Karl Hassenpflug

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Grab von Karl Hassenpflug

Karl Hassenpflug (* 5. Januar 1824 in Kassel; † 18. Februar 1890 ebenda) war ein deutscher Bildhauer. Seine Eltern waren der hessische Minister Ludwig Hassenpflug und dessen Gemahlin Charlotte Grimm, die einzige Schwester von Jacob und Wilhelm Grimm.

Karl Hassenpflug kam nach Berlin in das Atelier von Wichmann und war 1844–1847 Schüler von Ludwig Schaller in München. Von 1848 bis 1850 verweilte er in Rom und modellierte dort die Gruppe Simson und Delila. Mit dem Maler Karl Christian Andreae teilte er in Rom eine Wohnung.[1]

Nach Deutschland zurückgekehrt, arbeitete er in Hannover für das neue Theater, machte eine Reise nach England und hielt sich dann in Kassel auf, wo er mehrere plastische Arbeiten für die Elisabethkirche in Marburg und die Michaelskirche in Fulda ausführte.

1856 ging er zum zweiten Mal nach Rom und schuf dort aus dem Mythenkreis seine schönsten Arbeiten von großer Lieblichkeit der Formen, namentlich die Marmorgruppe Amor und Psyche (für König Friedrich Wilhelm IV.), Eros und Anteros (Museum in Köln), Ariadne, Galatea von Amorinen umgeben.

1868 wurde er Professor der Bildhauerkunst an der Kasseler Akademie und schuf daselbst für das Orangeriegebäude mehrere Medaillons hessischer Fürsten und für das Galeriegebäude die Gruppen der Giebelfelder sowie Genregruppen und Reliefs.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bestandskatalog Museumslandschaft Hessen Kassel
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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