Karlsruhe (Schiff)
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Karlsruhe ist bzw. war der Name von bisher fünf deutschen Kriegsschiffen. Aktuell trägt eine Fregatte der deutschen Marine diesen Namen. Es gibt außerdem (mindestens) zwei Fahrgastschiffe mit dem Namen MS Karlsruhe, eines auf dem Oberrhein, eines auf dem Bodensee.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Kriegsschiffe
[Bearbeiten] I. Kleiner Kreuzer SMS Karlsruhe (1912 bis 1914)
Hauptartikel: SMS Karlsruhe (1912)
[Bearbeiten] II. Kleiner Kreuzer SMS Karlsruhe (1916 bis 1919)
Hauptartikel: SMS Karlsruhe (1916)
[Bearbeiten] III. Leichter Kreuzer Karlsruhe (1927 bis 1940)
Hauptartikel: Karlsruhe (1927)
[Bearbeiten] IV. Fregatte Karlsruhe (1959 bis 1983)
| Geschichte | ||
|---|---|---|
| Schiffsklasse: | Klasse F 120 | |
| Rufzeichen / Kennung: | ??? / F223 | |
| Typschiff: | Köln-Klasse (F120) | |
| Entwicklungs- / Bauwerft: | H. C. Stülcken & Sohn | |
| Kiellegung: | 15. Dezember 1958 | |
| Stapellauf: | 24. Oktober 1959 | |
| Indienststellung: | 15. Dezember 1962 | |
| Verbandszugehörigkeit | 2. Fregattengeschwader, Wilhelmshaven | |
| Außerdienststellung: | 28. März 1983 | |
| Verbleib: | Verkauf an Türkei. Dort als Zerstörer Gelibolu bis 27. Juni 1994. | |
| Technische Daten siehe: F120 | ||
Für den vierten Neubau einer KARLSRUHE streckte die Stülckenwerft in Hamburg am 15. Dezember 1958 den Kiel. Am 24. Oktober 1959 konnte das Schiff vom Stapel gelassen werden. Die Taufrede hielt der Karlsruher Oberbürgermeister Günther Klotz. Den Taufakt vollzog seine Gattin, Frau Hanna Klotz. Im Juni 1962 begannen unter Werftflagge die Probefahrten, die Ende November mit der Abnahmefahrt endeten.
Am 15. Dezember 1962 wurde die KARLSRUHE (IV) in der Bauwerft in Dienst gestellt und dem 2. Geleitgeschwader in Cuxhaven zugeteilt. Am 21. März 1968 schied die KARLSRUHE aus dem 2. Geleitgeschwader aus. Sie wurde zusammen mit der EMDEN dem Flottendienstgeschwader, Heimathafen Flensburg, unterstellt. Am 25. September 1973 schied die Fregatte KARLSRUHE aus dem Flottendienstgeschwader wieder aus und wurde erneut dem 2. Geleitgeschwader zugeteilt, das inzwischen von Cuxhaven nach Wilhelmshaven verlegt worden war.
Die KARLSRUHE wurde nach dem aktiven Dienst in der Bundesmarine an die Türkei verkauft und fuhr dort seit dem 28. März 1983 unter türkischer Flagge als Zerstörer GAZI OSMAN PASA (PACHA) mit der Kennung D 360. 1984 wurde sie in GELIBOLU umbenannt, behielt aber die Kennung D 360. Am 27. Juni 1994 erfolgte dort die letzte Außerdienststellung.
Seit der Indienststellung bis Ende März 1983 legte das Schiff bei seinen zahlreichen Einsätzen eine Strecke von ca. 300.000 Seemeilen zurück, was etwa einer 14-fachen Erdumkreisung entspricht.
Köln (F 220) | Emden (F 221) | Augsburg (F 222) | Karlsruhe (F 223) | Lübeck (F 224) | Braunschweig (F 225)
[Bearbeiten] V. Fregatte Karlsruhe (1983 bis heute)
Die Fregatte KARLSRUHE (V) ist als sechstes Schiffs der Klasse 122 unter der Baunummer 161 am 10. März 1981 in Kiel aufgelegt worden, wobei einzelne Module auf der Kieler Werft bereits seit März 1980 vorgefertigt worden waren. Anlässlich des ersten Aufschwimmens am 8. Januar 1982 wurde der Taufakt durch Frau Edeltrud Dullenkopf, Gattin des Oberbürgermeisters von Karlsruhe Otto Dullenkopf, vollzogen. Am 31. Juli 1982 wurde die Fregatte nach Bremen zur Endausrüstung verlegt. Die Indienststellung erfolgte am 19. April 1984.
[Bearbeiten] Aufgaben und Ausrüstung
Während der Adriaeinsätze Mitte der 1990er Jahre wurde die Fregatte zeitweise mit einem Goalkeeper ausgerüstet, einem zusätzlichen Flugabwehrsystem. Ab 1995 steht auch das moderne Flugkörpersystem RIM-116 Rolling Airframe Missile und seit 1998 ein neuer Zentralrechner sowie eine neue Radarantenne TRS 3D/32 als Ersatz für die Luft- und Seeraumüberwachungsantenne DA 08 zur Verfügung. Mit Beendigung des kalten Krieges haben sich auch die Aufgaben des Schiffes für den Konvoischutz, die U-Boot-Jagd, sowie der allgemeinen Überwasser-Seekriegsführung im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung, für den dieser Schiffstyp ursprünglich ausgelegt wurde, inzwischen erweitert. Seit 1990 traten Aufträge in der Krisenvorbeugung und Krisenabwehr immer mehr in den Vordergrund.
- Klasse: BREMEN-Klasse (F122)
- Kennung: F212
- Rufzeichen: DRAV
- Bauwerft: Howaldtswerke-Deutsche Werft AG, Baunummer 161
- Kiellegung: 10. März 1981
- Stapellauf: 8. Januar 1982
- Indienststellung: 19. April 1984
- Verbandszugehörigkeit: 2. Fregattengeschwader, Wilhelmshaven
- Technische Daten siehe: F122
[Bearbeiten] Einsätze
Die Karlsruhe hat an einer Anzahl von Auslandseinsätzen teilgenommen[1]:
- 08-12/2003 Operation Sharp Guard, Embargooperation in der Adria
- 02-04/2004 Operation Southern Cross, Rückführung des Deutschen Unterstützungsverbands Somalia
- 12/1995 - 04/1996 Operation Sharp Guard
- 10/2001 - 02/2002 Operation Active Endeavour als Teil des Kampfs gegen den Terror im östlichen Mittelmeer
- 06-10/2002 Operation Enduring Freedom im Kampf gegen den Terror abgestützt auf Dschibuti
- 03-09/2005 Operation Enduring Freedom
- 09/2006 - 03/2007 UNIFIL II, UNO-Mission zur Friedenssicherung im Libanon
Bremen (F 207) | Niedersachsen (F 208) | Rheinland-Pfalz (F 209) | Emden (F 210) | Köln (F 211) | Karlsruhe (F 212) | Augsburg (F 213) | Lübeck (F 214)
[Bearbeiten] Fahrgastschiffe
Vom Karlsruher Rheinhafen aus führt das Fahrgastschiff MS "Karlsruhe" Ausflugsfahrten z.B. nach Heidelberg, Speyer, Worms, Straßburg oder zur Staustufe Iffezheim durch. Das Schiff befindet sich im Besitz der kommunalen KVVH GmbH, Geschäftsbereich Rheinhafen.
Auf dem Bodensee betreibt die Bodensee Schiffsbetriebe GmbH das Fahrgastschiff MS "Karlsruhe".
[Bearbeiten] Verweise
- www.mk-karlsruhe.de
- Kaiserliche-Marine
- Webseite Fregatte Karlsruhe V (F212) - Projekt Bernd Langhardt
- http://www.karlsruhe-maritim.de
- http://www.f223.de

