und bewährten Schriftstellern entworffen. Halle 175l
  6. Diss. de iure belli societatis mercatoriae maioris privilegiatae, vulgo einer octroyirten Handels-Compagnie. Halle 1751
  7. Diss. de obsignatione rerum legati eiusque comitatus, von Versiegelung der gesandtschaftlichen Sachen. Halle 1751
  8. Von den Ursachen der von der Teutschen verdrängten Altpreussischen Sprache. Königsb. 1751
  9. Einleitung in die Kenntniss des Teutschen hohen und niedern Adels, entworffen u. s. w. Halle 1753 (mit 20 Kupferstichen)
  10. Erweis und Rechtfertigung einiger Sätze seiner Einleitung in die Kenntniss des Adels. Halle 1753
  11. Abgenöthigte Beantwortung des 151sten Stücks der Göttingiscben Anzeigen von gelehrten Sachen 1753 und des 94sten und 95sten Stücks der Hannöverischen gelehrten Anzeigen vom Jahr 1753. Halle 1754
  12. Einleitung in die Geschichte des gerammten Ober- und Niederschlesiens; zum Behuf akademischer Vorlesungen.Leipzig 1755
  13. Leben grosser Helden des gegenwärtigen Krieges. 9 Teile. Halle 1758-1764
  14. Allgemeine Preussische Staats-Geschichte, sarnt aller dazu gehörigen Königreichs, Churfürstenthums, Herzogthümer, Fürstenthümer, Graf- und Herrschaften, aus bewährten Schriftstellern und Urkunden bis auf gegenwärtige Regierung. 1. Bd. Halle 1760, 2. Bd. Halle 1761; 3. Bd. Halle 1762, 4. Bd. Halle 1763, 5. Bd. Halle 1764, 6. Bd. Halle 1765, 7. Bd. Halle 1767, 8. Bd. Halle 1769
  15. Des Ritters von Solignac, Staatssecretairs Stanislai, Königs von Pohlen, Herzogs von Lothringen und Bar, Allgemeine Geschichte von Pohlen. 1. Bd. Halle 1764, 2. Bd. Halle 1765
  16. Geschichte des K. Preussischen Füselierregiments von Lossow. Halle 1767
  17. Geschichte des Infanterieregiments von Anhalt-Bernburg. Halle 1767
  18. Geschichte des Füselierregiments von Britzke. Halle 1767
  19. Denkmahle berühmter Feldherren und anderer verdienstvoller Männer neuerer Zeiten, aufgerichtet u. s. w. 1. Teil Halle 1768
  20. Polnische Conföderation überhaupt, nach ihrer Rechtmässigkeit, ihrem Nutzen und Schaden. Halle 1768
  21. Einleitung zur Preussischen Staatsgeschichte, im Auszug. Berlin 1779
  22. Von den Vortheilen der Preussischen Staaten zum Handel, sonderlich zur See.....
  23. Leben des Hochmeisters Luther's, Herz. von Braunschweig. In: den Hannöv. gel. Anz. 1751. Nr. 4 u. 5.
  24. Leben der Hochmeister, Heinrich von Plauen - Dieterich von Altenburg — Hartmann's von Heldrungen. In den historischen Sammlungen (Halle 1751).
  25. Von dem Betragen des Brandenhurgischen Churfürsten Woldemar's, bey der Wahl des Kaisers Ludwig von Bayern, und gegen seinen Truchsess, Nicolaum von Brich. In: den Hallischen wöchentl. Anzeigen 1755 Nr. 42 u. 43
  26. Leben des Hochmeisters Conrad's, Landgrafen von Thüringen. In: den Hallischen wöchentl. Anzeigen 1773 Nr. 39-47

Literatur[Bearbeiten]

  • Johann Georg Meusel: Lexikon der vom Jahr 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller. Gerhard Fleischer d. J., Leipzig, 1810. Bd. 10, S. 297 (Online)
  • Redaktion: Pauli, Karl Friedrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 25, Duncker & Humblot, Leipzig 1887, S. 790.
  • Christian Weidlich: Vollständiges Verzeichniß aller auf der Königl. Preußi. Friedrichs-Universität zu Halle seit ihrer Stiftung bis auf den heutigen Tage herausgekommener juristischen Disputatiopnen und Programmen, mit einigen litterarischen Anmerkungen. Nebst beygefügter Sucession aller Rechtsgelehrten dieser berühmten Universität, und deren kurzgefaßte Biographien. Verlag Johann Christian Hendel, Halle 1789

Weblinks[Bearbeiten]