Kaspersky Lab
| Kaspersky Lab | |
|---|---|
| Rechtsform | ZAO (Aktiengesellschaft)[1] |
| Gründung | 1997 |
| Sitz | Moskau, Russland |
| Leitung | Jewgeni Kasperski, CEO |
| Mitarbeiter | über 2000 |
| Umsatz | ca. 386 Millionen € (2010) |
| Branche | Softwareentwicklung |
| Website | www.kaspersky.com/ |
Kaspersky Lab ist ein russisches Softwareunternehmen, das 1997 von Natalja Kasperskaja und Jewgeni Kasperski gegründet wurde. Seinen Hauptsitz hat es in Moskau mit nationalen Vertrieben. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von Sicherheitssoftware spezialisiert. Natalja Kasperskaja übernahm 2007 die Führung im neu geschaffenen Verwaltungsrat, welchen sie im Sommer 2011 wieder verließ, um sich ihrem Unternehmen InfoWatch als CEO zu widmen, seitdem fungiert Jewgeni Kasperski als Vorsitzender des Verwaltungsrats sowie als CEO des Unternehmens Kaspersky Lab. InfoWatch wurde im Jahr 2003 als Tochtergesellschaft von Kaspersky Lab gegründet und entwickelte Lösungen zur Verhinderung von Datenlecks oder der unautorisierten Weitergabe vertraulicher Informationen. Mittlerweile sind beide Unternehmen völlig unabhängig voneinander und es bestehen keine geschäftlichen Beziehungen mehr.
Kaspersky Lab wurde in den letzten Jahren durch die hohe Erkennungsleistung seiner Virenscanner bekannt, was dem Unternehmen einen guten Ruf und viele Auszeichnungen einbrachte. Kaspersky Lab ist der viertgrößte Anbieter von Sicherheitssoftware weltweit.
Die von Kaspersky Lab entwickelten Technologien werden von einer Vielzahl anderer Unternehmen lizenziert und als Engine (Kerneinheit) in ihren Antivirenprogrammen eingesetzt.
Inhaltsverzeichnis |
Heuristische Analyse [Bearbeiten]
Kaspersky entwickelte eine heuristische Analyse von Daten, um Viren zu erkennen, die noch keine Signatur haben, also noch nicht bekannt sind. Damit lassen sich zu einem hohen Prozentsatz Viren blockieren, bevor sie analysiert sind und sich die Signatur im Update der Programme wiederfindet. Dieses Analysetool ist von Kaspersky patentiert worden.
Produktübersicht [Bearbeiten]
Wichtige Produkte von Kaspersky Lab sind:
Heimanwenderbereich:
| Produkt | Aktuelle Version | Beschreibung |
|---|---|---|
| Kaspersky Anti-Virus | 13.0.1.4190, „2013“ | Antivirenprogramm |
| Kaspersky Internet Security | 13.0.1.4190, „2013“ | Sicherheitspaket |
| Kaspersky Pure Total Security | 13.0.2.588, „3.0“ | Sicherheitspaket mit zusätzlichen Funktionen zur Überprüfung anderer Computer im Heimnetzwerk. |
| Kaspersky Anti-Virus for Mac | 13.0.2.458, „2012“ | Antivirenprogramm für Mac OS |
| Kaspersky Mobile Security | 9.4.130 (Betriebssystemabhängig) | Schutz vor Crimeware und Datendiebstahl bei Verlust für Smartphones.
Unterstützte Betriebssysteme: Android, Symbian OS, Windows Mobile und Blackberry |
| Kaspersky Tablet Security | 10.5.45 | Schutz vor Crimeware und Datendiebstahl bei Verlust für Tablets.
Unterstützte Betriebssysteme: Android |
| Kaspersky Security Suite CBE | CBE Version 12 (Ab Ausgabe 11/12) | Vorgängerversion von der aktuellen Kaspersky Internet Security |
| Kaspersky Password Manager | 5.0.0.174 | Passwortmanager mit diverse Sicherheitsfeatures wie Virtuelle Tastatur, Passwortgenerator, Backup, usw. |
| Kaspersky One Universal Security | - | Universallösung zum Schutz von Windows-PCs, Macs, Smartphones und Android-Tablets |
Seit dem 15. Oktober 2010 ist die Version 11.0 (genannt „2011“, aktuelle Versionsnr. 11.0.2.556) von Kaspersky Anti-Virus und Kaspersky Internet Security in unterschiedlichen Sprachen erhältlich. Wie z. B. auch bei F-Secure und Symantec (bekannt durch seine Norton Security Suite) kann bei Kaspersky die Lizenz einer alten Version innerhalb der Laufzeit des Lizenzschlüssels mit einer neu erschienenen Version weiterverwendet werden. Insofern ist das Software-Upgrade bei bestehender Lizenz also „kostenlos“.
Kaspersky Open Space Security umfasst den Schutz für Workstations, Dateiserver, E-Mail-Server und Gateways. Für die zentrale Administration und Installation der Kaspersky-Software im Netzwerk ist das Kaspersky Administration Kit enthalten.
Außerdem wurde im Februar 2010 bekanntgegeben, dass das Unternehmen einen „Hardware-Antivirus“ patentiert hat.[2]
Unternehmensorganisation [Bearbeiten]
Das Unternehmen ist in drei große Geschäftsfelder gegliedert:
- Kaspersky Hosted Security Services – Managed Services
- Kaspersky Open Space Security
- Kaspersky Small Office Security
Seit September 2004 bediente ein deutsches Tochterunternehmen von Ingolstadt aus Kunden in der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz). Ab 2007 wurden die skandinavischen Länder Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland, ab 2008 dann auch Tschechien, Ungarn und die Slowakei von Deutschland aus betreut. Mittlerweile erfolgt die Betreuung der skandinavischen Länder über eine Niederlassung in Stockholm, die Beneluxstaaten werden von einem Tochterunternehmen in Utrecht betreut. Weitere Niederlassungen gibt es in Großbritannien, Frankreich, Polen, Rumänien, Schweden, Italien, Spanien, Portugal, Japan, China, Korea und den USA.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ https://www.ripe.net/membership/indices/data/ru.kl.html
- ↑ Gegen Rootkits: Hardware-Antivirus soll Festplatte schützen auf pcwelt.de
Weblinks [Bearbeiten]
- Website von Kaspersky Lab
- „Besuch bei Kaspersky. Anti-Helden im Kampf gegen die Viren“, FAZ, 6. Januar 2009, Reportage
- „Einblicke in das Viren-Lab von Kaspersky in Moskau “, messelive.tv, 24. Dezember 2010, Reportage