Kasumigaseki

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Stadtteil in Chiyoda, Präfektur Tokio. Für das bis 1955 bestehende gleichnamige ehemalige Dorf in der Präfektur Saitama, siehe Kawagoe.
Das 36-stöckige Kasumigaseki Building war bis 1970 das höchste Gebäude Japans.
Der 1895 erbaute ehemalige Hauptsitz des Justizministeriums

Kasumigaseki (jap. 霞が関, auch 霞ヶ関) ist ein Stadtteil des Bezirks Chiyoda der japanischen Präfektur Tokio. Er befindet sich im Zentrum Tokios unmittelbar südlich der kaiserlichen Residenz und beherbergt zahlreiche Ministerien und Behörden der Zentralregierung. „Kasumigaseki“ wird daher auch im übertragenen Sinne für die japanische Ministerialbürokratie verwendet; im Gegensatz dazu werden mit Nagatachō – dem Namen des Stadtteils, der sich nordwestlich anschließt – die gewählten Organe der Regierung bezeichnet.

Begrenzt wird der Stadtteil im Norden durch die am Burggraben des Kaiserpalasts entlang verlaufende Uchibori-dōri (内堀通り), im Osten von der Iwaida-dōri (祝田通り), im Westen von der Roppongi-dōri (六本木通り) bzw. der Stadtautobahn Tokio C1 und im Süden grob von der Sotobori-dōri (外堀通り). Zentral von Süd nach Nord verläuft die Sakurada-dōri (桜田通り), die beim Tor Sakurada-mon endet.

Die Fläche Kasumigasekis von 0,48 km² wird von Bürogebäuden dominiert. Der Stadtteil besteht aus drei chōme, in denen laut Volkszählung des Jahres 2010 insgesamt vier Einwohner in vier Haushalten lebten.[1] Die Tagesbevölkerung lag nach der Volkszählung 2005 bei 59.210.[2] Die Postleitzahl von Kasumigaseki ist 100-0013; allerdings haben viele Gebäude bzw. Institutionen eigene Postleitzahlen.

In Kasumigaseki befinden sich unter anderem folgende Gebäude:

Vier Linien der Tōkyō Metro verlaufen durch Kasumigaseki, dort befinden sich die U-Bahnhöfe Sakuradamon und Kasumigaseki. Der Bahnhof Toranomon an der Ginza-Linie liegt an der Südgrenze im benachbarten Toranomon im Bezirk Minato. Der innere Ring C1 der Stadtautobahn Tokio, deren Betreibergesellschaft Shuto Kōsokudōro K.K. ebenfalls im Stadtteil angesiedelt ist, verläuft teilweise unterirdisch am Westrand von Kasumigaseki.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kasumigaseki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chiyoda-ku/Chiyoda City: 町丁別世帯数および人口(国勢調査) (Japanisch: „Haushalte und Einwohner nach Stadtteil (Volkszählung)“)
  2. Chiyoda-ku: 千代田区行政基礎資料集(平成24年版), 1.人口・面積 (PDF; 869 kB), S. 25: 町丁目別昼夜間人口

35.675173139.752999Koordinaten: 35° 41′ N, 139° 45′ O