Kaspar Elm

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Kaspar Elm (* 23. September 1929 in Xanten) ist ein deutscher Historiker.

Kaspar Elm besuchte ab 1936 die Volksschule und im Anschluss von 1940 bis 1944 die Rektoratsschule in Xanten (heutiges Stiftsgymnasium Xanten). Ab 1946 besuchte er das Gymnasium Dionysianum in Rheine und nahm 1950 das Studium der Geschichte, der Deutschen Philologie und der Lateinischen Philologie an der Universität Münster auf, das er ab 1952 an der Universität Freiburg im Breisgau fortsetzte und ab 1953 erneut in Münster 1955 mit dem Staatsexamen abschloss.

Nach Absolvierung seines Referendariats von 1956 bis 1957 wurde Elm von 1958 bis 1962 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Münster, wo er 1959 mit seiner Dissertation Das toskanische Eremitentum des 12. und 13. Jahrhunderts“ promoviert wurde. Während seiner Zeit als Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Freiburg von 1962 bis 1964 habilitierte sich Elm 1964 mit der Schrift Geschichte und Selbstverständnis des lateinischen Kapitels vom Heiligen Grab in Jerusalem und wurde bis 1968 Universitätsdozent an der Universität Freiburg. Von 1969 bis 1974 war Elm als Universitätsprofessor der Universität Bielefeld und im Anschluss bis zu seiner Emeritierung im Oktober 1997 als Universitätsprofessor der Freien Universität Berlin tätig. 1999 war Elm als Gastprofessor an der University of California, im Jahr 2000 an der Universität Budapest tätig. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören vor allem kirchenhistorische Themen wie die religiösen Bewegungen, die Orden und Häresien, die Kreuzzüge und das Heilige Land.

Während seiner Tätigkeit als Universitätsprofessor hatte Elm zudem eine Vielzahl verschiedener Ämter inne, so war er unter anderem Vizepräsident der Commission Internationale d'Histoire Ecclésiastique Comparée, ordentliches Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste Salzburg, Mitglied der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica, korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (seit 1982), Vorsitzender des Diözesangeschichtsvereins Berlin, Mitglied des Bewilligungsausschusses der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Gutachter für die Max-Planck-Gesellschaft und der Alexander von Humboldt-Stiftung. Daneben erhielt Elm unter anderem die Hedwig-Medaille für besondere Verdienste um das Erzbistum Berlin und die Ehrendoktorwürde der Universität Gießen.

Elm ist Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Seine Tochter ist die Althistorikerin Susanna Elm.

Schriften[Bearbeiten]

  • Beiträge zur Geschichte des Wilhelmitenordens. (Münstersche Forschungen 14). Köln/Graz 1962.
  • Quellen zur Geschichte des Ordens vom Heiligen Grab in Nordwesteuropa aus deutschen und niederländischen Archiven (1191–1603). Brüssel 1976.
  • Mittelalterliches Ordensleben in Westfalen und am Niederrhein. (Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte 27). Paderborn 1989.
  • Vitasfratum. Beiträge zur Geschichte der Eremiten- und Mendikantenorden des zwölften und dreizehnten Jahrhunderts. (Saxonia Franciscana 5). Werl 1994.
  • Umbilicus Mundi. Beiträge zur Geschichte Jerusalems, der Kreuzzüge, des Ordens der regulierten Chorherren vom Heiligen Grab und der Ritterorden. (Instrumenta Canonissarum Regularium Sancti Sepulcri 7). Brügge 1998.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]