Hartboviste

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Scleroderma
Gemeiner Katoffelbovist (Scleroderma citrinum)

Gemeiner Katoffelbovist (Scleroderma citrinum)

Systematik
Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Unterklasse: Hutpilze (Agaricomycetidae)
Ordnung: Röhrenpilze (Boletales)
Familie: Hartbovistartige (Sclerodermataceae)
Gattung: Scleroderma
Wissenschaftlicher Name
Scleroderma
Pers.

Die Kartoffel- oder Hartschalboviste (Scleroderma) sind eine Pilzgattung aus der Familie der Sclerodermataceae aus der Ordnung der Boletales, manchmal werden die Sclerodermataceae auch zusammen mit den Wettersternen in die eigene Ordnung der Sclerodermatales gestellt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Es handelt sich um Pilze mit mehr oder weniger kugelig-knolligen epigäischen, cleistocarpen Fruchtkörpern, z.T. durch derbe Mycelstränge scheinbar gestielt. Die einfache, derbe Peridie zerfällt bei Reife vom Scheitel her. Die Peridie kann glatt oder anliegend schuppig gelb oder braun sein, die Gleba ist schon unreif dunkel gefärbt, ein Capillitium ist nicht vorhanden. Die Sporen sind braun, kugelig und stark ornamentiert.

[Bearbeiten] Lebensweise

Die Scleroderma-Arten sind Mykorrhizabildner mit verschieden Laub- und Nadelbäumen. (Nach anderen Angaben Saprophyten). Die Kartoffelboviste sind giftig und wurden früher zur Fälschung von echten Trüffeln in Lebensmitteln eingesetzt.

[Bearbeiten] Systematik

Mit den ebenfalls als Boviste bezeichneten Arten der Lycoperdales sind die Kartoffelboviste nicht näher verwandt, die ähnlichen Fruchtkörper sind durch konvergente Evolution) in Anpassung an relativ trockene Standorte entstanden. Die Gattung umfasst weltweit etwa 25 Arten, in Mitteleuropa kommen davon 5 vor.

[Bearbeiten] Mitteleuropäische Arten

[Bearbeiten] Literatur

  • Krieglsteiner, G.J.: Die Großpilze Baden-Württembergs. Band 2, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 2000, ISBN 3-8001-3531-0
  • Dörfelt, H.; Jetschke, G.: Wörterbuch der Mycologie. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg-Berlin; 2001, ISBN 3-8274-0920-9
  • Breitenbach, J.; Kränzlin, F.: Pilze der Schweiz. Band 2, Verlag Mykologia Luzern, 1986, ISBN 3-85604-020-X
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