Kaspar Kittel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kaspar Kittel (* 1603 in Lauenstein; † 9. Oktober 1639 in Dresden) war ein deutscher Musiker und Komponist.

Kittel war der älteste nachweisbare Vertreter der bekannten Musikerfamilie; sein jüngerer Bruder Jonas war Bassist; sein Sohn Christoph u.a. Lautenist und sein Enkel Johann Heinrich Organist. Sie waren alle Mitglieder der Hofkapelle am Dresdner Hof.

Am 23. September 1616 wurde Kittel in die Dresdner Hofkapelle aufgenommen und erhielt als Schüler von Heinrich Schütz eine Ausbildung zum Theorbisten. Mit Unterstützung von Kurfürst Johann Georg konnte Kittel 1624 nach Venedig reisen und dort bei verschieden Lehrern Gesang und Theorbe studieren. 1629 kehrte er nach Dresden zurück und führte u.a. den monodischen Stil des Komponierens von Giulio Caccini bei Hofe ein. wurde als Theorbist kurfürstlicher Kammermusiker.

1630 wurde er Gesangslehrer von Matthias Weckmann und unterrichtete seinen Bruder Jonas Weckmann im Theorbespiel. 1632 erhielt er eine Anstellung als Instrumenteninspektor, später als Hoforganist und vertrat 1638 Heinrich Schütz in der Leitung der Hofkapelle.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Christoph Kittel (Hrsg.): Zwölf geistliche Konzerte SWV 420-431. 1657.

Literatur[Bearbeiten]

  • Christiane Bernsdorff-Engelbrecht: Kittel, Kaspar. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 11, Duncker & Humblot, Berlin 1977, ISBN 3-428-00192-3, S. 693 f. (Digitalisat).
  • Gerhard Ilgner: Einige klärenden Nachreden über das Leben der Musikerfamilie Kittel am Dresdner Hofer zur Schützzeit. In: Musik und Kirche, Bd. 10 (1938).
  • Hermann Kretzschmar: Geschichte des neueren deutschen Liedes von Albert bis Zelter. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1912.
  • Walther Vetter: Das frühdeutsche Lied. Ausgewählte Kapitel aus der Entwicklungsgeschichte und Ästhetik des ein- und mehrstimmigen deutschen Kunstliedes im 17. Jahrhundert. Helios-Verlag, Münster 1928 (2 Bde.).

Weblinks[Bearbeiten]