Karl von Pfeufer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Carl Sebastian von Pfeufer (* 22. Dezember 1806 in Bamberg; † 13. September 1869 in Pertisau am Achensee) war ein deutscher Mediziner.

Er studierte seit 1824 in Erlangen und Würzburg. Anschließend war er Assistent bei Johann Lukas Schönlein.

1840 wurde er zum Professor und Direktor der Klinik nach Zürich ernannt. Zusammen mit Jakob Henle begründete er 1844 die "Zeitschrift für rationelle Medizin". Gemeinsam stellten sie sich die Aufgabe, physiologische und pathologische Tatsachen auf physikalische und chemische Prozesse zurückzuführen.

1844 wurde Pfeufer als Professor der Arzneimittellehre in Heidelberg Nachfolger von Theodor Bischoff (1807–1882). 1852 ging er als Leiter der zweiten Klinik nach München.

Der spätere bayerische Innenminister Sigmund von Pfeufer (1824–1894) war sein jüngerer Halbbruder.

Literatur[Bearbeiten]

  • August Hirsch: Pfeufer, Karl von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 25, Duncker & Humblot, Leipzig 1887, S. 661 f.
  • Eberhard J. Wormer: Pfeufer, Carl v.. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 20, Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-00201-6, S. 332 f. (Digitalisat).
  • Kerschensteiner, Josef: Das Leben und Wirken des Dr. Carl von Pfeufer. Lampart, Augsburg 1871 (Digitalisat via EOD)
  • Der Briefwechsel zwischen Jakob Henle und Karl Pfeufer 1843–1869: hrsg. und bearb. von Hermann Hoepke. (Sudhoffs Archiv. Beihefte; Heft 11) Wiesbaden: Steiner, 1970
  • Marcus Steiner: Karl von Pfeufer (1806–1869): Biographie und Ergographie. Heidelberg, Univ., Diss., 1999

Weblinks[Bearbeiten]