Karl Wiktorowitsch Pauker

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Karl Wiktorowitsch Pauker (russisch Карл Викторович Паукер; * Januar 1893 in Lemberg; † 14. August 1937 in Moskau) war ein Offizier des NKWD und leitete bis zu seiner Hinrichtung die Leibwache von Josef Stalin.

Pauker entstammte einer jüdischen Familie aus der galizischen Landeshauptstadt Lemberg, das zur damaligen Zeit noch zu Österreich-Ungarn gehörte. Er arbeitete als Friseur an der Budapester Oper, wurde dann aber während des Ersten Weltkriegs zur k.u.k. Armee eingezogen.[1] 1916 geriet er in russische Kriegsgefangenschaft und blieb nach der Oktoberrevolution freiwillig in Russland, wo er sich 1918 den Bolschewiki anschloss. Pauker trat in die Dienste der Tscheka und wurde 1924 Stalins persönlicher Leibwächter.

Nachdem er zunächst selbst an den Großen Säuberungen mitgewirkt hatte, wurde Pauker durch den vormaligen NKWD-Chef Jagoda unter Folter denunziert. Da Pauker „zu viel wisse und zu gut lebe“, verlor Stalin das Vertrauen zu seinem Sicherheitschef und ließ ihn am 15. April 1937 erst verhaften, um ihn schließlich am 14. August 1937 erschießen zu lassen.[2] Pauker wurde auch nach Stalins Tod nicht rehabilitiert.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Simon Sebag Montefiore: Stalin - Am Hof des Roten Zaren, 2. Auflage, Frankfurt 2007, S. 82.
  2. Simon Sebag Montefiore: Stalin - Am Hof des Roten Zaren, 2. Auflage, Frankfurt 2007, S. 252.

Weblinks[Bearbeiten]