Kartaly

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stadt
Kartaly
Карталы
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Ural
Oblast Tscheljabinsk
Rajon Kartaly
Bürgermeister Alexander Rekunow
Gegründet 1810
Stadt seit 1944
Fläche 86,13 km²
Bevölkerung 29.131 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 338 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 300 m
Zeitzone UTC+5
Telefonvorwahl (+7) 35133
Postleitzahl 457350–457359
Kfz-Kennzeichen 74, 174
OKATO 75 418
Geographische Lage
Koordinaten 53° 3′ N, 60° 39′ O53.0560.65300Koordinaten: 53° 3′ 0″ N, 60° 39′ 0″ O
Kartaly (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Kartaly (Oblast Tscheljabinsk)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Tscheljabinsk
Liste der Städte in Russland

Kartaly (russisch Карталы) ist eine Stadt in der Oblast Tscheljabinsk (Russland) mit 29.131 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt am Westrand des Westsibirischen Tieflandes, östlich des Südlichen Urals, etwa 260 km südwestlich der Oblasthauptstadt Tscheljabinsk am Karataly-Ajat, einem linken Nebenfluss des Tobol im Flusssystem des Ob.

Kartaly ist der Oblast administrativ direkt unterstellt und zugleich Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

In der Stadt kreuzen sich die Eisenbahnstrecken Tscheljabinsk–TroizkOrsk und UfaMagnitogorskkasachische Grenze.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine Siedlung an Stelle der heutigen Stadt entstand 1810 und wurde nach dem Fluss benannt (abgeleitet von den turkisprachigen Worten für schwarze Weide).

Während des Ersten Weltkriegs wurde mit dem Bau der Eisenbahnstrecke Tscheljabinsk–Orsk durch den Ort begonnen. Mit der Unterbrechung des Baus infolge der Wirren der Russischen Revolution 1917 wurde Kartaly provisorischer Endpunkt der Strecke. Bis 1930 wurde die Strecke fertiggestellt und Kartaly zugleich zum Ausgangspunkt der Zweigstrecke zum neuen Metallurgischen Kombinat im 100 Kilometer westlich gelegenen Magnitogorsk. 1939 erfolgte die Eingemeindung der Siedlung Poltawka, und die Bedeutung als Eisenbahnknotenpunkt wuchs weiter mit dem Bau der Strecke in Richtung Kasachstan ab Ende der 1930er Jahre (1943 bis Akmolinsk eröffnet), sodass dem Ort am 17. April 1944 Stadtrecht verliehen wurde.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 13.707
1959 33.917
1970 42.801
1979 38.905
1989 37.132
2002 29.908
2010 29.131

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft[Bearbeiten]

In der Stadt gibt es neben Einrichtungen des Eisenbahnbetriebes (Depot, Reparaturwerk) Betriebe der Bauwirtschaft, des Maschinenbaus (Ersatzteile für Landmaschinen) und der Textilindustrie (Teppiche).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kartaly – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien