Kasha (Mythologie)

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Kasha im Gazu Hyakki Yakō, um 1781.

Kasha (jap. 火車) ist der Name eines fiktiven Katzendämons des japanischen Volksglaubens, der bösartig ist und als Gegenstück der Glück bringenden Maneki-neko gilt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Kashas gehören dem Volksglauben nach zur Gruppe der Yōkai („Monster/Dämonen“). Sie sind außerdem den Nekomata und Bakeneko ähnlich und werden oft mit diesen verwechselt. Der Glaube an ihre Existenz hat seinen Ursprung sowohl Buddhismus als auch im Shintoismus.

Kashas werden als feurige Riesenkatzen (Ōneko) beschrieben, die die Leichname von verunglückten Menschen stehlen, bevor diese bestattet, beziehungsweise verbrannt werden konnten. Anderen Kashas wird nachgesagt, dass sie die Erde in brennenden Kutschen bereisen und die Seelen Verdammter in die Hölle verschleppen. Dies schlägt sich auch in der Benennung Kasha für „Feuerwagen“ oder „Höllenwagen“ nieder.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michaela Haustein: Mythologien der Welt. Japan, Ainu, Korea. ePubli, Berlin 2011, ISBN 978-3-8442-1407-9, S. 25.
  • Bokushi Suzuki: Snow country tales. Life in the other Japan. Translated by Jeffrey Hunter with Rose Lesser. Weatherhill, New York NY u. a. 1986, ISBN 0-8348-0210-4, S. 316–317.
  • Chih-hung Yen: Representations of the Bhaisajyaguru Sutra at Tun-huang. In: Kaikodo Journal. Vol. 20, 2001, ZDB-ID 2602228-X, S. 168.

Weblinks[Bearbeiten]