Kasserine

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Kasserine
Verwaltung
Staat TunesienTunesien Tunesien
Gouvernement Kasserine
Postleitzahl 1200
Website Municipalité von Kasserine
Demographie
Bevölkerung 76.243 Einw. (2004[1])
Bevölkerungsdichte 6354 Einw./km²
Geographie
Fläche 12 km²
Kasserine (Tunesien)
Kasserine
Kasserine
Koordinaten 35° 10′ N, 8° 50′ O35.168.83Koordinaten: 35° 10′ N, 8° 50′ O

Kasserine (arabisch ‏القصرين‎, DMG al-Qaṣrain) ist eine Stadt im Zentrum Tunesiens. Sie ist Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements Kasserine und hat etwa 80.000 Einwohner.[1]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Kasserine liegt 14 Kilometer vom Djebel Chambi, dem mit 1544 Metern höchsten Berg Tunesiens entfernt. Die Stadt gilt als Verkehrsknotenpunkt, da es in direkter Nähe zum Erdölfeld Douleb gelegen ist.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

In der Nähe der Stadt am Oued Derb liegen die Reste des Kasserine-Staudamms, der größten römischen Gewichtsstaumauer in Nordafrika.[3]

Die Region um Kasserine war im Februar 1943 Schauplatz einer der bekanntesten Schlachten des Afrikafeldzugs im Zweiten Weltkrieg.[4] Dabei starben etwa 2000 Deutsche und 10.000 alliierte Soldaten[5] (→ Schlacht am Kasserinpass).

Während der Revolution in Tunesien 2010/2011 war die Stadt Schauplatz besonders heftiger Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und Sicherheitskräften, wobei Sondereinheiten der Regierung dutzende Menschen erschossen.[6][7]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Hauptindustriezweig ist die Verarbeitung von Halfagras zu Zellstoff.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Institut National de la Statistique - Tunisie: Volkszählung 2004. (französisch)
  2. Kassserine auf lexikon.meyers.de (Seite nicht mehr abrufbar)
  3. Niklaus Schnitter: "Römische Talsperren", in: Antike Welt, Bd. 8, Nr. 2 (1978), S. 25–32 (30)
  4. Schlacht am Pass von Kasserine http://worldwar2database.com/html/kasserine.htm
  5. Opfer http://www.historylearningsite.co.uk/kasserine_pass.htm
  6. „Schluss mit dem Elend! Ben Ali raus!“ In: Echo Online. 15. Januar 2011, abgerufen am 7. Januar 2012 (deutsch).
  7. Unerfüllte Hoffnungen. In: TAZ. 14. Januar 2012, abgerufen am 19. Januar 2012 (deutsch). Die TAZ spricht in diesem Zusammenhang von 52 Todesopfern.