Kaschemme

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Heinrich Zille: In der Kaschemme, Lithographie, etwa 1910

Eine Kaschemme (oft von Romani katsima für Wirtshaus, Schenke hergeleitet) bezeichnet ursprünglich ein verrufenes Gasthaus.[1] Siegfried Heusinger führt den Begriff dagegen auf das polnische Wort für Kneipe oder Schenke, karczma, zurück.[2]

Der Ausdruck entstand im 19. Jahrhundert[1] und bezieht sich auf Herbergen, Hotels und manchmal auch Wohngebäude („miese Kaschemme“, von hebräisch me’is für schlecht, verächtlich).

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Helmut Protze: Wortatlas der städtischen Umgangssprache. Zur territorialen Differenzierung der Sprache in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen (= Mitteldeutsche Forschungen. Bd. 114). Böhlau, Köln 1997, ISBN 3-412-14296-4, S. 93, 94, 96 (Ausschnitte bei Google Bücher).

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Kaschemme – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Duden Etymologie. Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache, 2007, S. 394.
  2. Siegfried Heusinger: Die Lexik der deutschen Gegenwartssprache. Eine Einführung. Fink, München / Paderborn 2004, ISBN 3-8252-2491-0, S. 74.