Karol Hiller

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Komposition mit einer Spirale, 1928

Karol Hiller (* 1891 in Łódź; † 1939) war ein polnischer Maler, Grafiker und Lichtbildner.

Er studierte 1910 bis 1912 Chemie an der Technischen Hochschule zu Darmstadt, danach am Warschauer Polytechnikum. Während des Ersten Weltkriegs wurde er zur russischen Armee berufen und nach Russland evakuiert. In Kiew begann er das Studium an der Akademie der Schönen Künste, wo er die Ästhetik und Technik der Ikonenmalerei erlernte. Während der Oktoberrevolution engagierte sich an der linken Seite der politischen Szene.

1921 kam er nach Polen und siedelte sich in Łodź an. Zusammen mit dem linksorientierten Dichter Witold Wandurski beschäftigte er sich mit der Veranstaltung von Kunstausstellungen, die an das breite Publikum gerichtet waren. Er schuf Wandbilder und Buchillustrationen. 1930 bis 1937 nahm er an den Ausstellungen des Institutes für Kunstpropaganda (IPS) teil, wo er abstrakte Malerei zeigte. Als Lichtbildner experimentierte er mit Heliografik – den Schatten von den auf dem lichtempfindlichen Papier liegenden Gegenständen.

Er war Aktivist der Liga für Verteidigung von Menschen- und Bürgerrechten.

Er wurde wahrscheinlich am 20. Dezember 1939 im Wald in Lućmierz unweit von Łodź in einer Massenhinrichtung erschossen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Zofia Baranowicz: Polska Awangarda Artystyczna 1918–1939. Wydawnictwa Artystyczne i Filmowe, Warszawa 1979, ISBN 83-221-0074-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Karol Hiller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien