Karl Hoff

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Karl Heinrich Hoff (* 8. September 1838 in Mannheim; † 13. Mai 1890 in Karlsruhe) war ein deutscher Maler.

Carl Hoff, 1884, gezeichnet von C.W.Allers
Tartuffe Molière, Stich nach einer Zeichnung von Carl Hoff

Karl Hoff studierte von 1855 bis 1858 auf der Kunstschule zu Karlsruhe unter Johann Wilhelm Schirmer und Adolf des Coudres und war dann bis 1861 in Düsseldorf Schüler Benjamin Vautiers. 1862 brachte er ein halbes Jahr in Paris zu und ließ sich dann in Düsseldorf nieder, wo er mit Vorliebe Genrebilder mit Kostümfiguren malte, die sich durch glückliche Erfindung, gefälliges Kolorit, feine Charakteristik und elegante Behandlung auszeichnen.

Von ihnen sind zu nennen:

  • Zigeuner vor dem Ortsvogt (1860),
  • Der Winkeladvokat (1863),
  • Nobles oblige,
  • Der kranke Gutsherr,
  • Die Epikuraeer,
  • Sub rosa,

besonders aber die größeren Bilder:

  • Rast auf der Flucht (1867, im Besitz des Herrn von Tiele-Winckler in Berlin),
  • Die Heimkehr (1869, in der Galerie zu Philadelphia),
  • Tartüff und Elmire (1872, als Kupferstich vervielfältigt),
  • Der liebe Onkel (1873) und
  • Die Taufe des Nachgebornen (1875, in der Nationalgalerie Berlin), ein figurenreiches Bild von ergreifender Stimmung.

Seine folgenden Schöpfungen

  • Des Sohns letzter Gruß, und
  • Vor dem Ausmarsch

zeigten ein Sinken seiner Kraft. Doch nahm er in dem figurenreichen Bild: Zwischen Lehen und Tod (1886, einer Szene aus dem Dreißigjährigen Krieg) wieder einen neuen Aufschwung. Seit 1878 war er Professor an der Kunstschule in Karlsruhe. Er war dichterisch tätig und gab 1877 ein Festspiel zu Ehren der Anwesenheit des Kaisers im Düsseldorfer Künstlerverein Malkasten, später das komische Epos Schein (Stuttgart 1878) und die Broschüre Künstler und Kunstschreiber (München 1884) heraus, die heftige Ausfälle gegen die Kunstkritik enthält.

Illustrationen (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Karl Hoff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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