Karystos

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Gemeinde Karystos
Δήμος Καρύστου (Κάρυστος)
Karystos (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Mittelgriechenland
Regionalbezirk: Euböa
Geographische Koordinaten: 38° 1′ N, 24° 25′ O38.01333333333324.416111111111Koordinaten: 38° 1′ N, 24° 25′ O
Fläche: 672,43 km²
Einwohner: 13.602 (2010[1])
Bevölkerungsdichte: 20,2 Ew./km²
Gemeindelogo:
Gemeindelogo von Gemeinde Karystos
Sitz: Karystos
LAU-1-Code-Nr.: f11
Gemeindebezirke: 4 Gemeindebezirke
Lokale Selbstverwaltung: f121 Stadtbezirk
21 Ortsgemeinschaften
Website: www.dimoskarystou.gr
Lage in der Region Mittelgriechenland
Datei:2011 Dimos Karystou.png

f9f8

Karystos (Aussprache: [ˈkaristɔs], griechisch Κάρυστος (f. sg.)) ist eine Stadt und Gemeinde an der Südküste der griechischen Insel Evia (Euböa). Die Kernstadt hat heute ca. 5.000 Einwohner; in der Gemeinde, die zuletzt 2010 durch Eingemeindungen erheblich vergrößert wurde, leben etwa 13.500 Einwohner.

Karystos

Besiedlungsspuren finden sich bereits seit dem Neolithikum. Der Name des Ortes geht der mythologischen Überlieferung gemäß auf einen gleichnamigen Sohn des Chiron zurück.[2] Karystos widerstand im Jahr 490 v. Chr. einer persischen Belagerung, schloss sich aber zehn Jahre später während des Xerxes-Zuga den Persern an. Nach deren Abzug musste es dem Attischen Seebund beitreten. In hellenistischer Zeit gehörte Karystos etwa seit 290 v. Chr. zum Euböischen Bund und hatte später im 3. Jahrhundert v. Chr. einen pro-makedonischen Tyrannen. Im 2. Jahrhundert v. Chr. kam es mit ganz Euböa unter römische Kontrolle. In römischer Zeit wurden umfangreiche Steinbrüche für den grünlichen Marmor von Südeuböa angelegt.

Im Mittelalter gehörte der Ort zu Venedig, woran bis heute die im 13. Jahrhundert erbaute Festung Castel Rosso erinnert. Am 29. August 1348 besiegten die Venezianer in der Seeschlacht von Karystos die Genuesen.

In der Nähe von Karystos wurden bei 24.6° östliche Länge und 38.0° nördliche Breite anlässlich der ringförmig-totalen Sonnenfinsternis am 20. Mai 1966 12 Höhenforschungsraketen gestartet, und zwar fünf Raketen vom Typ "Sparrow Arcas", fünf vom Typ "Arcas" und zwei vom Type "Centaure". Im Vorfeld dieser Aktion wurden am 15. Mai 1966 eine Rakete vom Typ "Sparrow Arcas", eine Rakete vom Typ "Centaure" und eine Rakete vom Typ "Arcas" gestartet. Eine weitere Rakete des Typs "Arcas" wurde am 21. Mai 1966 gestartet.[3]

Bekannte Bürger[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Einwohnerzahlen stammen aus einer Broschüre des griechischen Innenministeriums vom Mai 2010 anlässlich der Verwaltungsreform nach dem ‚Kallikratis-Gesetz‘: Elliniki Dimokratia, Ypourgeio Esoterikon, Apokendrosis ke Ilektronikis Diakyvernisis: "Programma Kallikratis," Systasi, syngrotisi Dimon, Periferion ke Apokendromenon Diikiseon gia ti Nea Architektoniki tis Aftodiikisis ke tis Apokendromenis Diikisis, Athen 2010.
  2. Catholic Encyclopedia (englisch).
  3. Nissaki-Karystos bei astronautix.com