Kassenarbeitsplatz

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Der Kassenarbeitsplatz oder Warenzellenkassenstand ist die Weiterentwicklung der Verkaufstheke der modernen Selbstbedienungs-Supermärkte – der sogenannte Verkaufsort oder Point of Sale – an dem der Kunde die im Laden eingesammelten Waren dem Kassierer zur Abrechnung übergibt und bezahlt.

Kassenarbeitsplatz in einer US-amerikanischen Filiale von Wal-Mart

Der moderne Kassenarbeitsplatz ist zumeist für die Benutzung in Verbindung mit einem Einkaufswagen oder Einkaufskorb optimiert. Kurz vor dem Ausgang eines Marktes stehen zumeist mehrere solcher Arbeitsplätze, auf die sich die Kunden aufteilen und in einer Warteschlange auf den Abrechnungsvorgang warten können. Der Korb oder Wagen wird für gewöhnlich schon während der Wartezeit auf ein Warentransportband entladen, im leeren Zustand durch eine Gasse hindurch hinter den Registrierbereich geschoben und nach dem Abrechnen und Kassieren werden die bezahlten Waren wieder in diesen eingelegt. Der Weg der Ware ist dabei so konstruiert, dass

  • die Waren der in der Schlange aufeinanderfolgenden Kunden eindeutig voneinander getrennt bleiben – z. B. mit Hilfe eines Warentrenners
  • auf Wartezeiten (z. B. während des Abrechnens oder Umlagerns vom Band zurück in den Wagen) flexibel reagiert werden kann – zumeist mit Hilfe eines automatisch anlaufenden und wieder anhaltenden Warentransportbandes.
  • die Waren einzeln an einem bestimmten Punkt zur Registrierung (z. B. am Warenscanner) vorbeigezogen werden können
  • hinter dem Registrierbereich eine (Lager-)Stelle zur Umlagerung der Ware zurück in den Wagen oder Einkaufstasche entsteht

Die eigentliche Abrechnung der Waren geschieht mit einer herkömmlichen Registrierkasse oder mit zunehmender Häufigkeit auch mit den sogenannten Scannerkassen – bei diesen müssen die Waren lediglich über eine optische Sensorik geschoben werden, die an den Waren befindliche spezielle Barcodes erkennt, liest und verarbeitet. Solche automatisierten Abrechnungsstellen sind mittlerweile auch völlig ohne Kassierer/in (dafür aber mit einer Videoüberwachung) anzutreffen.

Die Wartezeit in der Schlange an der Kasse kann zur Erzielung höherer Umsätze genutzt werden. Die Flächenproduktivität ist hier besonders hoch (Umsatz pro Verkaufsfläche). An vielen Kassenarbeitsplätzen werden niedrigpreisige Waren für Spontan-/Impulskäufe angeboten, Süßigkeiten für Kinder, Tabakwaren und Alkoholika in kleinen Flaschen für Erwachsene.

SB-Kassen[Bearbeiten]

In neuerer Zeit erhalten Selbstbedienungskassen Einzug in den Einzelhandel. Hier übernimmt der Kunde den Kassiervorgang. Es ist nur noch eine Aufsicht für mehrere Kassen erforderlich.[1]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/einzelhandel-setzt-auf-sb-kassen-kunden-sollen-selbst-kassieren/2533836.html

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Point of sale systems – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien