Karpus, Papylus und Agathonike

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Martyrion für Karpus und Papylus

Karpus, Papylus und Agathonike sind drei christliche Märtyrer, wobei unklar ist, ob sie ihre Verfolgung unter Mark Aurel (161–180) oder unter Decius (249–251) erleiden mussten.[1]

Hintergrund[Bearbeiten]

In Pergamon wurden der Bischof Karpus, der aus Thyatira oder Gordos stammte, und der Diakon Papylus vom Statthalter verhört. Karpus wurde gefoltert, indem man ihn aufhängte und mit Krallen die Haut aufriss. Solange er noch reden konnte, erklärte er standhaft, Christ zu sein. Genauso erging es im Anschluss Papylus; beide wurden zum Feuertod verurteilt und mit Nägeln an einen Pfahl geschlagen. Agathonike, die Schwester von Papylus, war Zeugin der Hinrichtung und ließ sich freiwillig mit an den Pfahl nageln und verbrennen.[2][3]

Gedenktage

Evangelisch: 10. Januar (im Evangelischen Namenkalender), römisch-katholisch: 13. April, orthodox: 4. April und 13. Oktober, armenisch, koptisch und syrisch-orthodox: 13. Oktober.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Adolf Harnack, Oscar von Gebhardt: Die Akten des Karpus, des Papylus und der Agathonike, eine Urkunde aus der Zeit Marc Aurel’s untersucht. (= Texte und Untersuchungen zur Geschichte der altchristlichen Literatur. Band 3, Heft 4.) Hinrich, Leipzig 1888, OCLC 64971515.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eckhard J. Schnabel: Urchristliche Mission. Brockhaus Verlag, Wuppertal 2002, ISBN 3-417-29475-4, (online, S. 807.)
  2. a b Karpus und Gefährten in Ökumenisches Heiligenlexikon. abgerufen am 3. September 2014.
  3. The Holy Martyrs Carpus and Papylus. auf orthodox.net, abgerufen am 3. September 2014. (englisch)