Kasachische Eishockeynationalmannschaft

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KasachstanKasachstan Kasachstan

Kasachische Eishockeynationalmannschaft
Verband Kasachischer Eishockeyverband
Weltrangliste Platz 16
Trainer Andrei Chomutow
Meiste Spiele Alexander Koreschkow (60 Sp.)
Meiste Punkte Jewgeni Koreschkow
Homepage www.icehockey.kz
Olympische Spiele
Teilnahmen seit 1998
Bestes Ergebnis 8. Platz (Nagano 1998)
Weltmeisterschaft
Teilnahmen seit 1998
Bestes Ergebnis 12. Platz (2005)
(Stand: 19. Februar 2010)
Kasachische Briefmarke, 1999

Die Kasachische Eishockeynationalmannschaft der Männer wird nach der Weltmeisterschaft 2012 in der IIHF-Weltrangliste auf Platz 17 geführt. Mit dieser Klassierung gilt Kasachstan als stärkste Eishockey-Nation Asiens, noch vor Japan oder China.

Nach der ersten Teilnahme an einer A-WM 1998 gelangen der kasachischen Nationalmannschaft weitere Teilnahmen an den Turnieren 2004, 2005 und 2006. Nach der Meisterschaft in der Division I 2009 entwickelte sich das Team zu einer Fahrstuhlmannschaft und pendelt seither zwischen der Top-Gruppe und der zweitklassigen Division I.

Geschichte[Bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten]

Für die ersten Winterspiele nach dem Zerfall der Sowjetunion, zu der auch Kasachstan gehörte (und die Spieler somit für die Sowjetische Eishockeynationalmannschaft spielten), 1994 in Lillehammer gelang es der Mannschaft noch nicht, sich zu qualifizieren. 1998 war es dann jedoch soweit und das kasachische Team belegte in Nagano immerhin den 8. Platz, nachdem die Mannschaft unter Boris Alexandrow die Zwischenrunde erreichen konnte. Die zweite Teilnahme bei Olympischen Winterspielen erfolgte dann 2006, nach dem Aus in der Vorrunde reichte es allerdings nur zu Platz 9. Der kasachische Stürmer Jewgeni Koreschkow wurde bei diesem Turnier mit 5 Toren und 2 Assists zudem siebtbester Scorer. Das Team scheiterte unter dem Cheftrainer Jerlan Sagymbajew in Oslo in der Qualifikation für die Olympische Spiele 2010 .

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Bei Weltmeisterschaften arbeitete sich das Team seit der Unabhängigkeit Kasachstans im Jahr 1993 stetig nach oben, bis die Mannschaft schließlich mit dem Sieg in der Division I (inoffiziell auch B-WM) im Jahr 2003 die eigentlichen Eishockey-Weltmeisterschaften (A-WM) erreichte. Nach drei Turnieren stieg die Mannschaft bei der Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2006 in Riga (Lettland) allerdings wieder in die Division I ab, nachdem die Abstiegsrunde nur als dritte von vier Mannschaften beendet wurde. Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2007 belegte die kasachische Mannschaft in Qiqihar (China) hinter Frankreich und Polen jedoch nur den dritten Platz und verpasste so den Wiederaufstieg. 2008 mussten sich die Kasachen den Österreichern geschlagen geben. 2009 gelang schließlich der Wiederaufstieg nachdem in entscheidenden Spielen Japan mit 3:1 und Slowenien mit 2:1 besiegt wurden. Nach dem letzten Platz bei der WM 2010 und dem Abstieg in die Division I gelang 2011 der sofortige Wiederaufstieg nach einem 3:2 n.V. im letzten Spiel gegen Gastgeber Ukraine. Auch nach dem Abstieg 2012 konnten die Kasachen den sofortigen Wiederaufstieg feiern. Nach einem 1:2 gegen Gastgeber Ungarn benötigten die Asiaten dafür im letzten Spiel einen Erfolg gegen die bereits als Aufsteiger feststehenden Italiener, der mit 3:0 auch gelang.

Winter-Asienspiele[Bearbeiten]

Das Team gewann drei mal 1996, 1999 und 2011 das Eishockeyturnier der Winter-Asienspiele und holte jeweils hinter Japan zwei mal Silber 2003 und 2007.
Das Leistungsgefälle bei den Eishockeyturnieren der Asienspiele ist jedoch recht hoch. So sind zweistellige Ergebnisse der kasachischen Nationalmannschaft gegen unterklassige Teams nichts Außergewöhnliches, z.B. ein 38:0 gegen Vereinigten Arabischen Emirate und ein 52:1 gegen Thailand beim Turnier 2007 oder ein 35:0 gegen Taiwan beim Turnier 2011.

Statistik[Bearbeiten]

Erstes Länderspiel

KasachstanKasachstan Kasachstan 5:1 Ukraine UkraineUkraine
(11. April 1992, Sankt Petersburg)

Höchster Sieg
KasachstanKasachstan Kasachstan 52:1 Thailand ThailandThailand

(29. Januar 2007, Changchun)

Höchste Niederlage
KanadaKanada Kanada 15:0 Kasachstan KasachstanKasachstan

(27. April 1998, Litvínov)

Olympische Spiele
Olympische Winterspiele 1998

Olympische Winterspiele 2006

Olympische Ergebnisse[Bearbeiten]

  • 1994 - Nicht qualifiziert
  • 1998 - 8. Platz
  • 2002 - Nicht qualifiziert
  • 2006 - 9. Platz
  • 2010 - Nicht qualifiziert

Platzierungen bei Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

  • 1993 - 23. Platz (3. Platz C-WM)
  • 1994 - 24. Platz (4. Platz C-WM)
  • 1995 - 22. Platz (2. Platz C-WM)
  • 1996 - 21. Platz (1. Platz C-WM, Aufstieg in B-WM)
  • 1997 - 14. Platz (2. Platz B-WM, Aufstieg in A-WM nach Qualifikation)
  • 1998 - 15. Platz (Abstieg in B-WM nach Qualifikation)
  • 1999 - 19. Platz (3. Platz B-WM)
  • 2000 - 18. Platz (2. Platz B-WM)
  • 2001 - 21. Platz (3. Platz Division I, Gruppe B)
  • 2002 - 21. Platz (3. Platz Division I, Gruppe A)
  • 2003 - 17. Platz (1. Platz Division I, Gruppe A, Aufstieg in A-WM)
  • 2004 - 13. Platz (A-WM)
  • 2005 - 12. Platz (A-WM)
  • 2006 - 15. Platz (A-WM, Abstieg in Division I)
  • 2007 - 21. Platz (3. Platz Division I, Gruppe B)
  • 2008 - 20. Platz (2. Platz Division I, Gruppe A)
  • 2009 - 17. Platz (1. Platz Division I, Gruppe A, Aufstieg in A-WM)
  • 2010 - 16. Platz (A-WM, Abstieg in Division I)
  • 2011 - 17. Platz (1. Platz Division I, Gruppe B, Aufstieg in A-WM)
  • 2012 - 16. Platz (A-WM, Abstieg in Division I)
  • 2013 - 17. Platz (1. Platz Division I, Gruppe A, Aufstieg in A-WM)

Weblinks[Bearbeiten]