Kartierung (Geländedaten)
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Unter einer Kartierung versteht man in den Geowissenschaften und der Biologie die raumbezogene Erfassung von geologischen, bodenkundlichen oder tier- und pflanzensoziologische Daten im Gelände.
[Bearbeiten] Geologie
Die am häufigsten angewandten Kartiermethoden in der Geologie sind die Routenkartierung durch Lesesteine und die Kartierung entlang des Verlaufs von Bänken. Aufschlüsse und Bohrungen dienen dabei als unterstützende Informationsquellen, da das direkt an der Oberfläche anstehende Gestein durch Prozesse wie Solifluktion oder verschiedene Ablagerungen oft nicht die tatsächlichen geologischen Hintergründe widerspiegelt. Zudem können tektonische Vorgänge wie zum Beispiel Hebungen, Senkungen und Faltungen ein sehr komplexes Bild der Lagerungsverhälntisse ergeben, das zur korrekten Kartierung eine Unterstützung durch alternative Methoden der Geophysik erfordert.
Grundlage einer jeden geologischen Kartierung und auch anderer Kartiermethoden sind Basiskarten sowie die geologischen Karten vorheriger Kartierer. Ausgenommen hiervon sind lediglich die Erstkartierer, zum Beispiel die Geologen rund um Abraham Gottlob Werner im Rahmen der Geognostische Landesuntersuchung Sachsens.
[Bearbeiten] Biologie
In der Biologie wird zur Aufnahme von Biotopen, deren Artenvielfalt und Ausbreitung meist eine Transektmethode verwandt, in der Regel jene nach Braun-Blanquet. siehe hierzu Rasterkartierung.
[Bearbeiten] Bodenkunde
Die bodenkundliche Kartierung erfolgt zunächst anhand geologischer und biologischer Hinweise, weshalb sie eine integrative Kartierungsmethode darstellt und die Vorgehensweise anderer Kartierungsarten mit einbezieht. Da die Anlage von Schürfgruben (offene Bodenprofile) genehmigungspflichtig und sehr aufwändig ist, bleibt deren Zahl im Rahmen einer Kartierung meist sehr gering. Eine Einordnung (Ansprache) biologischer und geologischer Merkmale zusammen mit einer Analyse der Humusauflage ermöglichen jedoch bereits eine recht präzise bodenkundliche Identifizierung des vorliegenden Bodens. Weitere Erkundungsmöglichkeiten sind durch Verfahren wie zum Beispiel eine Rammkernsondierung gegeben.

