Karl Robatsch

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Karl Robatsch, 1961

Karl Robatsch (* 14. Oktober 1929 in Klagenfurt; † 19. September 2000 ebenda) war ein österreichischer Schach-Großmeister und Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Robatsch“.

Schachspieler[Bearbeiten]

Der gebürtige Kärntner Robatsch kam im Alter von 17 Jahren als Student nach Graz. Häufig war er im Café Berghaus, dem Treffpunkt der Grazer Schachspieler, anzutreffen. Aufgrund seines bereits damals erkennbaren Talents trat er dem Schachklub „SK Gemeinde“ bei, wo er rasch Meisterstärke erlangte.

Seine schachlich erfolgreichste Zeit hatte Robatsch Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre. Bei der Schacholympiade 1960 in Leipzig erhielt er die Goldmedaille für das beste Ergebnis am ersten Brett (13,5 Punkte aus 16 Partien). Aufgrund dieser Leistung wurde ihm 1961 der Großmeister-Titel verliehen.[1] Insgesamt nahm er zwischen 1954 und 1994 an elf Schacholympiaden teil und erzielte dabei, überwiegend am Spitzenbrett spielend, 86 Punkte aus 146 Partien.[2] Im Juni 1960 gewann er in Prein die österreichische Staatsmeisterschaft.

Auch als Schachtheoretiker machte sich Karl Robatsch einen Namen. Er hatte großen Anteil an der Entwicklung der Pirc-Ufimzew- und der Modernen Verteidigung, die auch als Robatsch-Verteidigung bekannt ist.

Seine beste historische Elo-Zahl betrug 2653. Diese erreichte er im April 1961.

Turniererfolge im Schach[Bearbeiten]

Botaniker[Bearbeiten]

Neben Schach gehörte seine Liebe der Botanik, hier vor allem der Orchideenforschung. Für seine herausragende Forschungsarbeit auf diesem Gebiet wurde er vom Bundespräsidenten mit dem Titel „Professor“ ausgezeichnet.

Bei seinen Orchideenstudien hat sich Karl Robatsch auf die taxonomisch schwierige Gattung der Stendelwurzen (Epipactis) spezialisiert und 21 für die Wissenschaft neue Taxa auf Artrang beschrieben. Etwa die Hälfte davon wurde allerdings später als Unterart oder Varietät zu anderen Arten gestellt. Die nachfolgende Liste ist eine Zusammenstellung dieser Neubeschreibungen, allfälliger späterer Neuklassifizierungen und der Herkunftsländer der Typuspflanzen:

Karl Robatsch starb an einem Krebsleiden.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924-2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 75
  2. MEN'S CHESS OLYMPIADS - Robatsch, Karl (Austria) auf Olimpbase (englisch)