Karteikarte

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Unter einer Karteikarte versteht man die Zusammenfassung bestimmter Daten nach einem festgelegten Schema auf einer Karte für eine Kartei. Weniger gebräuchlich ist die aus dem Französischen stammende Bezeichnung Fiche.

Karteikarten in einem Schlagwortkatalog

Ursprünglich handelte es sich in der Regel um Karten aus festem Karton, auf dem die gewünschten Daten, häufig in Vordrucke, eingetragen wurden. Diese Karten wurden dann nach bestimmten Kriterien (zum Beispiel alphabetisch) sortiert und in Karteikästen gesammelt. So wurde ein schneller Zugriff auf diese Daten ermöglicht. Eventuell vorhandene überstehende Abschnitte von Karteikarten werden Karteireiter oder nur Reiter genannt. An verschiedenen Positionen aufgesteckte farbige Kartenreiter ermöglichen ein von der Sortierung unabhängiges codiertes Zugriffssystem. Handlochkarten ermöglichen stärker strukturierte Zugriffe ähnlich einfachen Datenbanksystemen.

Karteikarten in einem konventionellen Bibliothekskatalog heißen Katalogzettel.

Der Begriff wird heute vereinzelt auch für die Datensätze einer elektronischen Datenbank verwendet, obwohl es sich nicht mehr um „Karten“ handelt. So gehörte zum Umfang des Betriebssystems Windows 3.11 ein Programm, das die englische Bezeichnung für Karteikasten trägt (cardfile.exe) und dessen Benutzungsoberfläche an Karteikarten erinnern.

Verwandte Themen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1], Keydex System / Sichtlochkarten (abgerufen am 4. Januar 2013)