Liste schwerer Unfälle im Schienenverkehr

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Eisenbahnunglück ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zur 1909 erschienenen Erzählung von Thomas Mann siehe Das Eisenbahnunglück.
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Dieser Artikel enthält eine chronologische Auflistung bedeutender Unfälle im Schienenverkehr. Unbenommen bleibt es selbstverständlich für Unfälle, die den Kriterien dieser Liste nicht entsprechen, einen eigenen Hauptartikel zu verfassen.

Als bedeutend im Sinne dieser Liste gilt ein Unfall, wenn er

  • mindestens 50 Menschen das Leben kostete
  • ein Großschadensereignis zur Folge hatte
  • Verbindung zu einer bedeutenden Persönlichkeit aufweist
  • Anstoß zu literarischer Aufarbeitung gab
  • technische Neuerungen auslöste oder sonst Signalwirkung hatte
  • der erste seiner Art war.

Nicht hier, sondern an anderer Stelle, werden aufgeführt:

Vor 1800[Bearbeiten]

Whickham (County Durham Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Fußgänger überfahren
April und Juli 1650 – Zwei Jungen starben, nachdem sie von Hunten einer Grubenbahn überfahren wurden, die auf hölzernen Schienen liefen. Es handelt sich um die ältesten bekannten Eisenbahnunfälle mit tödlichem Ausgang.[1]

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Vor 1830[Bearbeiten]

Philadelphia (County Durham Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Kesselzerknall
31. Juli 1815 – Der Kessel der experimentellen Dampflokomotive Mechanical Traveller explodierte und riss 16 (nach anderer Quelle 13) umstehende Zuschauer in den Tod. Dieser Unfall ist die älteste bekannte Kesselexplosion einer Lokomotive und bis heute diejenige mit der höchsten Zahl von Toten überhaupt.
Denkmal für den Unfall von William Huskisson an der Liverpool and Manchester Railway
Gedenktafel für William Huskisson, heute im National Railway Museum, York
Middleton Railway (Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Erster tödlich verunglückter Nicht-Eisenbahner
5. Dezember 1821 – Der erste tödlich verunglückte Nicht-Eisenbahner war wohl der Zimmermann David Brook. In schwerem Graupelwetter lief er auf der Bahntrasse. Dabei übersah er einen Zug und wurde tödlich verletzt.[2]

1830–1839[Bearbeiten]

Newton-le-Willows (Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Erstes prominentes Todesopfer
15. September 1830 – Der Politiker William Huskisson wurde das erste prominente Todesopfer eines Eisenbahnunfalls, als er am Eröffnungstag der Liverpool and Manchester Railway von der Lokomotive The Rocket überfahren wurde. In der Literatur wird er oft als der erste genannt, der bei einem Eisenbahnunfall überhaupt zu Tode kam.
Hightstown (New Jersey, Vereinigte Staaten 24Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Entgleisung nach Heißläufer und folgendem Achsbruch
11. November 1833 – Entgleisung zweier Wagen eines Zuges zwischen Hightstown und Spotswood, New Jersey, auf der Bahnstrecke South Amboy–Bordentown. Zwei Fahrgäste wurden getötet, 21 Reisende verletzt. Prominente Mitreisende waren Cornelius Vanderbilt, der spätere Präsident der New York Central Railroad, der sich ein Bein brach, und der frühere US-Präsident John Quincy Adams. Dies war der erste Eisenbahnunfall, bei dem Fahrgäste eines planmäßig verkehrenden Zuges ums Leben kamen.
Frontalzusammenstoß zweier Züge bei Suffolk, Virginia, USA
Suffolk (Virginia Vereinigte Staaten 24Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Frontalzusammenstoß
11. August 1837 – Ein Güterzug und ein Personenzug stießen auf einer eingleisigen Strecke, auf der auf Sicht gefahren wurde, frontal zusammen. Drei Tote und Dutzende Verletzte waren die Folge.[3] Dies war der erste Frontalzusammenstoß mit Todesopfern zweier Züge in der Eisenbahngeschichte.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Suffolk

1840–1849[Bearbeiten]

Howden (Yorkshire Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Entgleisung durch verrutschte Ladung
7. August 1840 – In einem gemischten Zug, der auf der Hull and Selby Railway zwischen Leeds und Hull unterwegs war, löste sich Ladegut, fiel auf die Schienen und brachte den Zug zum Entgleisen. Es ist der früheste bekannte Eisenbahnunfall, der verrutschtes Ladegut zur Ursache hatte und bei dem es Tote gab. Vier Menschen starben, weitere wurden verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Howden
Sonning (Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Entgleisung nach Erdrutsch
24. Dezember 1841 – Ein gemischter Zug von London nach Bristol entgleiste in einem Einschnitt nahe Sonning. Von den 38 Reisenden in den offenen Wagen dritter Klasse starben neun, 16 wurden schwer verletzt. Auch infolge dieses Unfalls wurde 1844 der Railway Regulation Act[4] vom britischen Parlament verabschiedet, der unter anderem geschlossene Fahrzeuge auch für die dritte Klasse vorschrieb.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Sonning
Eisenbahnunfall von Versailles (1842)
Versailles (Frankreich 1830Julimonarchie Frankreich) – Entgleisung nach Achsbruch
8. Mai 1842 – Nach einem Achsbruch an der Vorspannmaschine entgleiste ein Zug. 50 Menschen verbrannten in den hölzernen Wagen, die von der Glut aus der Feuerbüchse in Brand gesetzt wurden. Die Zahl der Verletzten ist nicht mehr bekannt. Die Abteiltüren waren aus Sicherheitsgründen verschlossen, so dass sich viele Reisende nicht mehr rechtzeitig retten konnten.
Chester (Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Brückeneinsturz aufgrund von Konstruktions- und Materialfehlern
24. Mai 1847 – Während der Überfahrt eines Zuges stürzte die von Robert Stephenson errichtete Eisenbahnbrücke über den Dee auf der North Wales Coast Line der Chester and Holyhead Railway ein. Das ist der älteste bekannte Eisenbahnunfall, der durch einen Brückeneinsturz ausgelöst wurde. Er forderte fünf Todesopfer und eine Reihe von Verletzten. Hauptursachen waren die Verwendung von Gusseisen in den tragenden Teilen und das Gewicht nachträglich aufgetragenen Schotters als Brandschutz für die Holzteile der Brücke. Es sollten aber noch fast 50 Jahre vergehen, bevor gusseiserne Eisenbahnbrücken völlig verschwanden. Der Unfall war ein schwerer Schlag für die Reputation von Stephenson als Ingenieur.

1850–1859[Bearbeiten]

Gütersloh-Avenwedde (Preussen KonigreichKönigreich Preußen Preußen) – Entgleisung
21. Januar 1851 – Ein Zug von Minden ins Rheinland entgleiste auf der Stammstrecke der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft in der Gemarkung des heutigen Gütersloh-Avenwedde. Drei Todesopfer waren die Folge. In dem Zug reiste auch Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen, der spätere Kaiser Friedrich III., der aber nur leicht verletzt wurde. Als Dank für seine Rettung bei dem Eisenbahnunglück stiftete er 1860 den Zinkdruckguss eines Taufengels von Bertel Thorvaldsen für die Martin-Luther-Kirche in Gütersloh.
Andover (Massachusetts Vereinigte Staaten 31Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Achsbruch
6. Januar 1853 – An dem einzigen Reisezugwagen eines Zuges von Boston nach Lawrence der Boston and Maine Railroad brach eine Achse. Der Wagen stürzte eine Böschung hinunter und zerbrach. Der Rest des Zuges, die Lokomotive und ein Gepäckwagen blieben im Gleis. Reisende in dem Zug waren der soeben neu gewählte Präsident der Vereinigten Staaten, Franklin Pierce, und seine Familie. Einziges Todesopfer des Unfalls war der elfjährige Sohn des Präsidenten. Seine Eltern hatten anschließend mit schweren Depressionen zu kämpfen und Franklin Pierce entwickelte ein Alkoholproblem.[5]

Norwalk (Vereinigte Staaten 31Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Lokführer übersah Signal, das eine offene Drehbrücke sicherte
6. Mai 1853 – Ein Zug stürzte aufgrund einer für den Schiffsverkehr geöffneten Drehbrücke beim Bahnhof Norwalk in den Norwalk River. 48 Menschen starben, 8 wurden vermisst, 30 verletzt. Der Unfall war der erste größere in den USA, bei dem eine Brücke eine Rolle spielte.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Norwalk
Baptiste Creek (Provinz Kanada, Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Fahrdienstleiterfehler, Schnellzug fuhr auf Bauzug auf
27. Oktober 1854 – Nach einer unzutreffenden Auskunft des Fahrdienstleiters des Bahnhofs Baptiste Creek an den Lokführer setzte dieser einen Bauzug auf das Streckengleis zurück. Ein um Stunden verspäteter Schnellzug, der auf der Great Western Railway von Niagara Falls nach Windsor unterwegs war, fuhr auf diesen schwer mit Schotter beladenen Zug auf. Die Energie des Aufpralls wurde weitgehend dadurch aufgefangen, dass die ersten, überwiegend aus Holz gebauten Reisezugwagen des Schnellzugs zertrümmert wurden. 52 Menschen kamen ums Leben, 48 wurden verletzt. Ein erheblicher Teil der Toten waren deutsche Emigranten auf dem Weg in die USA.
Ambler (Pennsylvania Vereinigte Staaten 31Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Frontalzusammenstoß
17. Juli 1856 – Bei dem Frontalzusammenstoß eines vorwiegend mit Kindern und Jugendlichen besetzten Ausflugszugs mit einem Planzug starben mehr als 59 Menschen und mehr als 100 wurden verletzt. Grund für den Unfall war eine unzureichende Zugsicherung auf der eingleisigen Strecke.
Hamilton (Provinz Kanada, Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Nach Achsbruch entgleister Zug beschädigte Brücke und stürzte in Kanal
12. März 1857 – Betroffen war ein Zug der Great Western Railway mit etwa 100 Reisenden an Bord von Toronto nach Hamilton. 59 Tote und eine große Zahl Verletzter waren zu beklagen. Die Ursache für den auslösenden Achsbruch konnte nie geklärt werden.

1860–1869[Bearbeiten]

Eisenbahnunfall von St-Hilaire (1864)
Clayton Tunnel (Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Kollision im Tunnel
Am 25. August 1861 kollidierte im Clayton Tunnel – 7 km nördlich von Brighton – ein Reisezug mit einem zurücksetzenden Sonderzug. 23 Menschen starben, circa 176 wurden meist schwer verletzt. Der Tunnel wurde mit einem Blocksignal vor jedem Portal gesichert, das vom Zug oder einem Wärter bedient wurde. Ursachen waren ein defektes Signal, Kommunikationsfehler und eine Streckensicherung, die auf dem Fahren im Zeitabstand basierte, deren Mindestabstände allerdings auch nicht eingehalten wurden.
Mont-Saint-Hilaire (Provinz Kanada, Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Lokführer übersah Signal, das eine offene Drehbrücke sicherte
29. Juni 1864 – In der Nähe des heutigen Mont-Saint-Hilaire in Québec stürzte ein Zug aufgrund einer für den Schiffsverkehr geöffneten Drehbrücke in den Richelieu River. 99 Tote und über 100 Verletzte waren die Folge. In dem Zug befanden sich auch zahlreiche Einwanderer aus Deutschland und Polen.
Staplehurst (1865)
Staplehurst (Kent, Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Entgleisung und Brückeneinsturz bei Bauarbeiten
9. Juni 1865 – Ein aus Folkstone kommender Zug nach London entgleiste auf der Brücke über den Beult, ein Nebenfluss des Medway, weil wegen Bauarbeiten auf der South Eastern Main Line hier Gleise entfernt worden waren und die Sicherung der Baustelle versagte. Bei dem Unfall starben 10 Reisende, 40 wurden verletzt. Ein Mitreisender im Zug war der Schriftsteller Charles Dickens.
Abergele (Grafschaft Conwy, Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Entlaufene Güterwagen mit Gefahrgut setzten einen entgegenkommenden Personenzug in Brand
20. August 1868 – Es handelte sich bei dem verunglückten Zug um den „Irish Mail“ der London and North Western Railway (LNWR), ein Schnellzug von dem Londoner Bahnhof Euston nach Holyhead. Die Güterwagen waren beim Rangieren entlaufen, mit hoch brennbarem Paraffinöl beladen und setzten die hölzernen Reisezugwagen des Schnellzugs explosionsartig in Brand. 33 Menschen starben, darunter damals auch sehr prominente, unter anderen Henry Maxwell 7. Baron von Farnham. Dies war der schwerste Eisenbahnunfall in Großbritannien bis zu diesem Zeitpunkt und der erste größere weltweit, der durch Gefahrgut ausgelöst wurde.

1870–1879[Bearbeiten]

Colombier (SchweizSchweiz Schweiz) – Auffahrt auf abgestellten Güterzug
Am 22. März 1871 stieß infolge falscher Weichenstellung im Bahnhof Colombier ein Militärextrazug mit Militärangehörigen, die zu der internierten Bourbaki-Armee gehörten, mit einem abgestellten Güterzug zusammen, der aus 22 Kohlewagen und einem Gepäckwagen bestand. Ein Zugführer sowie 22 Internierte starben, 72 Personen wurden verletzt.[6][7] Dies war der bis dahin schwerste Eisenbahnunfall in der Schweiz.
Thorpe (Grafschaft Norfolk, England, Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Frontalzusammenstoß nach Fehlern in der telegrafischen Zugsicherung
Am 10. September 1874 stießen auf einer eingleisigen Strecke östlich von Norwich ein Postzug mit Personenbeförderung und ein verspäteter Schnellzug zusammen, nachdem von den für die Zugsicherung Verantwortlichen mehrere Fehler begangen worden waren. 25 Menschen kamen ums Leben. Aufgrund auch dieses Unfalls entwickelte der Ingenieur Edward Tyer ein erstes elektrisches Zugsicherungssystem, das Electric Tablet System.[8]
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Thorpe
Shipton (England, Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Entgleisung nach Radreifenbruch und Bremsversagen
Am 24. Dezember 1874 brach an einem Wagen des Schnellzuges von London Paddington nach Birkenhead in der Nähe von Shipton-on-Cherwell ein Radreifen aufgrund seiner veralteten Konstruktion. Zudem versagte die Kommunikationsleine zwischen Zug und Lokomotiven und das damals übliche Bremsen von Zügen durch Bremser auf einzelnen Wagen war im Vergleich zur Kraft der Notbremsung durch die der Lokomotiven viel zu schwach. Die meisten Wagen des Zuges entgleisten. Beim Unglück starben 34 Menschen, 65 wurden schwer verletzt. Der Unfall beschleunigte die Umrüstung der Eisenbahnfahrzeuge auf durchgehende Druckluft- oder Vakuumbremsen.
Entgleisung der AMSTETTEN am 19. Oktober 1875
Timelkam (Osterreich KaisertumKaisertum Österreich Österreich) – Entgleisung nach Radreifenbruch
Am 19. Oktober 1875 entgleiste die Lokomotive AMSTETTEN auf der österreichischen Westbahn beim Bahnhof Timelkam zwischen Linz und Salzburg. Ursache war ein Materialfehler. Die Tatsache, dass ein wechselbeanspruchter Werkstoff eine geringere Belastbarkeit aufweist als ein statisch belasteter, war noch nicht bekannt. Dies wurde erst durch August Wöhler entdeckt. Seitdem wird das Verformungs- und Versagensverhalten von Werkstoffen bei zyklischer Beanspruchung im Wöhlerversuch ermittelt.
Balta (Russisches Kaiserreich 1858Russisches Kaiserreich Russland) – Entgleisung während Bauarbeiten
10. Oktoberjul./ 22. Oktober 1875greg. – Zwischen den Bahnhöfen Balta und Birsula entgleiste ein gemischter Zug der Armee. Er beförderte sowohl Rekruten als auch Erdöl. Wegen eines Schneesturms war die Sicht schlecht. Der Lokomotivführer übersah ein Signal, das eine Baustelle schützen sollte, und fuhr in sie hinein. Der Zug entgleiste und stürzte eine 30 m hohe Böschung hinunter. Die Trümmer gerieten in Brand, etwa 70 Menschen starben, 120 wurden verletzt. Der Brand konnte erst nach fünf Tagen gelöscht werden, da ein Durchlass an der Unfallstelle wie ein Kamin wirkte und das Feuer immer wieder anfachte.[9]
Ashtabula-Brücke (Ohio, Vereinigte Staaten 37Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Brückeneinsturz
29. Dezember 1876 – Der Pacific Express von Erie, Philadelphia, fiel beim Einsturz der Brücke über den Ashtabula River 21 Meter tief auf den zugefrorenen Fluss. Die Wagen fingen Feuer und ließen das Eis schmelzen, wodurch einige Wagen im Fluss versanken. 92 Reisende kamen ums Leben, unter ihnen der bekannte religiöse amerikanische Komponist Philip Paul Bliss. Ursache waren Konstruktions- und Baumängel. Es war das bis dahin folgenschwerste Zugunglück in den USA. Das Unglück hatte zur Folge, dass in den USA verbesserte Standards für Brücken, Lastproben und Brückeninspektionen eingeführt wurden.
Der eingestürzte Mittelteil der Firth-of-Tay-Brücke
Firth of Tay (Schottland, Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Brückeneinsturz aufgrund von Planungs- und Baufehlern
28. Dezember 1879 – Bei einem Orkan stürzte ein Teil der drei Kilometer langen Firth-of-Tay-Brücke ein, als ein Schnellzug sie überquerte. Alle 72 Reisenden und Zugbediensteten kamen ums Leben. Theodor Fontane thematisierte das Ereignis in seiner Ballade Die Brück’ am Tay.

1880–1889[Bearbeiten]

Rimutaka (NeuseelandNeuseeland Neuseeland) – Entgleisung durch Windböen
11. September 1880 – Ein Zug von Greytown nach Wellington war in einer Steilstrecke in der Rimutaka Range unterwegs, die mit dem System Fell betrieben wurde. Drei geschobene Wagen wurden durch sehr starke Windböen aus dem Gleis gedrückt und stürzten ab. Da die Kupplung hielt – ebenso wie die Klammerung der Fell-Lokomotive an der Mittelschiene – und das Gewicht der Lokomotive den Absturz des gesamten Zuges verhinderte, gab es nur vier Tote. Es ist der älteste dokumentierte Eisenbahnunfall durch Windeinwirkung.
Cuautla (Mexiko 1867Mexiko Mexiko) – Brückeneinsturz
22. / 24. Juni 1881 – Beim Einsturz einer erst wenige Tage zuvor in Betrieb genommenen neu errichteten Eisenbahnbrücke unter einem fahrenden Zug kamen mehr als 200 Menschen ums Leben und 40 wurden verletzt. Flusswasser hatte die Fundamente der Brücke unterspült.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Cuautla
Honey Creek (Iowa, Vereinigte Staaten 37Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Brückeneinsturz
6. Juli 1881 – Nachdem die Überfahrt einer Lok eine Brücke über den Des Moines River hatte einstürzen lassen – zwei Tote waren die Folge – warnte die damals 17-jährige Kate Shelley (1865–1912) unter dramatischen Umständen und unter Einsatz ihres Lebens einen mit 200 Reisenden besetzten Schnellzug rechtzeitig, der auf die zerstörte Brücke zu fuhr. Mit dieser Tat ging Kate Shelley und die (verhinderte) Eisenbahnkatastrophe in die US-amerikanische Folklore ein.
Hugstetten (Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich) – Entgleisung
3. September 1882 – Bei Hugstetten an der Strecke Freiburg im Breisgau–Colmar entgleiste ein mit 1200 Reisenden besetzter Sonderzug. 64 Menschen starben, 225 wurden verletzt. Durch ungenügende Bremsung geriet der von einer Lok der Gattung X c (alt) gezogene Zug im Gefälle außer Kontrolle und entgleiste bei einer Geschwindigkeit von 70 km/h. Wegen des schlechten Oberbaus waren auf diesem Abschnitt nur 50 km/h zugelassen.
Steglitz (Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich) – Personenunfall
2. September 1883 – Im Bahnhof Steglitz geriet eine Menschenmenge von etwa 300 Personen, die einen Zug nach Berlin erreichen wollte, außer Kontrolle. Die Reisenden „stürmten“ den Zug über das Gleis der Gegenrichtung, auf dem zeitgleich ein Eilzug nach Magdeburg einfuhr. 39 Tote waren die Folge. Der Unfall beschleunigte den Bau von Bahnsteigtunneln auf preußischen Hauptbahnen.
Chatsworth (Illinois, Vereinigte Staaten 37Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Brückeneinsturz
10. August 1887 – Eine durch Brand zuvor beschädigte Holzfachwerkbrücke brach zusammen, als sie ein Zug der Toledo, Peoria and Western Railroad (TP&W) überquerte, der von Peoria mit 700 Reisenden zu den Niagarafällen unterwegs war. Der Unfall hatte zwischen 81 und 85 Toten zur Folge und die Zahlen zu den Verletzten schwanken zwischen 169 und 372.
Ineinander geschobene Personenwagen nach dem Unfall von Mud Run
Mud Run (Pennsylvania, Vereinigte Staaten 37Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Auffahrunfall nach missachtetem Signal
10. Oktober 1888 – Das Lokpersonal eines Zuges überfuhr ein „Halt“ gebietendes Signal und fuhr auf einen anderen Zug auf, der ebenfalls vor einem Signal wartete. Die letzten drei Wagen des vorderen Zuges wurden ineinander geschoben. 66 Menschen starben, 50 wurden verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Mud Run
Verunglückter Hofzug des Zaren
Borki (Russisches Kaiserreich 1883Russisches Kaiserreich Russland) – Entgleisung des Hofzugs
17. Oktoberjul./ 29. Oktober 1888greg. – Der von zwei Lokomotiven gezogene Hofzug des Zaren Alexander III. entgleiste auf der Fahrt von der Krim nach St. Petersburg südlich von Charkow. 23 Reisende starben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Borki
Armagh (Nordirland, Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Entlaufene Personenwagen
12. Juni 1889 – Ein Sonderzug von Armagh Richtung Warrenpoint blieb kurz vor dem Ende einer Steigung liegen. Beim Versuch, den Zug in der Steigung zu teilen, entliefen zehn Wagen und stießen auf den nachfolgenden Planzug. 81 Tote und 260 Verletzte, darunter sehr viele Kinder, waren die Folge.
Als Konsequenz aus dieser Katastrophe verabschiedete das Parlament des Vereinigten Königreichs ein Gesetz, das verpflichtend selbsttätige Bremsen, Fahren im Raumabstand, Zugmeldeverfahren und die Signalabhängigkeit der Weichen verbindlich vorschrieb.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Armagh

1890–1899[Bearbeiten]

Münchenstein
Münchenstein (SchweizSchweiz Schweiz) – Einsturz der Eisenbahnbrücke
14. Juni 1891 – Unter einem aus Basel kommenden Extrazug brach die Eisenbahnbrücke der Jurabahn über die Birs unterhalb des Dorfes Münchenstein zusammen. 78 Personen kamen dabei ums Leben, 171 wurden verletzt.
Thompson (Connecticut, Vereinigte Staaten 37Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Massenkarambolage von vier Zügen nach Fahrdienstleiterfehler
4. Dezember 1891 – Auf einer zweigleisigen Strecke wurden zwei Güterzüge durch einen Fahrdienstleiterfehler in eine Frontalkollision verwickelt, die Züge entgleisten und versperrten auch den Fahrweg auf dem Gleis der Gegenrichtung. Dort hinein fuhren innerhalb weniger Minuten zunächst der Long Island & Eastern States Express von New York City nach Boston und in diesen dann der Norwich Steamboat Express von New London nach Boston. Alle vier Lokomotiven, ein Schlafwagen, ein Gepäckwagen und etwa 450 m Gleis wurden zerstört. Außer zwei Eisenbahnern auf einer der Lokomotiven gab es erstaunlicherweise keine Toten, jedoch mehrere hundert Verletzte. Dies war einer der wenigen Eisenbahnunfälle in die vier Züge verwickelt waren.
Unfall am Gare Montparnasse
Paris (Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Frankreich) – Zug überfuhr Gleisende im Kopfbahnhof
22. Oktober 1895 – Um 15:55 Uhr fuhr ein Zug von Granville über das Gleisende des Kopfbahnhofs Gare Montparnasse von Paris hinaus, fuhr über den Perron und durchschlug die Glaswand des Bahnhofs, bis die Lok auf der ein Stockwerk tiefer liegenden Straße vor dem Bahnhof zum Stehen kam. Eine Zeitungsverkäuferin wurde getötet, sechs Menschen verletzt. Der Lokführer hatte den Zug zu spät gebremst. Das Foto von der abgestürzten Lokomotive wurde weltberühmt.
Victoria (British Columbia Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Brückeneinsturz wegen überladenen Zuges
26. Mai 1896 – Unter einer mit 143 Reisenden überfüllten Straßenbahn der Consolidated Electric Railway Company stürzte die Point Ellice Bridge wegen des zu hohen Gewichts in den Gorge River. 55 Menschen kamen dabei ums Leben.[10]
Atlantic City (New Jersey, Vereinigte Staaten 45Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten}) – Flankenfahrt nach Fahrdienstleiterfehler
30. Juli 1896 – Der Unfall ereignete sich auf einer niveaugleichen Kreuzung einer Eisenbahnstrecke der West Jersey Railroad mit einer Eisenbahnstrecke der Reading Railroad westlich von Atlantic City. Der Fahrdienstleiter gab „freie Fahrt“ für einen zweiten Zug, bevor der erste die Kreuzung überfahren hatte. 50 Tote und 60 Verletzte waren die Folge.
Crush (Texas, Vereinigte Staaten 45Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten}) – Kesselexplosion bei Eisenbahnspektakel
15. September 1896 – Ein als öffentliche Veranstaltung der Missouri-Kansas-Texas Railroad aufwändig geplanter und inszenierter Frontalzusammenstoß zweier Güterzüge. Mit den Kesselexplosionen beider Lokomotiven geriet das Ereignis außer Kontrolle. Herumfliegende Trümmer töteten drei Zuschauer, weitere wurden verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Crush

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

1900–1909[Bearbeiten]

Mühlheim am Main (Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich) – Auffahrunfall
8. November 1900 – Ein Personenzug fuhr zwischen den Bahnhöfen Mühlheim am Main und Offenbach am Main auf einen Schnellzug auf, die Trümmer gerieten in Brand, entzündet vom Gas der Beleuchtung. 12 Tote und 4 Verletzte waren die Folge. Der Unfall beschleunigte die Einführung Elektrischen Lichts in Reisezugwagen.
Liverpool (England, Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Brand nach Kurzschluss
Am 22. Dezember 1901 geriet zunächst der Motor eines Elektrotriebwagens im Zufahrtstunnel zu dem unterirdischen Bahnhof Liverpool-Dingle in Brand, der Zug blieb im Tunnel liegen und ging dann insgesamt in Flammen auf. Bei diesem ersten schweren Unfall durch den Betrieb einer elektrischen Eisenbahn starben sechs Menschen, zahlreiche wurden verletzt.
Zschortau (Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich) – Bruch einer Tenderachse
Am 5. Mai 1902 entgleiste bei Zschortau der D-Zug 21 auf der Fahrt von München Hauptbahnhof nach Berlin Anhalter Bahnhof. Der Zug bestand aus fünf D-Zugwagen und einem Bahnpostwagen. Die ersten beiden Wagen wurden ineinander geschoben, die übrigen drei Wagen waren umgeworfen, nur der Bahnpostwagen blieb im Gleis. Bei dem Unfall wurden zwei Reisende getötet, darunter auch der bayrische nationalliberale Reichstagsabgeordnete Johann Friedel.
Paris (Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Frankreich) – Panik nach Brand eines Métrozuges
Am 10. August 1903 wurde versucht, einen brennenden Métrozug auf der Métrolinie 2 durch die Tunnelstrecke abzuziehen. Dies misslang und die Evakuierung eines folgenden Zuges, der im Bahnhof Couronnes aufgehalten wurde, klappte nicht richtig, weil viele der verärgerten Fahrgäste sich weigerten, auszusteigen. Als dann der Brand des vorderen Zuges die Stromleitung beschädigte, die auch die Beleuchtung des Bahnhofs Couronnes versorgte und zugleich dichter Rauch von dem brennenden Zug aus dem Tunnel quoll, brach Panik aus. Insgesamt kamen dabei 84 Menschen ums Leben.
Unglücksstelle in Danville
Danville (Virginia, Vereinigte Staaten 45Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Entgleisung durch überhöhte Geschwindigkeit
Am 27. September 1903 verunglückte der Zug 97 der Southern Railway, genannt „Old 97“, aufgrund überhöhter Geschwindigkeit. Nach unterschiedlichen Angaben wurden neun[11] bzw. elf[12] Menschen getötet, darunter das Lokpersonal und Postangestellte in einem Postwagen hinter der Lok. Das Zugunglück inspirierte zum Countrylied „Wreck of the Old 97“.
Connellsville (Pennsylvania, Vereinigte Staaten 45Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Entgleisung durch verlorenes Ladegut
Am 23. Dezember 1903 entgleiste der Duquesne Limited der Baltimore and Ohio Railroad, als er in Baumstämme fuhr, die zuvor ein Güterzug, der auf dem Gleis der Gegenrichtung gefahren war, verloren hatte. 64 Menschen starben, 68 wurden verletzt.
Eden (Colorado, Vereinigte Staaten 45Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Sturzflut reißt Zug mit
Am 7. August 1904 wurden eine Brücke und ein darüber fahrender Zug der Missouri Pacific Railroad nördlich von Pueblo durch eine Sturzflut in einen Wadi gespült. 111 Menschen kamen dabei ums Leben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Eden
New Market (Tennessee, Vereinigte Staaten 45Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Frontalzusammenstoß wegen missachteten schriftlichen Fahrbefehls
Die Kollision am 24. September 1904 hatte – je nach Quelle – zwischen 56 und 113 Todesopfer und zwischen 106 und 125 Verletzte zur Folge.
Spremberg (Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich) – Frontalzusammenstoß
7. August 1905 : Nach einem Fehler des alkoholisierten Fahrdienstleiters kam es zum Zusammenstoß des D 113 BerlinHirschberg mit dem Nachzug D 112 Hirschberg–Berlin auf eingleisiger Strecke. 19 Menschen starben, 40 wurden schwer verletzt.[13] Das Unglück war das schwerste in einer Reihe alkoholbedingter Unfälle. Noch im selben Jahr wurde der Alkoholgenuss im Dienst verboten und dafür gesorgt, dass an den Stationen alkoholfreie Getränke vorrätig waren.
Regenstauf (Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich) – Auffahrunfall
Am 1. Mai 1906 wurde bei Regenstauf der Nachtzug München–Berlin (D 21) in einen Auffahrunfall verwickelt.[14] Durch eine falsch gestellte Weiche fuhr er auf einen Güterzug auf, den er eigentlich überholen sollte. Prominenter Fahrgast des Zuges war Thomas Mann, der das Geschehen in der Erzählung Das Eisenbahnunglück – veröffentlicht 1909 – verarbeitete.[15]
Hauptartikel: Das Eisenbahnunglück
Bergung eines der Wagen nach dem Eisenbahnunfall in Atlantic City 1906
Atlantic City (New Jersey, Vereinigte Staaten 45Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Entgleisung auf einer Zugbrücke
Am 28. Oktober 1906 entgleiste ein Elektrotriebwagen aufgrund eines technischen Fehlers auf einer Zugbrücke vor dem Bahnhof von Atlantic City. Der Zug stürzte von der Brücke. 53 Menschen ertranken, auch weil alle Türen der Wagen verschlossen waren.
Terra Cotta (Washington, D.C., Vereinigte Staaten 45Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Auffahrunfall
Am 30. Dezember 1906 fuhr in dem Haltepunkt Terra Cotta am Stadtrand von Washington, D.C., ein Leerzug in einen haltenden Personenzug, dessen hölzerne Wagen von der Lokomotive des Leerzuges zertrümmert wurden. 53 Tote waren die Folge. Ursache waren schlechte Sicht, eine je nach Tageszeit wechselnde Signalisierung auf der Strecke, ein überfahrenes „Halt“ gebietendes Signal und übermüdetes Personal. Infolge des Unfalls verbot die Interstate Commerce Commission, hölzerne Reisezugwagen in Betrieb zu nehmen.
Züllichau (Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich) – Kollision zwischen Zug und Kraftfahrzeug
Am 28. Oktober 1909 stießen an einem unbeschrankten Bahnübergang an der Bahnstrecke Züllichau–Wollstein (heute: SulechówWolsztyn) ein Kraftfahrzeug und ein Güterzug zusammen. Es gab vier Tote. Dies war der früheste in der Literatur dokumentierte Zusammenstoß mit Todesopfern zwischen einem Kraftfahrzeug und einem Zug.

1910–1919[Bearbeiten]

Wellington (Washington, Vereinigte Staaten 46Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Lawinenunglück
Am 1. März 1910 starben 96 Menschen beim Abgang einer Lawine in Wellington (Washington) in den Cascade Mountains. Zwei Züge der Great Northern Railway wurden dort durch heftigen Schneefall festgehalten, da die Strecke unpassierbar war. Ein plötzlicher Wetterumschwung löste eine Schneelawine aus, welche die im Bahnhof abgestellten Züge in den 50 Meter tiefer fließenden Tye River riss.
Rogers Pass (British Columbia, Kanada 1868Kanada Kanada) – Lawinenunglück
Am 4. März 1910 starben beim Abgang einer Lawine am Rogers Pass 62 Eisenbahner, die dabei waren, die Eisenbahnstrecke der Canadian Pacific Railway über den Rogers Pass vom Schnee einer zuvor herab gegangenen Lawine zu befreien. In der Folge forcierte die Bahngesellschaft den Bau des Connaught-Tunnels, der den Pass unterfährt.
Spring Creek Township (Iowa, Vereinigte Staaten 46Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Entgleisung aus unbekannter Ursache
Am 21. März 1910 entgleiste hier ein Zug. Zwei hölzerne Reisezugwagen dieses Zuges, der in Sandwichbespannung fuhr, wurden dabei zwischen führender und der schiebender Lokomotive sowie durch Wagen in Stahlbauart zertrümmert. 52 Menschen kamen – ausschließlich in den hölzernen Wagen – ums Leben.
Müllheim (Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich) – Alkoholbedingte Entgleisung wegen überhöhter Geschwindigkeit in einer Baustelle
17. Juli 1911 – Der Lokführer des aus Mailand kommenden D 9 durchfuhr eine aufgrund einer Baustelle eingerichtete Langsamfahrstelle im Bahnhof Müllheim (Baden) statt mit 20 km/h mit 100 km/h, weil er vorher größere Mengen Wein und Bier getrunken hatte. Der Zug entgleiste. 14 Tote und 32 zum Teil Schwerverletzte waren die Folge. In dem anschließenden Strafprozess ging es erstmals um die Frage, ob und gegebenenfalls wie Alkoholkonsum die Reaktionsfähigkeit einschränken und die Fahrtüchtigkeit vermindern kann, was damals völliges Neuland war.
Ephesos (Osmanisches Reich 1844Osmanisches Reich Osmanisches Reich) Unfall
22. Oktober 1912 – Die außerordentlich widersprüchlichen Aussagen über das Unfallgeschehen lassen nicht eindeutig erkennen, wie der Unfall ablief. Mehr als 200 Soldaten eines Militärtransports kamen ums Leben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Ephesos
Erzsébetváros (Ungarn 1867Ungarn Ungarn) – Auffahrunfall durch unterlassene Sicherungsmaßnahmen
5. Februar 1913 – Bei Erzsébetváros (heute Dumbrăveni) fuhr nachts der Schnellzug 601 der ungarischen Staatsbahn von Bukarest kommend auf einen außerplanmäßig haltenden Güterzug auf und zerstörte dabei Kesselwagen, die mit Petroleum betankt waren, das sofort in Brand geriet. Drei Tote waren die Folge. Der im letzten Wagen des Schnellzuges nach Berlin zurückreisende Prinz Eitel Friedrich von Preußen, zweiter Sohn Kaiser Wilhelm II., blieb unverletzt.
Sarry (Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Frankreich) – Absturz nach Brückensprengung
17. September 1914 – Französisches Militär sprengte eine Brücke über die Marne bei Sarry, ohne die zuständigen Eisenbahner zu verständigen oder die Strecke selbst zu sichern. Ein Lazarettzug stürzte in die entstandene Lücke. 57 Menschen kamen ums Leben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Sarry
Guadalajara (Mexiko 1893Mexiko Mexiko) – Entgleisung
24. Januar 1915 – Bei Guadalajara geriet ein Zug in einem Gefälle außer Kontrolle. Er stürzt in eine Schlucht, wobei mehr als 600 Menschen sterben.
Montemorelos (Mexiko 1893Mexiko Mexiko) – Unfall
6. Mai 1915 – Im Zuge der Mexikanischen Revolution verunglückte bei Montemorelos am 6. Mai 1915 ein Transportzug für Truppen des Revolutionsführers und Präsidenten Venustiano Carranza. Etwa 300 Menschen kamen ums Leben.[16]
Quintinshill (Schottland, Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Dreifachzusammenstoß, bei dem fünf Züge zerstört wurden
22. Mai 1915 – Im Betriebsbahnhof Quintinshill kam es zu einem Frontalzusammenstoß eines Lokalzuges, der für das Überholen durch zwei Schnellzüge vorübergehend auf das Gleis der Gegenrichtung gestellt worden war, und einem Militärzug. Der Lokalzug musste auf das Gleis der Gegenrichtung ausweichen, weil die Überholgleise für Güterzüge benötigt wurden. Er wurde vom Stellwerksmitarbeiter vergessen, der in das Gleis einen Truppentransportzug einfahren ließ. Nach der Frontalkollision blockierten die Trümmer auch das Gleis der Gegenrichtung, in das der zweite Schnellzug hineinfuhr. Durch ausströmendes Gas der Gasbeleuchtung gerieten die Trümmer in Brand und entzündeten auch die beiden Güterzüge, die auf den Überholgleisen warteten. 230 Menschen wurden getötet, 246 verletzt und fünf Züge zerstört. Es ist bis heute der folgenschwerste Eisenbahnunfall in Großbritannien.
Boston (Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Sturz von einer offenen Zugbrücke
7. November 1916 – Eine stark besetzte Straßenbahn stürzte in Boston, Massachusetts, aufgrund der Unaufmerksamkeit des Fahrers und mangelhafter technischer Sicherungen in den Fort Point Channel, wobei etwa 50 Fahrgäste ums Leben kamen, nur neun Menschen aus dem Fahrzeug überlebten. Dies war einer der schwersten Straßenbahnunfälle weltweit.
Bicske (Ungarn 1867Ungarn Ungarn) – Flankenfahrt
1. Dezember 1916 – Im Bahnhof von Bicske, Ungarn, stießen ein Zug mit Gästen, die von den Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Kaiser Franz Joseph I. aus Wien nach Budapest zurückfuhren, und ein Zug in der Gegenrichtung mit Ziel Graz zusammen. 69 Menschen starben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Bicske
Ciurea (Rumänien KonigreichRumänien Rumänien) – Entgleisung wegen überhöhter Geschwindigkeit
13. Januar 1917 – Ein mit Flüchtlingen und verletzten Soldaten völlig überbesetzter Zug, dessen Bremse versagte, entgleiste an der Einfahrweiche, nachdem er aus einem 15 km langen Gefälle mit völlig überhöhter Geschwindigkeit in den Bahnhof Ciurea einfuhr. Beide Lokomotiven und 24 Wagen verkeilten sich ineinander, fingen Feuer und brannten aus. Der Unfall forderte – je nach Quelle – zwischen 600 und 1.000 Todesopfer.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Ciurea
Nannhofen (Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich) – Flankenfahrt
Am 17. April 1917 fuhr der D 53 UlmMünchen im Bahnhof Nannhofen bei Schneegestöber gegen 22 Uhr in den rangierenden Eilgüterzug mit Personenbeförderung Nr. 926. 30 Menschen starben, 80 wurden meist schwer verletzt. Ursache war, dass die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen statt eines grünen Lichts für „Fahrt frei“ immer noch weißes Licht verwendeten, der Lokführer wegen der schlechten Sicht das rot zeigende „Halt“ gebietende Signal nicht wahrnehmen konnte und die Beleuchtung des kreuzenden Zuges irrtümlich als weißes Licht, das „Fahrt frei“ anzeigte, wahrnahm.
Rudnik nad Sanem (Osterreich KaisertumKaisertum Österreich Österreich) – Explosion
Am 17. Juli 1917 explodierte ein im Bahnhof von Rudnik nad Sanem abgestellter Munitionszug des österreichisch-ungarischen Militärs. 59 Menschen starben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Rudnik
Saint-Michel-de-Maurienne (Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Frankreich) – Entgleisung im Gefälle
12. Dezember 1917 – Im Gefälle der Nordrampe der Mont-Cenis-Bahn geriet ein schwerer Militärzug mit fast 1.000 Soldaten auf Weihnachtsurlaub außer Kontrolle, weil er nur mit einer Lokomotive bespannt war und die Bremskraft nicht ausreichte. Kurz vor dem Bahnhof Saint-Michel-de-Maurienne entgleiste der Zug bei völlig überhöhter Geschwindigkeit in einem Geländeeinschnitt und die Trümmer gerieten sofort in Brand. Die Zahl der Toten wird auf 700 geschätzt. Der Unfall gilt bis heute als derjenige durch Eisenbahnbetrieb verursachte mit der höchsten Zahl von Todesopfern weltweit.
Hammond (Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Auffahrunfall wegen eingeschlafenem Lokomotivführer
22. Juni 1918 – Auffahrunfall in der Nähe von Hammond, Indiana, bei dem ein Leerzug, dessen Lokführer eingeschlafen war, in das Ende des Zuges des Circus Hagenbeck-Wallace fuhr, der außerplanmäßig gehalten hatte. 86 Tote und 127 Verletzte waren die Folge.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Hammond
Die zerstörten Züge nach dem Frontalzusammenstoß bei Nashville
Nashville (Tennessee, Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Frontalzusammenstoß nach Fehlern sowohl des Zugpersonals als auch eines Stellwerks
9. Juli 1918 – Aufgrund dieser zwei kumulierenden Fehler fuhr ein Zug in einen eingleisigen Streckenabschnitt ein, bevor der entgegenkommende Zug ihn verlassen hatte. 101 Menschen kamen ums Leben, 171 wurden verletzt. Die hohe Zahl der Toten war unter anderem wieder auf Reisezugwagen hölzerner Bauart zurückzuführen, die völlig zertrümmert wurden. Dieser Unfall ist der schwerste in der Geschichte der US-amerikanischen Eisenbahn.
Getå (SchwedenSchweden Schweden) – Erdrutsch
Unglück von Getå
1. Oktober 1918 – Das schwerste Eisenbahnunglück Schwedens wurde durch eine Naturkatastrophe verursacht. Durch einen Erdrutsch in Getå (heute Teil von Norrköping) entgleiste ein Zug, wobei mindestens 42 Reisende getötet und ebenso viele verletzt wurden.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Getå
New York (Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Entgleisung im Tunnel wegen überhöhter Geschwindigkeit
1. November 1918 – Bei der Einfahrt in den heutigen U-Bahnhof Prospect Park der New Yorker U-Bahn in Flatbush, Brooklyn, durchfuhr ein Zug der Brooklyn Rapid Transit Company (BRT) eine enge S-Kurve mit dem fünffachen der zulässigen Geschwindigkeit. Zwei Wagen wurden aus der Kurve getragen und an der Wand des Tunnels zertrümmert. Hauptursache für den Unfall war die mangelnde Qualifikation des wegen eines Streiks hilfsweise eingesetzten Fahrers. Mindestens 93 Menschen kamen ums Leben, über 100 weitere wurden verletzt.
Unfall von Malbone Street
Rakos (Ungarn 1867Ungarn Ungarn) – Achsbruch
4. November 1918 – An einem Wagen eines Militärzuges brach beim Durchfahren des Bahnhofs Rakos (heute: Slowakei) eine Achse. Der Wagen und zwei weitere stürzten um. Während der vordere Zugteil bremste, fuhr der hintere auf den vorderen auf. Etwa 60 Soldaten kamen ums Leben, weitere 180 wurden verletzt.[17]
Sternthal (Osterreich KaisertumKaisertum Österreich Österreich) – Entgleisung
Vermutlich aufgrund eines Achsenbruches entgleiste in der Nacht vom 5. auf den 6. November 1918 zwischen Sternthal und Pettau ein überwiegend mit ungarischen Soldaten beladener Heimkehrerzug, wobei mindestens 63 Menschen starben und mindestens 121 weitere verletzt wurden.
Hamont (BelgienBelgien Belgien) – Explosion eines Munitionstransports
Am 19. November 1918 explodierte in Hamont während des Rückzugs der deutschen Armee nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg ein Munitionstransportzug inmitten von Lazarettzügen und eines zweiten Munitionstransports. Je nach Quelle 1007 oder 1750 Tote.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Hamont
Kranowitz (Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich) – Flankenfahrt und Brand
Am 24. Oktober 1919 fuhr im deutschen Grenzbahnhof Kranowitz an der Strecke Troppau – Ratibor die Lok des aus der Tschechoslowakei kommenden Personenzugs P 1002 der zu weit vorgefahrenen Lok eines Güterzugs in die Flanke. Ein ausbrechender Brand, genährt von geschmuggeltem Alkohol, verbreitete sich schnell im Zug. Die Angaben zu den Unfallopfern schwanken erheblich: Die Zahl der Toten zwischen 25 und 60 und die der Verletzten zwischen 80 und 130.

1920–1929[Bearbeiten]

Moradabad, (Britisch-IndienBritisch-Indien Britisch-Indien) – Auffahrunfall eines Schnellzuges auf einen Güterzug
28. April 1920 – 150 Menschen starben, als ein Schnellzug auf einen Güterzug auffuhr und einige Personenwagen in Brand gerieten.
Abermule (Wales, Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich) – Frontalzusammenstoß zweier Reisezüge
21. Januar 1921 – Kurz nach 12 Uhr kollidierte bei Abermule in Wales der Schnellzug AberystwythManchester mit einem Personenzug aus Whitchurch. An den Folgen starben 17 Menschen, ungefähr 20 wurden verletzt. Ursache des Unfalls war grobe Fahrlässigkeit der Eisenbahner in Abermule und des Personals, das den Personenzug fuhr. Das Eisenbahnunglück von Abermule diente in den folgenden Jahren als Lehrbeispiel dafür, dass auch das bewährte und verbreitete Electric Tablet System durch Nachlässigkeit und mangelnde Verständigung wirkungslos werden kann und blieb deshalb bis heute im öffentlichen Bewusstsein.
Oyashirazu (JapanJapan Japan) – Lawinenunfall
3. Februar 1922 – Nach schwerem Schneefall wurden zwischen den Bahnhöfen Oyashirazu und Ome durch eine Lawine vier Personenwagen eines Zuges zertrümmert. Dabei starben 90 Menschen, 42 wurden darüber hinaus verletzt.
Kreiensen (Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich) – Auffahrunfall
Am 31. Juli 1923 fuhr der D 88 Hamburg–München auf seinen wegen eines Maschinenschadens im Bahnhof außerplanmäßig haltenden Vorzug auf. 48 Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben, 39 weitere wurden verletzt. Der spätere Nobelpreisträger Gerhard Domagk entkam dem Unfall durch einen Zufall: Er hatte den Zug kurz vor dem Zusammenprall verlassen.
Nebukawa (JapanJapan Japan) – Erdrutsch
1. September 1923 – Ein Erdrutsch – ausgelöst durch das Große Kantō-Erdbeben – traf den Bahnhof Nebukawa und einen dort einfahrenden Zug. 112 Reisende starben, 13 wurden verletzt. Dies war nur einer von zwölf Eisenbahnunfällen, die dieses Erdbeben verursachte.
Bellinzona (SchweizSchweiz Schweiz) – Zusammenstoß
Am 23. April 1924 stießen im Bahnhof Bellinzona die Schnellzüge 70 und 51b zusammen. Ursache war die Kumulation von vier Fehlern unterschiedlicher Eisenbahner im Zusammenhang mit der Zugsicherung. Ein deutscher Personenwagen mit Gasbeleuchtung, der in einem der Züge mitlief, geriet dabei in Brand. 15 Menschen starben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Unter den Toten befand sich auch der ehemalige deutsche Vizekanzler und Reichsminister Karl Helfferich. Als Folge des Unfalls wurden Wagen mit Gasbeleuchtung in der Schweiz verboten und die Entwicklung der Integra-Signum-Zugsicherung angestoßen.
Otaru (JapanJapan Japan) – Explosion
27. Dezember 1924 – Im Bahnhof von Otaru auf Hokkaido, Japan, explodierte nach Berichten der Zeitungen Mainichi und Yomiuri Shimbun ein Güterzug, der Dynamit geladen hatte. 94 Tote waren die Folge. Dabei wurden auch Bahnhof und Hafenanlagen zerstört.[18]
San José (Costa RicaCosta Rica Costa Rica) – Entgleisung
14. März 1926 – Der überfüllte Zug entgleiste in der Kurve unmittelbar vor der Brücke über den Río Virilla in Costa Rica wegen einer unzureichend befestigten Schiene. Ein Wagen stürzte mehr als 60 Meter in die Tiefe. 248 Menschen starben, 93 wurden verletzt.
Rickentunnel (SchweizSchweiz Schweiz) – Tunnelunfall
4. Oktober 1926 – In dem 8,6 km langen Rickentunnel zwischen Wattwil und Kaltbrunn kam infolge mangelnder Dampfentwicklung ein Güterzug zum Stehen. Grund war die mangelhafte Qualität der Briketts, die als Heizmaterial für die Dampflokomotive verwendet wurden, und das Fehlen einer Entlüftung im Tunnel. Die sechs Beamten auf dem Zug erstickten an Kohlenmonoxid, ebenso drei Eisenbahner der ersten Rettungsmannschaft. Die Strecke wurde darauf innerhalb eines halben Jahres elektrifiziert.
Buir (Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich) – Entgleisung eines Schnellzugs
25. August 1929 – Der D 23 Paris Gare du NordWarschau entgleiste bei der Einfahrt in den Bahnhof Buir an der Bahnstrecke Köln–Aachen, als er mit weit überhöhter Geschwindigkeit über eine abbiegende Weiche fuhr. Der Lokführer war nicht korrekt über die außerplanmäßige Einfahrt in ein Überholgleis unterrichtet. Der zweite Flügel des Einfahrsignals, das dies anzeigte, war in dem Moment, als der Lokführer es wahrnahm, durch das Geländer einer Brücke verdeckt. Vorsignale hatten damals noch keine besondere Anzeige für „Langsamfahrt zu erwarten“. Der Zug überfuhr die abzweigende Weiche, die nur für 50 km/h ausgelegt war, mit 100 km/h und entgleiste. 13 Reisende wurden getötet, 40 verletzt. Infolge des Unfalls wurden die Verzeichnisse über vorübergehende Langsamfahrstellen (La) und das dreibegriffige Vorsignal eingeführt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Buir

1930–1939[Bearbeiten]

Moskau (Sowjetunion 1923Sowjetunion Sowjetunion) – Sicherungsfehler
2. Januar 1932 – Nachdem ein voll besetzter Vorortzug einen Fußgänger überfahren hatte, hielt er an, um die Leiche zu bergen. Dabei wurde versäumt, den Zug zu sichern. Der folgende Zug fuhr mit etwa 80 km/h in den stehenden Zug hinein und zertrümmerte sechs Wagen. Verletzte Reisende wurden über das parallele Gleis der Gegenrichtung evakuiert. In sie fuhr eine dritte Lokomotive. Bei dem Vorfall starben 68 Menschen.[19]
Luzern (SchweizSchweiz Schweiz) – Zusammenstoß
Am 13. Dezember 1932 stieß der Regionalzug Luzern–Meggen mit dem internationalen Schnellzug Stuttgart–Zürich–Luzern im Gütschtunnel vor Luzern zusammen. Dabei wurden sechs Menschen getötet und über zehn Personen verletzt. Dieser Unfall bewirkte die schweizweite Einführung der Integra-Signum-Zugsicherung.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Luzern
Lagny (Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Frankreich) – Auffahrunfall
23. Dezember 1933 – Von zwei Schnellzügen der Compagnie des chemins de fer de l'Est, die beide von Paris Gare de l’Est nach Osten fuhren, musste der vordere wegen eines Vorsignals, das „Halt erwarten“ signalisierte, abbremsen. Der Lokführer des folgenden Zuges übersah das den ersten deckende Signal und seine Lokomotive zertrümmerte die fünf letzten Wagen mit hölzernen Wagenkästen des voranfahrenden Zuges. Bei dem Unfall starben 204 Menschen und es gab 120 Verletzte. Dies war einer der verlustreichsten Eisenbahnunfälle in Friedenszeiten.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Lagny
Bihta (IndienIndien Indien) – Entgleisung
16. Juli 1937 – Der Schnellzug DelhiKalkutta entgleiste bei Bihta, Bihar, in Indien. 119 Menschen starben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Bihta
Martorell (Spanien 1873Spanien Spanien) – Frontalzusammenstoß
September, 1938 – Aufgrund eines Signaldefekts und schlechter Sicht stießen zwei Züge bei Martorell in einer Kurve frontal zusammen. 65 Tote waren die Folge.[20]
Barbacena (Brasilien 1889Brasilien Brasilien) – Zusammenstoß
19. Dezember 1938 – Zusammenstoß eines Güter- und eines Personenzuges bei Barbacena im Bundesstaat Minas Gerais in Brasilien. Die hölzernen Personenwagen wurden zertrümmert und fingen Feuer. Dabei kamen mindestens 82 Menschen ums Leben.[21]
Chișinău (Rumänien KonigreichRumänien Rumänien) – Zusammenstoß
25. Dezember 1938 – In der Nähe von Chișinău im heutigen Moldawien stießen in einem Schneesturm zwei Personenzüge zusammen. 93 Menschen wurden getötet, 340 verletzt.[22]
Denkmal für den Eisenbahnunfall im Bahnhof Genthin
Genthin (Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich) – Auffahrunfall
22. Dezember 1939 – Nachdem der Lokführer des D 180 bei nebligem Wetter das „Halt“ zeigende Blocksignal der Blockstelle Kade überfahren hatte, fuhr der D 180 von Berlin Potsdamer Bahnhof nach Neunkirchen (Saar) Hauptbahnhof auf den D 10 von Berlin Potsdamer Bahnhof nach Köln Hauptbahnhof, der im Bahnhof Genthin aufgrund eines Missverständnisses gehalten hatte, mit etwa 90 km/h auf. 186 Tote und 453 Verletzte waren zu beklagen. Es ist der – gemessen an der Zahl der Todesopfer – bis heute folgenschwerste Eisenbahnunfall in Deutschland.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Genthin
Markdorf (Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich) Frontal-Zusammenstoß
22. Dezember 1939 – Der Frontal-Zusammenstoß eines Güterzugs und eines stark besetzten Personenzugs auf der eingleisigen Bodenseegürtelbahn forderte 101 Todesopfer und 47 Verletzte. Die Fahrdienstleiter der benachbarten Bahnhöfe Markdorf und Kluftern hatten beide je einen Zug in den Streckenabschnitt fahren lassen, ohne das vorgeschriebene Zugmeldeverfahren einzuhalten.

1940–1949[Bearbeiten]

Zugunglück in Ajikawaguchi, Osaka, im Januar 1940
Ōsaka (JapanJapan Japan) – Entgleisung und Brand
29. Januar 1940 – Auf dem Bahnhof Ajikawaguchi in Ōsaka geriet ein verunfallter Vorortzug in Brand. 190 Reisende wurden getötet. Dies war der Eisenbahnunfall mit der höchsten Zahl von Todesopfern in Japan.
Isenbüttel-Gifhorn (Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich) – Auffahrunfall
22. Januar 1941 – Ein Güterzug fuhr im Bahnhof Isenbüttel-Gifhorn (heute: Bahnhof Gifhorn) auf einen außerplanmäßigen stehenden Zug der Wehrmacht mit rund 1000 belgischen Kriegsgefangenen auf. 122 Menschen wurden getötet, 80 schwer verletzt.
Aboshi (JapanJapan Japan) – Auffahrunfall
16. September 1941 – Auf einen Nahverkehrszug, der im Bahnhof Aboshi in Himeji (Präfektur Hyōgo in Japan) gehalten hatte, fuhr ein Schnellzug mit 85 km/h auf. Mindestens 65 Tote und 110 Verletzte waren die Folge.[23]
Frankford Junction Philadelphia (Pennsylvania, Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Heißläufer mit anschließender Entgleisung
6. September 1943 – 79 Menschen starben, über 117 wurden verletzt, einige schwer, als nach einem Heißläufer am Congressional Limited der Pennsylvania Railroad im Stadtgebiet von Philadelphia die Achse eines Personenwagens bei hoher Geschwindigkeit brach. Der Zug entgleiste und zwei Wagen rammten eine Signalbrücke.
Tsuchiura (JapanJapan Japan) – Zweifacher Auffahrunfall
29. Oktober 1943 – Aufgrund defekter Zugsicherungsanlagen im Bahnhof Tsuchiura an der Jōban-Linie geriet eine Gruppe von Güterwagen beim Rangieren auf das Durchgangsgleis und wurde dort von einem zweiten Güterzug gerammt. In die Trümmer fuhr ein Personenzug. 57 Menschen starben, 77 wurden verletzt.
Rennert (North Carolina, Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Entgleisung und Zusammenstoß
Am 16. Dezember 1943 – Zwei nach einem Schienenbruch bei Rennert, North Carolina, entgleiste Wagen des Taniami Champion von New York City nach Florida ragten in das das Lichtraumprofil des Gleises der Gegenrichtung. Aufgrund ungenügender Sicherung dieses zweiten Gleises fuhr der Gegenzug in die entgleisten Wagen hinein und entgleiste selbst. 72 Tote und 187 Verletzte waren die Folge.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Rennert
Torre del Bierzo (Spanien 1938Spanien Spanien) – Bremsversagen
3. Januar 1944 – Dem Nachtschnellzug von Madrid nach A Coruña versagten die Bremsen und er fuhr im Gefälle in einem Tunnel beim Bahnhof Torre del Bierzo auf einen rangierenden Zug auf. Die hölzernen Reisezugwagen wurden zertrümmert und fingen durch ausströmendes Beleuchtungsgas Feuer. Ein bergwärts fahrender Güterzug, der Kohle geladen hatte, fuhr in die Trümmer. Die trotz Pressezensur offiziell genannte Zahl der Toten betrug 78. Heutige Schätzungen benennen 200 bis 250 Tote. Es können aber auch mehr als 500 gewesen sein.
Porta Westfalica (Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich) – Auffahrunfall zweier D-Züge
20. Januar 1944 – Der DmW 103 von Aachen nach Berlin fuhr östlich des Bahnhofs Porta (seit 1984: Porta Westfalica) aufgrund eines Fahrdienstleiterfehlers auf den durch eine Notbremsung zum Halten gekommenen D 3 von Köln nach Berlin auf. 79 Menschen starben, 64 wurden – zum Teil schwer – verletzt.
Balvano (Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Italien) – Kohlenmonoxidvergiftung
3. März 1944 – Aufgrund kriegsbedingt zur Verfügung stehender Kohle mit geringem Brennwert blieb ein auf der Bahnstrecke Battipaglia–Metaponto bergwärts fahrender Güterzug im 1,7 km langen Armi-Tunnel, der eine Steigung von 14 ‰ aufweist, liegen. Mit dem vorwiegend aus unbeladenen Flachwagen bestehenden Güterzug reisten etwa 650 Schwarzfahrer. Mehrere hundert von ihnen und das Zugpersonal (die Zahlen variieren zwischen 402 bis 549 Toten) erstickten an Kohlenmonoxidvergiftung.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Balvano
Wiesau (Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich) – Zusammenstoß zweier Züge
23. November 1944 – Der mit 400 Häftlingen aus dem KZ Flossenbürg beladene Güterzug 6395 stieß in der Nähe von Wiesau mit einem anderen Zug zusammen. Die Häftlinge sollten in das KZ-Nebenlager Leitmeritz zur Zwangsarbeit in einer geheimen Rüstungsfabrik gebracht werden (Tarnname Elsabe). Gegen die Kälte waren die Böden der Häftlings-Güterwagen mit Stroh bedeckt und in den Wagen befanden sich Kanonenöfen – bei den von außen fest verschlossenen umstürzenden Waggons eine tödliche Falle. 52 Häftlinge, vier SS-Wachmänner sowie ein Reichsbahnangehöriger (Heizer) wurden getötet und es gab zahlreiche schwer Verletzte. Bisher ist kein KZ-Häftling aus dem Transport bekannt, der das Kriegsende überlebt hat und von dem Unglück berichten konnte. Erst im Jahr 2012 wurde nach fast 70 Jahren die geheime Transportliste des Zugs entdeckt.[24]
Gedenkstein an den Eisenbahnunfall bei Barwałd Średni, 1944
Barwałd Średni (Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich) – Zusammenstoß
24. November 1944 – Beim Zusammenstoß eines Personenzuges von Zakopane nach Krakau mit einem Güterzug starben 130 Menschen.
Yokohama (JapanJapan Japan) – Auffahrunfall
26. Dezember 1944 – Ein Vorortzug fuhr auf einen anderen, stehenden Vorortzug auf der Keikyu-Linie im Bahnhof Tsurumi auf. Mindestens 53 Menschen starben und 94 wurden verletzt.[25]
Cazadero (Mexiko 1934Mexiko Mexiko) – Zusammenstoß
31. Januar 1945 – In Cazadero im Bundesstaat Querétaro stießen der aus neun Wagen bestehende Zug von Mexiko-Stadt nach San Juan de los Lagos und ein Güterzug zusammen. Mindestens 96 der etwa 1.800 Reisenden starben und 150 wurden verletzt.[26]
Berg am Laim (Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich) – Explosion
8. Mai 1945 – Am letzten Tag des Zweiten Weltkriegs in Europa waren im Rangierbahnhof Berg am Laim (München) eine Reihe Güterzüge abgestellt oder liegengeblieben, darunter auch Munitionszüge, die Pulverfässer und Granaten geladen hatten. Die Zivilbevölkerung plünderte die Züge. Pulverfässer wurden entleert, um damit Kohlen abtransportieren zu können. Das nun frei herumliegende Schießpulver wurde versehentlich entzündet und explodierte neben Artilleriemunition und Tankwagen mit brennbaren Flüssigkeiten. Die Berufsfeuerwehr versuchte, die Wagen des Munitionszuges zu trennen, um weitere Explosionen zu vermeiden. Zwölf amerikanische Sanitätsautos und sehr viele GIs halfen und stellten große Mengen Verbandszeug zur Verfügung. Die Chronik der Kirchengemeinde von St. Michael in Berg am Laim berichtet von 117 Toten und vielen Verletzten. Es kam zu schweren Schäden auch in der Umgebung. Von der Eisenbahnersiedlung in der Truderinger Straße wurden 70 % der Wohnungen beschädigt und waren teilweise unbewohnbar.
Aßling (Deutschland 1946Deutschland 1945 bis 1949 Deutschland) – Auffahrunfall
16. Juli 1945 – Auf der Bahnstrecke München–Rosenheim blieb zwischen den Bahnhöfen Aßling (Oberbayern) und Ostermünchen ein Zug wegen Lokschadens liegen, mit dem Kriegsgefangene ins Rheinland und nach Westfalen zurückkehrten. Ein Güterzug der US-amerikanischen Besatzungsmacht, der Panzer transportierte, fuhr aufgrund eines Fahrdienstleiterfehlers auf den stehenden Zug auf. Die Zahl der Todesopfer schwankt je nach Quelle zwischen 102 und 110.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Aßling
Yamagami-Tunnel (JapanJapan Japan) – Tunnelunfall
22. August 1945 - Im 2. Yamagami Tunnel auf der Hisatsu-Linie blieb ein Zug mit demobilisierten Soldaten in einer Steigung liegen. Um den Rauchgasen der Dampflokomotiven zu entgehen, verließen viele der Soldaten den Zug. Als dieser in dem eingleisigen Tunnel zurück setzte, kamen 53 Menschen ums Leben.
Hachiōji (JapanJapan Japan) – Frontalzusammenstoß
27. August 1945 – Zwei Züge stießen zwischen den Bahnhöfen Komiya und Hachiōji nach einer Signalstörung und Fehlern der Fahrdienstleiter auf einer Brücke frontal zusammen und stürzten in den Fluss. 105 Menschen starben, 67 wurden verletzt.
Ōtsuki (JapanJapan Japan) – Auffahrunfall
6. September 1945 – Im Bahnhof Sasago in Ōtsuki in der Präfektur Yamanashi überfuhr nach einem durch den unerfahrenen Lokomotivführer verursachten Bremsversagen ein Lokalzug eine Sicherungsweiche und rammte eine Felswand. 60 Tote und 90 Verletzte waren die Folge.[27]
Aracaju (Brasilien 1889Brasilien Brasilien) – Entgleisung
20. März 1946 – Bei Aracaju im Bundesstaat Sergipe entgleiste ein mit etwa 1.000 Reisenden besetzter Zug. 185 Tote und 300 Verletzte waren die Folge. Dies war der schwerste Eisenbahnunfall, der sich je in Brasilien ereignete.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Aracaju
Entgleister Zug auf der Hachikō-Linie
Hannō (JapanJapan Japan) – Entgleisung
25. Februar 1947 – Auf der Hachikō-Linie, in der Präfektur Saitama in Japan, zwischen den Bahnhöfen Higashi-Hannō und Komagawa, etwa 30 km westlich von Tokio, entgleiste in einer Kurve in einem Gefälle von 20 ‰ ein Personenzug wegen überhöhter Geschwindigkeit. Vier Wagen stürzten um. 184 Reisende wurden getötet, 495 wurden verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Hannō
Ludwigshafen (Deutschland 1946Deutschland 1945 bis 1949 Deutschland) – Kesselwagenexplosion
28. Juli 1948 – Auf dem Gelände der BASF explodierte ein überhitzter Kesselwagen. 207 Menschen kamen ums Leben, 3818 wurden verletzt und 3122 Gebäude beschädigt.
Nowy Dwór Mazowiecki (Polen 1944Polen Polen) – Entgleisung
22. Oktober 1949 – Ist eine Zeitungsente.
Waterval Boven (Sudafrika 1928Südafrikanische Union Südafrikanische Union) – Entgleisung
15. November 1949 – Ein nach Mosambik fahrender Reisezug entgleiste in der Nähe von Waterval Boven, Transvaal, auf einer Brücke. 55 Menschen starben, mehr als 100 wurden verletzt.

1950–1959[Bearbeiten]

Tanguá (Brasilien 1889Brasilien Brasilien) – Brückeneinsturz
6. April 1950 – Nach heftigen Regenfällen stürzt eine Brücke bei Tanguá ein, als sie gerade von einem Zug befahren wurde. 110 Menschen starben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Tangua
Bihar (IndienIndien Indien) – Brückenunfall
7. Mai 1950 – Bei dem Absturz eines Zuges von einer Brücke starben 81 Menschen. 100 weitere wurden verletzt.[28][29]
Kew Gardens (New York, Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Auffahrunfall
22. November 1950 – Auf einen liegengebliebenen Zug der Long Island Rail Road (L.I.R.R.) fuhr zwischen den Bahnhöfen Kew Gardens und Jamaica in Queens, New York City, ein zweiter Zug auf. 78 Menschen starben, 363 wurden verletzt. Ursache war ein durch den Lokführer des zweiten Zugs falsch interpretiertes Signal, aber auch die technisch veraltete Zugsicherung, derer sich die Bahngesellschaft bediente.
Woodbridge (New Jersey, Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Entgleisung im Baustellenbereich
6. Februar 1951 – Ein mit 1100 Reisenden besetzter, übervoller Pendlerzug fuhr in der Gemeinde Woodbridge, New Jersey, mit weit überhöhter Geschwindigkeit in eine Baustellenumfahrung ein. 85 Tote und etwa 500 Verletzte waren die Folge. Ursache war ein Fehler des Lokomotivführers.
Der brennende erste Wagen des Zuges im Bahnhof Sakuragichō in Yokohama
Yokohama (JapanJapan Japan) – Brand nach Kurzschluss
24. April 1951 – Im Bahnhof Sakuragichō in Yokohama kam ein Nahverkehrs-Triebwagen mit einem herabhängenden stromführenden Draht der Oberleitung in Berührung. Der folgende Kurzschluss führte zum Brand des ersten Wagens des Zuges. 106 Menschen starben, 92 wurden schwer verletzt.
Nova Iguaçu, (Brasilien 1889Brasilien Brasilien) – Kollision eines Eisenbahnzuges mit einem Tanklastzug
7. Juni 1951 – Ein voll besetzter Pendlerzug traf auf einen mit Benzin beladenen Tanklastzug, der auf einem niveaugleichen Bahnübergang liegengeblieben war. Dieser explodierte. 54 Menschen starben, 44 wurden verletzt.
Piquet Carneiro, (Brasilien 1889Brasilien Brasilien) – Entgleisung eines Eisenbahnzuges wegen überhöhter Geschwindigkeit
17. Dezember 1951 – Mindestens 53 Tote waren die Folge, auch wegen der unzureichenden Rettungsmaßnahmen und der schlechten Erstversorgung an der Unfallstelle.
Anchieta, (Brasilien 1889Brasilien Brasilien) – Entgleisung und anschließende Kollision
4. März 1952 – Zwei alte Wagen in Holzbauart eines völlig überfüllten Personenzuges entgleisten durch einen Schienenbruch und stürzten auf das Gleis für den Verkehr der Gegenrichtung. Ein dort verkehrender Güterzug fuhr unmittelbar darauf in die beiden entgleisten Wagen und zertrümmerte sie. 119 Tote und mindestens 250 Verletzte waren die Folge.
Rzepin (Polen 1944Polen Polen) – Entgleisung
9. Juli 1952 – Ein Zug der Sowjetarmee entgleiste. 23 Offiziere und 136 Soldaten kamen ums Leben.[30]
Drownino (Sowjetunion 1923Sowjetunion Sowjetunion) – Zug stieß mit Pferd zusammen und entgleist
6. August 1952 – Bei der Einfahrt in den Bahnhof Drownino rammte ein Personenzug, dessen Kopfscheinwerfer ausgefallen war, nachts ein im Fahrweg stehendes Pferd. Die Lokomotive entgleiste und die nachfolgenden Wagen schoben sich ineinander, wobei 109 Menschen ums Leben kamen und 211 verletzt wurden.
Die Unfallstelle im Bahnhof Harrow & Wealdstone
Harrow & Wealdstone (England, Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich) – Dreifachzusammenstoß und Brückeneinsturz
8. Oktober 1952 – Ein Schnellzug von Perth zum Bahnhof Euston, London, missachtete das auf „Halt“ stehende Einfahrtssignal des Bahnhofs Harrow & Wealdstone und fuhr auf einen am Bahnsteig stehenden Pendlerzug auf. Wenige Sekunden später fuhr der Expresszug von London nach Liverpool und Manchester in die Trümmer, entgleiste ebenfalls und brachte eine Fußgängerüberführung zum Einsturz. Beim schwersten Eisenbahnunglück in Großbritannien in Friedenszeiten starben 112 Menschen, 340 wurden verletzt.
Tangiwai (NeuseelandNeuseeland Neuseeland) – Zug stürzt in Fluss
24. Dezember 1953 – In Neuseeland starben 151 Menschen, als eine Brücke über den Whangaehu-Fluss durch einen Lahar – einen vulkanischer Schlammstrom – weggerissen wurde, den ein Ausbruch des Vulkans Mount Ruapehu ausgelöst hatte. Kurz nach dem Einsturz der Brücke passierte der Wellington-Auckland-Express die Stelle, stürzte in den Schlammstrom und wurde weggerissen. Viele der Opfer wurden niemals gefunden.
Šakvice (TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei) – Auffahrunfall
24. Dezember 1953 – Auf der Strecke BrnoBřeclav fuhr ein Schnellzug auf einen stehenden Personenzug auf, nachdem das betrunkene Lokpersonal ein "Halt" zeigendes Signal überfahren hatte.
Fabrica (Philippinen 1944Philippinen Philippinen) – Zusammenstoß mit entlaufenen Wagen und Brückeneinsturz
2. September 1954 – Entlaufene Güterwagen trafen in der Nähe des Ortes Fabrica im Norden der Insel Negros, Philippinen, auf einen Güterzug, der gerade eine Brücke überquerte. Die Brücke stürzte ein und riss fünf Wagen in die Tiefe. 82 Tote und darüber hinaus Verletzte waren die Folge.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Fabrica
Kazipet (IndienIndien Indien) – Brückenunfall
28. September 1954 – Während schwerer Regenfälle wurde eine Brücke der Bahnstrecke HyderabadKazipet in der Nähe von Kazipet, Telangana, unterspült und stürzte ein, als ein mit 600 Reisenden besetzter Zug von Hydarabad sie querte. Fünf Wagen stürzten in den Fluss. 73 Menschen starben, mehr als 100 weitere wurden verletzt. Fast alle Opfer ertranken.[31]
Gomez Palacio (Mexiko 1934Mexiko Mexiko) – Kollision von Zug und zwei Lastkraftwagen
23. September 1955 – Ein Zug befuhr einen niveaugleichen Bahnübergang, dem sich auf der Straße zwei Lkw näherten, von denen jeder 4,5 Tonnen Dynamit geladen hatte. Der Zusammenstoß forderte mindestens 65 Tote und 100 Verletzte.
Mahbubnagar (IndienIndien Indien) – Brückeneinsturz
2. September 1956 – Unter dem Zug Nr. 565 der Indischen Staatsbahn von Secunderabad nach Dronachalam (heute: Dhone) brach eine Brücke zusammen, deren Pfeiler und Widerlager durch starken Monsunregen unterspült waren. 117 Menschen starben.
Ariyalur (IndienIndien Indien) – Entgleisung
23. November 1956 – Der Schnellzug MadrasTuticorin entgleiste nach schweren Regenfällen, die zu einer Gleisverwerfung führten, an einer Brücke bei Ariyalur in Tamil Nadu. Mindestens 144 Menschen starben.
Kalkutta (IndienIndien Indien) – Brückenunfall
24. Juli 1957 – Ein Zug verunglückt bei Kalkutta. Dabei sterben 59 Menschen, weitere werden verletzt.[32]
Kendal, (Jamaika 1957Jamaika Jamaika) – Entgleisung nach Bremsversagen
1. September 1957 – Ein verstellter Absperrhahn an der Bremsanlage führte zu einem Bremsversagen, so dass ein völlig überfüllter Zug beim Durchfahren einer Kurve aus dem Gleis getragen wurde. Etwa 200 Tote und 700 Verletzte waren die Folge.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Kendal
Sahiwal (Montgomery) (PakistanPakistan Pakistan) – Zusammenstoß
29. September 1957 – Ein Schnellzug fuhr auf einen Ölzug auf. Mindestens 250 Tote waren die Folge.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Sahiwal
Istanbul (TurkeiTürkei Türkei) – Frontalzusammenstoß nach Fahrdienstleiterfehler
21. Oktober 1957 – Ein westwärts fahrender Simplon-Orient-Express kollidierte kurz hinter Istanbul mit einem entgegenkommenden Nahverkehrszug. 89 Menschen starben, mindestens 100 wurden verletzt. Der Fahrdienstleiter hatte beide Züge zugleich in die eingleisige Strecke einfahren lassen.
Igatpuri (IndienIndien Indien – Unfall
23. November 1957 – Mindestens 50 Menschen sterben, als der Calcutta Mail bei Igatpuri entgleist, zahlreich weitere werden verletzt.[33][34]
Lewisham (England, Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich) – Auffahrunfall und Brückeneinsturz
6. Dezember 1957 – Ein Zug überfuhr im Nebel ein „Halt“ zeigendes Signal und fuhr auf einen Zug, der seinerseits vor einem „Halt“ zeigenden Signal stand, auf. 90 Menschen starben und 173 wurden verletzt. Die entgleisenden Fahrzeuge zerstörten den Pfeiler einer Überführung, die daraufhin zusammenbrach.
Mangueira (Rio de Janeiro), (Brasilien 1889Brasilien Brasilien) – Frontalzusammenstoß
4. März 1958 – Aufgrund eines Signalfehlers stießen zwei Pendlerzüge zusammen. 128 Tote und 300 Verletzte waren die Folge.
Tjipeundeuj (IndonesienIndonesien Indonesien) – Entgleisung
28. Mai 1959 – Ein Schnellzug von Jakarta nach Bandung entgleiste und stürzte in eine Schlucht. 92 Menschen starben, 40 weitere wurden verletzt.[35]
Minino (Sowjetunion 1923Sowjetunion Sowjetunion) – Auffahrunfall
2. Juni 1959 – Aufgrund eines falsch gestellten Signals fuhr in der Nähe des Bahnhofs Minino ein schwer beladener Güterzug in das Ende eines stehenden Personenzuges. Der Auffahrunfall ereignete sich neben einem Tanklager, das dabei in Brand geriet, der auch auf den Zug übergriff. 56 Kinder starben.[36]
São Paulo, (Brasilien 1889Brasilien Brasilien) – Frontalzusammenstoß
5. Juni 1959 – Im Bahnhof Engenheiro Goulart in São Paulo stießen zwei Vorortzüge frontal zusammen. 59 Tote und 100 Verletzte waren die Folge.[37]

1960–1969[Bearbeiten]

Leipzig (Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Deutsche Demokratische Republik) – Frontalzusammenstoß zweier Züge
15. Mai 1960 – Im Gleisvorfeld des Leipziger Hauptbahnhofs stieß aufgrund einer durch einen Stromausfall falsch gestellten Weiche ein einfahrender Eilzug mit einem ausfahrenden Personenzug frontal zusammen. Mindestens 54 Menschen starben und 240 wurden verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Leipzig
Stéblová (TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei) – Zusammenstoß zweier Züge
14. November 1960 – Bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Stéblová stießen ein Dieseltriebwagen und ein von einer Dampflokomotive gezogener Personenzug im Nebel zusammen. Die Züge begannen zu brennen. Das Unglück forderte 118 Tote und war der schwerste Eisenbahnunfall in der Geschichte der Tschechoslowakei.
Catanzaro (ItalienItalien Italien) – Entgleisung
23. Dezember 1961 – Auf dem Fiumarella-Viadukt entgleiste am 23. Dezember 1961 nördlich von Catanzaro in Kalabrien der Anhänger eines Triebwagens auf einer Brücke und stürzte 40 Meter in die Tiefe. 71 Tote und 28 Verletzte waren die Folge.
Harmelen (NiederlandeNiederlande Niederlande) – Frontalzusammenstoß zweier Züge
8. Januar 1962 – Ein lokbespannter Schnellzug von Utrecht nach Rotterdam fuhr in der Nähe des Bahnhof Woerden mit etwa 100 km/h frontal auf einen Triebwagen, der von Rotterdam nach Amsterdam unterwegs war, auf. Der Lokführer hatte ein „Halt erwarten“ zeigendes Vorsignal nicht gesehen. Bei dem Unfall starben 91 Personen und 54 wurden verletzt.
Trebbin (Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Deutsche Demokratische Republik) – Verrutschtes Ladegut führte zu Entgleisung und beschädigte weiteren Zug
1. März 1962 – Von einem Militärzug der Roten Armee, der Panzer des Typs T-55 und in sieben oder acht gedeckten Güterwagen Soldaten transportierte, löste sich die Turmarretierung eines Panzers. Das ausschwingende Kanonenrohr beschädigte zunächst einen entgegenkommenden Schnellzug und das dabei abstürzende Fahrzeug brachte dann den eigenen Zug zum Entgleisen. Mehr als 70 Todesopfer werden angenommen.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Trebbin
Mikawashima (JapanJapan Japan) – Dreifachentgleisung und -zusammenstoß
3. Mai 1962 – Im Bahnhof Mikawashima auf der Jōban-Linie in Tokio überfuhr ein Güterzug aus Richtung Tokio ein „Halt“ zeigendes Signal und entgleiste. Ein Triebwagen kollidierte unmittelbar nach dem Unfall mit dem Hindernis und stürzte seinerseits auf das Gleis der Gegenrichtung. Ein weiterer Zug aus der Gegenrichtung fuhr anschließend in die Unfallstelle. 160 Menschen wurden getötet, 296 wurden verletzt. Die Japanische Staatsbahn (JNR) revidierte aufgrund dieses Unfalls in den folgenden Jahren ihre Zugsicherung grundlegend.
Voghera (ItalienItalien Italien) – Auffahrunfall
31. Mai 1962 – Ein Güterzug überfuhr nachts ein haltzeigendes Signal und fuhr nahezu ungebremst auf einen im Bahnhof Voghera haltenden Personenzug von Mailand nach Genua auf. 64 Menschen starben, 36 wurden darüber hinaus verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Voghera
Yokohama (JapanJapan Japan) – Dreifachzusammenstoß nach Entgleisung
9. November 1963 – Zwischen den Bahnhöfen Tsurumi und Shinkoyasu in Yokohama entgleiste der Wagen eines Güterzuges und geriet auf das Nachbargleis. Ein Personenzug fuhr nur Sekunden später in das Hindernis, dessen entgleisende Wagen auf einen parallel fahrenden dritten Zug stürzten. 161 Menschen starben bei dem Unfall, weitere 120 wurden verletzt.
Belgrad (Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien) – Auffahrunfall
4. Januar 1964 – Ein Vorortzug fuhr in Belgrad (genannt werden die Stadtteile Jajinci und Voždovac) auf einen stehenden Personenzug auf. 66 Menschen starben, 200 wurden verletzt.[38]
Mirigama (Sri LankaSri Lanka Sri Lanka) – Entgleisung
18. März 1964 – Ein Pendlerzug entgleiste bei hoher Geschwindigkeit. Mindestens 60 Tote waren die Folge.[39]
Custóias (PortugalPortugal Portugal) – Entgleisung
26. Juli 1964 – Das Schlussfahrzeug eines überbesetzten, zweiteiligen Dieseltriebwagens entgleiste bei Custóias in einem Einschnitt und wurde zertrümmert. 104 Menschen starben, 121 wurden verletzt.
Langhagen (Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Deutsche Demokratische Republik) – Kollision eines Zuges mit einem entgleisten Zug
1. November 1964 – Wagen eines entgleisten Kieszugs ragten in das Lichtraumprofil eines zweiten Gleises, das kurz darauf ein Schnellzug befuhr. 44 Menschen starben.
Miseiktab (SudanSudan Sudan) – Frontalzusammenstoß
26. Februar 1965 – Ein Güterzug und ein Personenzug stießen auf der Bahnstrecke Khartum–Wadi Halfa bei Miseiktab zusammen. 100 Menschen starben, weitere 29 wurden verletzt.
Waßmannsdorf (Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Deutsche Demokratische Republik) – Entgleisung
24. Juni 1965 – In den Mittagsstunden des Donnerstags entgleisten mehrere Wagen des aus Potsdam kommenden Personenzuges 1221 bei der Einfahrt in den Bahnhof Waßmannsdorf aufgrund einer Gleisverwerfung, die sich auf eine hohe Hitzeeinwirkung zurückführen ließ. Neun Reisende kamen ums Leben, darunter die bekannte DEFA-Schauspielerin Ellinor Vogel.
Durban (Sudafrika 1928Südafrikanische Union Südafrikanische Union) – Entgleisung
4. Oktober 1965 – Bei der Entgleisung eines mit mehr als 1000 Fahrgästen besetzten Vorortzuges nordöstlich von Durban starben 81 Menschen, mehrere hundert wurden darüber hinaus verletzt.
Toungoo (Birma 1948Birma Birma) – Auffahrunfall
8. Dezember 1965 – Der Nachtzug RangunMandalay fuhr im Bahnhof von Toungoo in einen dort stehenden Personenzug. Dabei starben 80 Menschen, 100 wurden darüber hinaus verletzt.[40]
Bombay-Matunga (IndienIndien Indien) – Frontalzusammenstoß
13. Juni 1966 – Aufgrund des Versagens der Signalanlage während eines heftigen Monsun-Regens stießen zwei Vorortzüge im Bahnhof Matunga in Bombay (heute: Mumbai) frontal zusammen. 57 Menschen starben, über 100 weitere wurden verletzt.
Eisenbahnunglück in Langenweddingen
Langenweddingen (Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Deutsche Demokratische Republik) – Kollision mit Tanklaster
6. Juli 1967 – In dem zwölf Kilometer südlich von Magdeburg gelegenen Dorf Langenweddingen stieß infolge einer Störung an einem beschrankten Bahnübergang ein Zug mit einem Tanklaster zusammen, der explodierte. Nach offiziellen Angaben kamen 94 Menschen ums Leben. Das Unglück war das schwerste in der Geschichte der Deutschen Reichsbahn in der DDR. In der Folge wurde festgelegt, dass wärterbediente Schranken vor der Zulassung einer Zugfahrt zu schließen waren. Außerdem mussten danach Busse und gefahrguttransportierende Lkw vor Übergängen generell halten.
Hither Green (England, Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich) – Entgleisung nach Schienenbruch
5. November 1967 – Ein Schnellzug entgleiste wegen eines Schienenbruchs südlich des Bahnhofs Hither Green im südlichen London. 49 Tote und 78 Verletzte waren die Folge. Unter den Überlebenden befand sich der Sänger Robin Gibb der Bee Gees und seine künftige Frau Molly Hullis.
Ratu Jaya (Depok) (IndonesienIndonesien Indonesien) – Zusammenstoß
20. September 1968 – 116 Menschen starben bei einem Zusammenstoß zweier Züge.
Muhammadabad (IndienIndien Indien) – Entgleisung
21. Juni 1969 – Sechs Wagen eines Schnellzuges entgleisten bei Muhammadabad in Uttar Pradesh und stürzten dabei in den Fluss Magari. Dabei starben 70 Menschen, 130 wurden darüber hinaus verletzt.[41]
Unfall von Benavídez, Argentinien
Benavídez (ArgentinienArgentinien Argentinien) – Auffahrunfall
1. Februar 1970 – Auf einen wegen technischer Probleme liegen gebliebenen Regionalzug, dessen Besatzung es versäumte, ihn nach hinten zu sichern, fuhr mit erheblicher Geschwindigkeit ein Fernzug auf. 142 bis 236 Tote werden je nach Quelle genannt. Dies war der schwerste Eisenbahnunfall in der Geschichte Argentiniens.

1970–1979[Bearbeiten]

Langa Langa (NigeriaNigeria Nigeria) – Entgleisung
18. Februar 1970 – Ein Personenzug entgleiste und stürzte bei Langa Langa in den Benue. 81 Menschen starben.[42]
Saghzi-Nibod (Iran 1964Iran Iran) – Auffahrunfall
31. Dezember 1970 – Ein Personenzug, mit dem Eisenbahnarbeiter befördert wurden, fuhr in Saghzi-Nibod, Ostan-e Esfahan, Iran, auf einen stehenden Güterzug auf. 70 Menschen starben, 140 weitere wurden verletzt.[43]
Aitrang (Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bundesrepublik Deutschland) – Entgleisung mit anschließendem Auffahrunfall
9. Februar 1971 – Auf der Fahrt von München nach Zürich durchfuhr der TEE 56 „Bavaria“, ein Dieseltriebzug der Baureihe RAm der SBB, auf der Allgäubahn hinter dem Bahnhof Aitrang einen Rechtsbogen mit 130 km/h, der nur für 80 km/h zugelassen war – der Grund konnte nie sicher geklärt werden. Der Zug entgleiste und kurze Zeit später fuhr ein aus der Gegenrichtung kommender Schienenbus in die Unfallstelle. 28 Menschen kamen ums Leben, 42 wurden verletzt. Unter den Toten befand sich der Schauspieler und Regisseur Leonard Steckel.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Aitrang
Radevormwald (Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bundesrepublik Deutschland) – Schienenbus prallt gegen Güterzug
27. Mai 1971 – Auf der eingleisigen Wuppertalbahn stieß nördlich des Bahnhofs Dahlerau ein Schienenbus, der als Sonderzug unterwegs war, mit einem Güterzug frontal zusammen. 46 Menschen, davon 41 Schülerinnen und Schüler einer Abschlussklasse aus Radevormwald, starben, 25 Menschen wurden darüber hinaus schwer verletzt. Der Fahrdienstleiter in Dahlerau gab an, Rot signalisiert, der Lokführer, Grün gesehen zu haben. Da Sprechfunk in beiden Zügen nicht zur Verfügung stand, konnte der Unfall nicht mehr verhindert werden. In der Folge wurde in Deutschland die Ausrüstung mit Bahnfunk vorangetrieben.
Rheinweiler (Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bundesrepublik Deutschland) – Entgleisung wegen überhöhter Geschwindigkeit
21. Juli 1971 – In der südlichen Bahnhofseinfahrt von Rheinweiler entgleiste der „Schweiz-Express“ von Basel nach Kopenhagen (D 370) als er mit fast dem Doppelten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit eine enge Kurve mit 140 km/h durchfuhr und aus der Kurve getragen wurde. 25 Menschen starben, 121 wurden darüber hinaus verletzt. In der Folge des Unfalls rüstete die Deutsche Bundesbahn auch nicht durch Signale angeordnete Langsamfahrstellen mit Punktförmiger Zugbeeinflussung aus und verkürzte die Reaktionszeiten der Sicherheitsfahrschaltung.
Vierzy (FrankreichFrankreich Frankreich) – Tunneleinsturz
16. Juni 1972 – Bei der Zugbegegnung zweier Triebwagen im Tunnel von Vierzy verunglückten die Züge und der Tunnel stürzte teilweise ein. 108 Menschen starben und 111 wurden darüber hinaus verletzt.
El Cuervo (SpanienSpanien Spanien) – Auffahrunfall
21. Juli 1972 – Der Nachtschnellzug von Madrid nach Cádiz prallte in dem Vorort von Sevilla auf einen stehenden Nahverkehrszug auf. Mindestens 86 Menschen starben und 112 wurden darüber hinaus verletzt.[44]
Liaqatpur (PakistanPakistan Pakistan) – Auffahrunfall
6. August 1972 – Der Schnellzug von Bahawalpor nach Karatschi fuhr im Bahnhof von Liaqatpur, Punjab, auf einen stehenden Güterzug auf. 50 Menschen starben, 150 wurden darüber hinaus verletzt.[45]
Saltillo (MexikoMexiko Mexiko) – Entgleisung und Brand
5. Oktober 1972 – Ein Zug, aus einer schrottreifen Garnitur gebildet, beförderte 2.200 Pilger. Als die Bremsen in einem starken Gefälle versagten, entgleiste er mit überhöhter Geschwindigkeit in eine Kurve. Die Trümmer gerieten in Brand. Mindestens 230 Reisende wurden getötet, darüber hinaus mehr als 1.000 verletzt.
Zagreb (Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien) – Entgleisung wegen überhöhter Geschwindigkeit
30. August 1974 – Beim Durchfahren einer nur für 40 km/h zugelassenen Kurve mit mehr als 100 km/h entgleiste ein Sonderzug für Gastarbeiter auf dem Weg von Belgrad nach Dortmund. 153 Menschen starben, 60 weitere wurden darüber hinaus verletzt. Dies war der schwerste Eisenbahnunfall in der Geschichte Jugoslawiens.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Zagreb
London (England, Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich) – U-Bahn-Zug kollidiert mit Tunnelabschluss
28. Februar 1975 – Ohne zu bremsen, fuhr ein U-Bahn-Zug im Bahnhof Moorgate in einem Stumpftunnel gegen die abschließende Wand. Die Ursache blieb ungeklärt. 43 Personen starben, 74 wurden darüber hinaus verletzt. Als Konsequenz wurde in derartigen betrieblichen Situationen eine Anlage zur Zwangsbremsung eingebaut, die „Moorgate Control“.
Hauptartikel: U-Bahn-Unfall von Moorgate
Warngau (Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bundesrepublik Deutschland) – Frontalzusammenstoß zweier Züge
8. Juni 1975 – Zwischen Warngau und Schaftlach stießen auf der eingleisigen Bahnstrecke Holzkirchen–Lenggries zwei Eilzüge aufgrund eines Fahrdienstleiterfehlers und einer im Fahrplan vorgesehenen Luftkreuzung frontal zusammen. Es gab 41 Tote und 122 Verletzte. Die „Luftkreuzung“ im Fahrplan wurde daraufhin verboten.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Warngau
Granville (AustralienAustralien Australien) – Entgleisung
18. Januar 1977 – Aufgrund mangelhaften Oberbaus sprang die Lokomotive eines mit Pendlern stark besetzten Vorortzuges in Granville, Parramatta, unter einer Straßenüberführung aus den Gleisen. Die Lokomotive kollidierte mit den Brückenpfeilern und die Brücke stürzte auf zwei Wagen des Zuges. 83 Menschen starben, 210 wurden darüber hinaus verletzt. Dies war der folgenschwerste Eisenbahnunfall und der schwerste Unfall in Friedenszeiten überhaupt in der Geschichte Australiens.
Iksan (Korea SudSüdkorea Südkorea) – Explosion
11. November 1977 – Ein mit Dynamit beladener Zug explodierte im Bahnhof von Iksan, Jeollabukdo. Mindestens 57 Menschen starben.[46]
Saa Pereya (ArgentinienArgentinien Argentinien) – Zusammenstoß mit Lkw
25. Februar 1978 – Ein aus 18 Wagen gebildeter Zug von San Miguel de Tucumán nach Buenos Aires mit 2.130 Reisenden an Bord stieß bei Saa Pereya in der Provinz Santa Fe mit einem Schwerlasttransport zusammen. Elf Wagen entgleisten und rutschten noch 300 Meter die Böschung entlang. 50 Menschen starben, 120 wurden darüber hinaus verletzt.[47]
Yangzhuang (China VolksrepublikChina Volksrepublik China) – Auffahrunfall
16. Dezember 1978 – Ein Schnellzug fuhr im Bahnhof Yangzhuang in Lujiang, Anhui, auf einen dort stehenden Personenzug auf. 106 Menschen starben, 218 wurden darüber hinaus verletzt.
Taling Chan (ThailandThailand Thailand) – Frontalzusammenstoß
21. August 1979 – Ein Pendlerzug von Thonburi nach Nakhon Pathom stieß mit einem Güterzug von Bangsue nach Padang Besar zusammen, weil der Lokführer des Güterzugs übermüdet war. 54 Menschen starben. Dies war der schwerste Eisenbahnunfall in der Geschichte Thailands .[48]
Stalać (Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien) – Zusammenstoß
13. September 1979 – Ein Güterzug fuhr in den Schnellzug BelgradSkopje. Vier Personenwagen und zwei Güterwagen wurden dabei zertrümmert. 61 Menschen starben, 91 wurden darüber hinaus verletzt.[49]
Holhol (DschibutiDschibuti Dschibuti) – Entgleisung und Absturz
31. Oktober 1979 – Ein Zug auf der Bahnstrecke Dschibuti–Addis Abeba entgleiste bei Holhol in Dschibuti und stürzte eine Böschung hinunter. 60 Menschen starben, 80 wurden darüber hinaus verletzt.[50]
Toronto (KanadaKanada Kanada) – Achsbruch bei Chemikalienzug
10. November 1979 – Bei Toronto brach an einem Zug mit 106 Güterwagen (davon 38 Wagen mit gefährlichen Stoffen) eine Wagenachse. 240.000 Einwohner aus der Umgebung Torontos mussten evakuiert werden.

1980–1989[Bearbeiten]

Otłoczyn (PolenPolen Polen) – Frontalzusammenstoß
19. August 1980 – Aus nie geklärter Ursache verließ ein Güterzug gegen ein „Halt“ zeigendes Signal ein Seitengleis, fuhr eine Verbindungsweiche auf und auf das Gleis der Gegenrichtung in die Hauptstrecke nach Toruń/Thorn ein. Von dort kam ihm ein Personenzug entgegen. Bei dem Frontalzusammenstoß starben 67 Menschen, 62 Menschen wurden darüber hinaus verletzt.
Südlich von Seoul (Korea SudSüdkorea Südkorea) – Zusammenstoß
14. Mai 1981 – Bei dem Zusammenstoß zweier Schnellzüge etwa 160 km südlich von Seoul starben 54 Menschen.[51]
Mansi (IndienIndien Indien) – Sturz von Brücke
6. Juni 1981 – Der Kalka Mail stürzte aus nicht völlig geklärter Ursache bei Mansi in Bihar in den vom Monsun stark angeschwollenen Bagmati. Mindestens 250 Menschen starben, vielleicht auch bis zu 600, oder wurden dauerhaft vermisst.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Mansi
Bhanwartonk (IndienIndien Indien) – Auffahrunfall
7. Juli 1981 – Nahe dem Bahnhof Bhanwartonk in Madhya Pradesh fuhr ein Güterzug auf den Narmada Express auf. 70 Menschen starben, 43 weitere wurden verletzt.[52]
Niri (China VolksrepublikChina Volksrepublik China) – Brückeneinsturz
9. Juli 1981 – Nachdem nachts eine Schlammlawine die Eisenbahnbrücke über den Liziyida, einen Zufluss zum Dadu He, im Zuge der Chengdu-Kunming-Bahn im Kreis Ganluo in der Provinz Sichuan weggerissen hatte, fuhr ein Zug in die Lücke. Lokomotive und zwei Wagen stürzten knapp 20 Meter in die Tiefe. Mehr als 200 Menschen (nach anderer Quelle: 360) starben. Dies war der folgenreichste Eisenbahnunfall in der Geschichte Chinas.
Bouhalouane (AlgerienAlgerien Algerien) – Zusammenstoß durch entlaufene Wagen
27. Januar 1982 – In einer Steigung kuppelte das Personal eines liegengebliebenen Zuges von Oran nach Algier die Lokomotive vom Zug ab. Die Bremsen der Wagen hielten diesen nicht, er rollte bergab und stieß im Bahnhof von Bouhalouane mit einem dort stehenden Güterzug zusammen. 131 Menschen starben, 200 wurden darüber hinaus verletzt.
Agra (IndienIndien Indien) – Frontalzusammenstoß
27. Januar 1982 – In dichtem Nebel stießen bei Agra ein Güterzug und ein Personenzug frontal zusammen. 50 Menschen starben, weitere 50 wurden verletzt.[53]
Bàu Cá (VietnamVietnam Vietnam) – Entgleisung wegen überhöhter Geschwindigkeit
17. März 1982 – Ein zu schnell fahrender Zug von Nha Trang nach Ho-Chi-Minh-Stadt entgleiste hinter dem Bahnhof von Dau Giay bei Bàu Cá bei Streckenkilometer 1652 in der Provinz Dong Nai. In einem acht Kilometer langen Gefälle von 15 ‰ durchfuhr der Zug einen engen Bogen mit der überhöhten Geschwindigkeit von 100 km/h. Die Lokomotive und elf oder zwölf Wagen entgleisten, stürzten um und kamen etwa 20 Meter vom Gleis entfernt zu liegen. Mehr als 200 Menschen starben,[54] darunter beide Lokomotivführer.[55] 10 Jahre später, 1992, wurde die Strecke an dieser Stelle umgebaut und der Bogenradius vergrößert.[56][57]
Andhra Pradesh (IndienIndien Indien) – Zusammenstoß an Bahnübergang
20. März 1982 – An einem Bahnübergang wurde ein Touristenbus von einem Zug, der von Mangalore nach Neu-Delhi unterwegs ist, erfasst. 59 Menschen starben, 25 weitere wurden verletzt.[58]
Guaymas (MexikoMexiko Mexiko) – Auffahrunfall
20. Februar 1983 – Auf einen Zug, der von Nogales nach Guadalajara unterwegs war, fuhr in der Nähe von Guaymas ein Güterzug auf und explodierte. 56 Menschen starben, 78 wurden darüber hinaus verletzt.[59]
Heilbronn (Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bundesrepublik Deutschland) – Entgleisung
12. August 1984 – Der Nachtschnellzug D 890 von Stuttgart nach Hamburg-Altona kam aus dem Bereich einer Baustelle, die er auf dem Gleis der Gegenrichtung passierte. Bei der Einfahrt nach Heilbronn sollte er wieder auf das „rechte“ Gleis wechseln. Das geschah mit weit überhöhter Geschwindigkeit. Er entgleiste. Drei Tote, darunter der baden-württembergische Landtagsabgeordnete Josef Wilhelm Hauser, und 56 Verletzte waren die Folge.
Chargoon (IndienIndien Indien) – Zerstörte Brücke
16. August 1984 – In der Nähe des Bahnhofs von Chargoon, Madhya Pradesh, wurde durch Hochwasser eine Eisenbahnbrücke weggespült. In diese Lücke fuhr ein Personenzug und stürzte in den Fluss. 56 Menschen starben 120 wurden darüber hinaus verletzt.[60]
Awash (Athiopien 1975Äthiopien Äthiopien) – Entgleisung
14. Januar 1985 – Vier der fünf Wagen eines mit etwa 1000 Reisenden besetzten Personenzuges entgleisten in der Nähe der Stadt Awash auf der Bahnstrecke Dschibuti–Addis Abeba in Äthiopien wegen überhöhter Geschwindigkeit bei der Querung des Flusses Awash und stürzten in den Abgrund. Mindestens 392 Tote und darüber hinaus 370 Verletzte waren die Folge, wahrscheinlich erheblich mehr.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Awash
Rajnandgaon (IndienIndien Indien) – Brand eines Zuges
23. Februar 1985 – Etwa 100 Menschen starben, als ein Schnellzug in Rajnandgaon bei Kalkutta in Brand geriet.[61][62]
Moimenta-Alcafache (PortugalPortugal Portugal) – Frontalzusammenstoß
11. September 1985 – Der Sud-Express stieß bei Alcafache auf der Beira Alta-Strecke frontal mit einem Regionalzug zusammen. Mindestens 113 Menschen starben.
Limache (ChileChile Chile) – Frontalzusammenstoß
17. Februar 1986 – Aufgrund einer Reihe von Defekten an der Eisenbahninfrastruktur und dem Versagen des Fahrdienstleiters kam es zwischen den Bahnhöfen Peñablanca und Limache zum Frontalzusammenstoß zweier Triebwagen. Mindestens 58 Menschen starben, darüber hinaus wurden 518 verletzt. Dies war der folgenschwerste Eisenbahnunfall in Chile.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Limache
Khagaria (IndienIndien Indien) – Zusammenstoß
10. März 1986 – Bei einem Zusammenstoß in Khagaria, Bihar, starben mehr als 50 Menschen.[63]
Gagra (SowjetunionSowjetunion Sowjetunion) – Frontalzusammenstoß
28. Juni 1986 – In dem in Georgien / Abchasien gelegenen Badeort Gagra stießen ein Schnellzug und ein Regionalzug frontal zusammen. Mindestens 70 Menschen starben, weitere 140 wurden verletzt.[64]
Chase (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Zusammenstoß
4. Januar 1987– Bei einem Zusammenstoß bei Chase, Maryland starben 16 Menschen, weitere 175 wurden verletzt. In der Folge wurden alle Fahrzeuge, die mit dem alten Pulse Code Cab Signaling ausgestattet waren, um eine computerisierte Geschwindigkeitsüberwachung LSL ergänzt sowie verdachtsunabhängige Drogentests für Lokführer eingeführt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall bei Chase
Manchieral (IndienIndien Indien) – Entgleisung
9. Juli 1987 – Der Dakshin Express von Hyderabad nach Neu-Delhi entgleiste, nachdem bei Machieral, Andhra Pradesh, ein Bahndamm weggespült worden war. Dabei kamen 70 Menschen ums Leben.
Kamensk-Schachtinski (SowjetunionSowjetunion Sowjetunion) – Auffahrunfall
7. August 1987 – Nachdem der größte Teil der Bremsanlage eines schweren Güterzugs außer Funktion gesetzt worden war, beschleunigte dieser in einem langen Gefälle auf mehr als das Doppelte der zulässigen Geschwindigkeit. Die Wagen entgleisten. Die Lok blieb im Gleis und fuhr mit etwa 140 km/h auf einen Personenzug auf, der im Bahnhof von Kamensk-Schachtinski planmäßig hielt. 106 Menschen starben und etwa 100 wurden darüber hinaus verletzt.
Bintaro (IndonesienIndonesien Indonesien) – Frontalzusammenstoß
19. Oktober 1987 – Nach einem Fahrdienstleiterfehler stießen zwischen den Bahnhöfen Kebayoran und Sudimara zwei Personenzüge frontal zusammen. 153 Menschen starben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Bintaro
Qiewu (China VolksrepublikChina Volksrepublik China) – Entgleisung
24. Januar 1988 – Der Schnellzug Nr. 80 von Kunming nach Shanghai, entgleiste bei Qiewu. Dabei starben mindestens 88 Menschen, weitere 62 wurden verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Qiewu
Arsamas (SowjetunionSowjetunion Sowjetunion) – Explosion
4. Juni 1988 – In der russischen Stadt Arsamas explodierten drei mit etwa 120 Tonnen Sprengstoff beladene Güterwagen. 91 Menschen starben, etwa 1500 wurden verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Arsamas
Paris (FrankreichFrankreich Frankreich) – Auffahrunfall infolge deaktivierter Bremse
27. Juni 1988 – Nach einer Notbremsung eines achtgliedrigen Triebwagens wurden vom Personal versehentlich die Bremsen der hinteren sieben Wagen des Zuges außer Funktion gesetzt. Dieser Fehler wurde erst kurz vor dem Bahnhof Gare de Lyon bemerkt, als der Zug im Gefälle der Einfahrt in den dortigen Tiefbahnhof nicht mehr bremsen konnte und auf einen dort stehenden Zug auffuhr. 56 Menschen starben, 32 weitere wurden schwer verletzt.
Ashtamudisee (IndienIndien Indien) – Entgleisung
8. Juli 1988 – Mindestens 105 Menschen ertranken, als der „Island Express“ auf einer Brücke über den Ashtamudisee, Kerala, entgleiste und in den See stürzte.
Tongi (BangladeschBangladesch Bangladesch) – Frontalzusammenstoß
15. Januar 1989 – Zwei völlig überbesetzte Schnellzüge stießen im Bahnhof von Tongi frontal zusammen. Mindestens 130 Menschen starben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Tongi
Lalitpur (IndienIndien Indien) – Entgleisung
18. April 1989 – Ein Zug entgleiste in Uttar Pradesh. 75 Menschen starben.
Tepic (MexikoMexiko Mexiko) – Bremsversagen
4. Mai 1989 – Wegen Bremsversagen geriet ein Zug in einer Gefällestrecke außer Kontrolle. In einer Kurve wurden die Lokomotive und drei Wagen aus dem Gleis geworfen und stürzten in eine Schlucht. Je nach Quelle werden 20 bis 52 Todesopfer angegeben.[65]
Ascha (SowjetunionSowjetunion Sowjetunion) – Gasexplosion
4. Juni 1989 – Etwa zehn Kilometer südwestlich der Stadt Ascha, in der Nähe von Ufa, explodierte ausströmendes Gas aus einer beschädigten Pipeline in dem Moment, als zwei Personenzüge vorbei fuhren. Mindestens 575 Menschen starben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall bei Ufa
Guasave (MexikoMexiko Mexiko) – Brückeneinsturz
August 1989[66] - Bei Guasave stürzt nach einer Unterspülung eine Brücke ein, als ein Zug sie quert. 104 Menschen kamen ums Leben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Guasave
Mosul (IrakIrak Irak) – Entgleisung
10. November 1989 – Südlich von Mosul, Irak, entgleiste ein Reisezug. Mehr als 50 Menschen starben, zahlreiche wurden verletzt. Da die Regierung und die von ihnen gesteuerten Medien keine Angaben über Opferzahlen machten, liegen dazu keine genaueren Angaben vor.[67]

1990–1999[Bearbeiten]

Sangi (PakistanPakistan Pakistan) – Auffahrunfall
4. Januar 1990 – Der Nachtschnellzug „Zakaria Bahauddin“ der Pakistan Railways fuhr im Bahnhof von Sangi auf einen dort in der Überholung stehenden Güterzug auf, weil die Weiche in die Überholung nicht zurückgenommen worden war. 307 Menschen starben, 400–700 (je nach Quelle) wurden darüber hinaus verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Sangi
Gedenkstein in der Nähe des Rüsselsheimer Bahnhofs zum Andenken an den Eisenbahnunfall
Rüsselsheim (Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bundesrepublik Deutschland) – Zusammenstoß zweier S-Bahn-Züge
2. Februar 1990 – Nachdem bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Rüsselsheim eine S-Bahn ein „Halt“ zeigendes Signal überfuhr, kam es trotz Zwangsbremsung zum Frontalzusammenstoß mit einer entgegenkommenden S-Bahn, weil der Durchrutschweg für die erreichte Geschwindigkeit zu kurz war. 17 Menschen starben, 145 Menschen wurden schwer verletzt. In der Folge wurde mit der PZB 90 eine verbesserte Punktförmige Zugbeeinflussung eingeführt.
Patna (IndienIndien Indien) – Brand eines Zuges
16. April 1990 – Mindestens 70 Menschen[68] starben, als ein Vorortzug bei Patna in Brand geriet.
Mangra (IndienIndien Indien) – Auffahrunfall
25. Juni 1990 – Ein Güterzug fuhr in Mangra, Bihar, auf einen Personenzug auf. Dabei starben 60 Menschen.[69]
Ghotki (PakistanPakistan Pakistan) – Auffahrunfall
8. Juni 1991 – Ein mit 800 Reisenden besetzter Zug fuhr im Bahnhof von Ghotki auf einen stehenden Güterzug auf. Mehr als 100 Menschen starben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Ghotki
Mvoungouti (Kongo RepublikRepublik Kongo Republik Kongo) – Frontalzusammenstoß
6. September 1991 – Ein von Pointe-Noire nach Brazzaville fahrender Personenzug stieß mit einem beladenen Güterzug zusammen. 133 Menschen starben.
Ngai Ndethya (KeniaKenia Kenia) – Brückeneinsturz
30. Januar 1993 – Ein mit 600 Reisenden besetzter Personenzug in Richtung Mombasa stürzte bei Ngai Ndethya in einen Fluss, nachdem die Eisenbahnbrücke weggespült worden war. 65 Menschen starben.[70]
Liaoning (China VolksrepublikChina Volksrepublik China) – Zusammenstoß mit Bus
31. Januar 1993 – Der Schnellzug Nr. 77 von Chifeng nach Dalian stieß an einem nicht besetzten unbeschrankten Bahnübergang mit einem überbesetzten Reisebus zusammen. 66 Menschen starben, 28 wurden darüber hinaus verletzt.[71]
Busan (Korea SudSüdkorea Südkorea) – Defektes Gleis
28. März 1993 – Bei der Einfahrt des Schnellzugs von Seoul nach Busan gaben bei der Einfahrt in den Zielbahnhof 30 Meter Gleis nach und acht Wagen entgleisten. 79 Menschen kamen ums Leben.[72]
Darbhanga (IndienIndien Indien) – Nicht spezifizierter Unfall
16. Juli 1993 – 60 Menschen starben bei einem Eisenbahnunfall.[73]
Chhabra (IndienIndien Indien) – Zusammenstoß
21. September 1993 – Der Personenzug von Kota nach Bina stieß bei Chhabra in Rajasthan mit einem Güterzug zusammen. 71 Tote waren die Folge.[74]
Durban (SudafrikaSüdafrika Südafrika) – Entgleisung
8. März 1994 – Bei der Entgleisung eines mit etwa 800 Fahrgästen besetzten Vorortzuges westlich von Durban starben 65 Menschen, 370 wurden darüber hinaus verletzt.
Tolunda (AngolaAngola Angola) – Bremsversagen
22. September 1994 – Aufgrund defekter Bremsen entgleiste ein Zug und stürzte in eine Schlucht. 300 Menschen starben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Tolunda
Wuntho (MyanmarMyanmar Myanmar) – Entgleisung
30. Dezember 1994 – Ein Personenwagen eines Zuges, der von Mandalay nach Myitkyina unterwegs war, entgleiste auf einer Brücke bei Wuntho und stürzte in eine Schlucht. Dabei starben 102 Menschen.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Wuntho
Salem (IndienIndien Indien) – Zusammenstoß
14. Mai 1995 – Der Schnellzug von Madras nach Kanyakumari stieß bei Salem mit einem Güterzug zusammen. 52 Menschen starben.[75]
Firozabad (IndienIndien Indien) – Auffahrunfall nach falschem Signal
20. August 1995 – Aufgrund einer vorzeitig freigegebenen Strecke, auf der ein Zug liegen geblieben war, kam es beim Bahnhof Firozabad zum Zusammenstoß zweier stark besetzter Nachtzüge, die nach Delhi unterwegs waren. Mehr als 300 Menschen kamen ums Leben.
Baku (AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan) – Tunnelbrand der U-Bahn
28. Oktober 1995 – Wegen eines technischen Defekts in der elektrischen Anlage eines Zuges der Metro Baku geriet der vollbesetzte Zug im Tunnel nahe der Station Ulduz in Brand. Dabei kamen mindestens etwa 300 Menschen ums Leben. Die Katastrophe gilt als der folgenschwerste Unfall in der Geschichte der U-Bahn weltweit.
Hauptartikel: Metrounfall von Baku
Badrshein (AgyptenÄgypten Ägypten) – Auffahrunfall nach überfahrenem Signal
21. Dezember 1995 – Bei dichtem Nebel kam es im Bahnhof von Badrshein, etwa 21 km südlich von Kairo, zu einem Auffahrunfall: In einen planmäßig dort haltenden Zug von Gizeh nach Bani Suwaif fuhr ein zweiter von Kairo nach Assuan hinein, nachdem er ein „Halt“ gebietendes Signal überfahren hatte. Der Lokomotivführer soll unter Drogen gestanden haben.[76] 75 Menschen starben, etwa 70 wurden verletzt.[77]
Kiazi (Kongo RepublikRepublik Kongo Republik Kongo) – Entgleisung
6. April 1996 – In der Nähe des Bahnhofs Kiazi, südöstlich von Brazzaville entgleiste ein überladener Güterzug mit dem viele „blinde Passagiere“ reisen. Bis zu 100 Tote waren die Folge.[78]
Domingarh (IndienIndien Indien) – Zusammenstoß
18. April 1996 – Der Personenzug von Gorakhpur nach Gonda fuhr in Domingarh, Uttar Pradesh, auf einen haltenden Güterzug auf. Sechzig Menschen kamen ums Leben.[79]
Ohne Ort (SambiaSambia Sambia) – Zusammenstoß mit Tanklastzug
7. Juni 1996 – Ein Tankwagen stieß mit einem Zug zusammen und ging in Flammen auf. 50 Tote waren die Folge.[80]
Piacenza (ItalienItalien Italien) – Entgleisung
1. Januar 1997 – Im Bahnhof Piacenza entgleiste der mit 150 Personen besetzte Pendolino Mailand–Rom. 8 Menschen starben. Ursache war vermutlich ein Mangel am Oberbau. Da der frühere italienische Staatspräsident Francesco Cossiga an Bord des Zuges war, kam das Gerücht der Sabotage auf.[81]
Mirshah (PakistanPakistan Pakistan) – Auffahrunfall
3. März 1997 – Im Bahnhof Mirshah, Punjab, Pakistan stieß der einfahrende Zulfikar Express nach einem Bremsversagen mit einem dort in einem Stumpfgleis stehenden zweiten Zug zusammen. 125 Menschen starben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Mirshah
Gorakhpur (IndienIndien Indien) – Zusammenstoß
18. April 1997 – Bei einem Zusammenstoß im Bahnhof von Gorakhpur, Uttar Pradesh, starben mehr als 60 Menschen.[82]
Rongjiawan (China VolksrepublikChina Volksrepublik China) – Auffahrunfall
29. April 1997 – Im Bahnhof von Rongjiawan, Yueyang, Hunan, fuhr aufgrund fehlerhaft geschalteter Signale ein einfahrender Zug auf einen dort stehenden Zug auf. 126 Menschen starben, 200 wurden darüber hinaus verletzt.
Champa (IndienIndien Indien) – Entgleisung
14. September 1997 – 81 Menschen starben, als der Ahmedabad-Howrah Express auf einer Brücke entgleiste und einige Wagen in einen Fluss stürzten.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Champa
Yaoundé (KamerunKamerun Kamerun) – Explosion
15. Februar 1998 – Nachdem bei Yaoundé ein mit Treibstoff beladener Zug entgleist war, fuhr zweiter hinein. Zwei Kesselwagen explodierten. 220 Menschen starben.
Eschede – Die hinteren Wagen des ICE schoben sich ineinander.
Eschede (DeutschlandDeutschland Deutschland) 1998 – Entgleisung und Brückeneinsturz
3. Juni 1998 – Aufgrund konstruktiver Mängel und Abnutzung brach am ersten Wagen eines ICE 1 ein Radreifen und löste sich ab. Ein Ende des Radreifens durchschlug den Wagenboden, das andere beschädigte eine im Einfahrbereich des Bahnhofs Eschede liegende Weiche, so dass die nachfolgenden Wagen bei 200 km/h entgleisten. Sie rammten den Mittelpfeiler einer Straßenbrücke und ließen diese einstürzen. Die Brücke fiel auf den fünften und sechsten Wagen, der Rest des Zuges lief auf diese Trümmer auf. Bei dem schwersten Zugunglück in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland kamen 101 Menschen ums Leben, 88 weitere wurden schwer verletzt.
Hauptartikel: ICE-Unfall von Eschede
Khanna (IndienIndien Indien) – Entgleisung und Zusammenstoß
26. November 1998 – Nachdem Wagen des Golden Temple Express, der nach Amritsar unterwegs war, entgleisten, fuhr der Jammu Tawi-Sealdah Express bei Khanna, Punjab, in diese Wagen hinein. Dabei starben mindestens 209 Menschen.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Khanna
Wuppertal (DeutschlandDeutschland Deutschland) – Schwebebahnunfall
12. April 1999 – Auf der Wuppertaler Schwebebahn entgleiste in der Nähe der Station Robert-Daum-Platz beim Aufprall auf eine nach Bauarbeiten vergessene Stahlkralle ein Zug. Fünf Menschen starben, 49 weitere wurden schwer verletzt. Es war der schwerste Unfall einer Schwebebahn.
Minsk (WeissrusslandWeißrussland Weißrussland) – Panik
29. Mai 1999 – 52 Menschen starben und mehr als 150 wurden verletzt, als 2000 Menschen versuchten, gleichzeitig in eine U-Bahn-Station in Minsk zu drängen. Die Menge kam von einem Rock-Konzert, wurde von einem Hagel-Sturm überrascht und versuchte in die U-Bahn-Station zu flüchten. Fallende Menschen wurden niedergetrampelt. Unter den Opfern waren viele Jugendliche und zwei Polizisten.[83]
Gaisal (IndienIndien Indien) – Frontalzusammenstoß
2. August 1999 – Beim Zusammenstoß des Awadh-Assam Express und des Brahmaputra Mail in Gaisal, Westbengalen, starben 287 Menschen, 312 wurden darüber hinaus verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Gaisal
Zentral-Nigeria (NigeriaNigeria Nigeria) – Zusammenstoß mit Lkw
18. Dezember 1999 – Auf einem Bahnübergang fuhr ein mit Händlern besetzter Lastwagen in einen Zug: Mindestens 50 Tote waren die Folge.[84]

21. Jahrhundert[Bearbeiten]

2000–2009[Bearbeiten]

Kaprun (OsterreichÖsterreich Österreich) – Brand im Tunnel
11. November 2000 – Bei einer Brandkatastrophe im Tunnel der Standseilbahn zum Kitzsteinhorn in Kaprun starben 155 Menschen. Ursache war ein in Brand geratener Heizlüfter. Die anschließende Untersuchung und das strafrechtliche Verfahren kamen zu dem Ergebnis, dass der Fehler nicht vorhersehbar gewesen sei.
Mvoungouti (Kongo RepublikRepublik Kongo Republik Kongo) – Zusammenstoß
10. Januar 2001 – Zwei Güterzüge der Chemin de fer Congo-Océan (CFCO), auf denen auch zahlreiche Schwarzfahrer unterwegs waren, stießen zwischen Pointe-Noire und Dolisie zusammen. Mindestens 50 Menschen starben.
Kadalundi (IndienIndien Indien) – Entgleisung
22. Juni 2001 – Der Mangalore Mail von Mangalore nach Chennai entgleiste auf der Brücke über den Kadalundi bei Kadalundi, Kerala, und stürzt in den Fluss. 57 Menschen starben, mindestens 230 wurden verletzt.
Minot (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Entgleisung nach Schienenbruch
18. Januar 2002– Westlich von Minot, North Dakota, entgleiste ein Güterzug, wobei fünf unter Druck stehende Kesselwagen, die giftiges, ätzendes Ammoniak-Gas geladen hatten, explodierten. Ein Anwohner starb, zahlreiche wurden verletzt, etwa 11.600 Einwohner mussten evakuiert werden.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Minot
Ayyat (AgyptenÄgypten Ägypten) – Explosion einer Gasflasche
20. Februar 2002 – Nach der Explosion einer Gasflasche in einem überbesetzten Zug von Kairo nach Luxor brennen sieben Wagen 3. Klasse aus, bevor der Zug im Bahnhof von Ayyat zum Stehen kommt. Dabei starben 383 Menschen.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Ayyat
Tenga (MosambikMosambik Mosambik) – Zusammenstoß zwischen Zug und entlaufenen Wagen
26. Mai 2002 – Vorübergehend abgestellte, mit 600 Reisenden besetzte Wagen setzten sich in einem Gefälle eigenständig in Bewegung und kollidierten mit der Lokomotive, die gerade den Rest des Zuges die Steigung hinaufzog. 192 Tote und 167 Verletzte waren die Folge.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Tenga
Igandu (TansaniaTansania Tansania) – Zusammenstoß von Personen- und Güterzug
24. Juni 2002 – Ein an einer Steigung in der Nähe von Dodoma zum Stehen gekommener Personenzug rollte zurück, die Bremsen versagten. Er stieß mit einem Güterzug zusammen, der ebenfalls die eingleisige Strecke befuhr. Mindestens 281 der rund 1.000 Fahrgäste starben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Igandu
Dete (SimbabweSimbabwe Simbabwe) – Verstoß gegen Sicherheitsvorschriften bei defekter Signalanlage
1. Februar 2003 – Bis zu 50 Menschen starben, als ein mit 1100 Fahrgästen besetzter Personenzug bei Dete mit einem entgegenkommenden Güterzug frontal zusammenstieß. Die Signalanlage war defekt und es wurde gegen Sicherheitsregeln verstoßen, die in einem solchen Fall einzuhalten waren.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Dete
Vaibhavwadi (IndienIndien Indien) – Entgleisung
22. Juni 2003[85] – Ein in der Ferienzeit eingesetzter Sonderzug zwischen Karwar und Mumbai fuhr in einen durch Monsunregen ausgelösten Erdrutsch. Dabei starben 51 Menschen.
Neyschabur (IranIran Iran) – Ein mit Chemikalien beladener Zug explodiert
18. Februar 2004 – Ein Güterzug setzte sich führerlos nahe der iranischen Stadt Neyschabur (Nischapur) in Bewegung, entgleiste und einige Wagen und gerieten in Brand. Während der Löscharbeiten explodierten mehrere Kesselwagen. 320 Menschen starben, vorwiegend Feuerwehrleute, 460 wurden verletzt.
Ryongchŏn (Korea NordNordkorea Nordkorea) – Explosion eines Tankzuges
22. April 2004 – Nach nordkoreanischen Angaben stießen auf dem Bahnhof von Ryongchŏn gegen 13:00 Uhr Ortszeit ein mit Öl beladener und zwei mit dem Düngemittel Ammoniumnitrat beladene Wagen beim Rangieren zusammen. Dabei soll ein Mast der Oberleitung umgestoßen worden sein und der erzeugte Kurzschluss-Lichtbogen die Explosion des Ammoniumnitrats ausgelöst haben. 161 Menschen kamen ums Leben und 40 % der Stadt wurden zerstört.
Seenigama (Sri LankaSri Lanka Sri Lanka) – vollbesetzter Expresszug wird von Tsunami-Welle erfasst
26. Dezember 2004 – Der mit rund 2.000 Personen besetzte Express von Vavuniya über Colombo nach Matara auf Sri Lanka wurde 20 Kilometer vor der Stadt Galle beim Ort Seenigama von der durch das Erdbeben im Indischen Ozean 2004 ausgelösten 10 m hohen Tsunami-Welle erfasst und von den Gleisen gerissen. Lediglich etwa 150 Personen wurden gerettet, ungefähr 1800 Menschen starben, die meisten ertranken. Dies ist der schwerste Eisenbahnunfall weltweit.
Luftaufnahme des Unfalls von Graniteville
Graniteville (South Carolina, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Auffahrunfall eines Güterzugs auf einen zweiten
6. Januar 2005 – Durch eine falsch gestellte Weiche fuhr in der Nähe der Stadt Graniteville in South Carolina ein Güterzug auf einen zweiten auf. Aus der Ladung entweichendes Chlor tötete 9 Menschen. Bei rund 250 Bewohnern kam es zu Atemwegsschädigungen. 5400 Einwohner, die in einem Umkreis von 1,5 km um den Unfallort herum wohnten, mussten evakuiert werden.
Nagpur (IndienIndien Indien) – Kollision an Bahnübergang
3. Februar 2005 – 55 Menschen starben, als in Kanan, 20 km entfernt von Nagpur im Bundesstaat Maharashtra, ein Traktor, auf dessen Anhänger Gäste von einer Hochzeit zurückkehrten, mit einem Zug zusammen stieß.[86]
Amagasaki (JapanJapan Japan) – Entgleisung wegen überhöhter Geschwindigkeit
25. April 2005 – Ein mit etwa 700 Personen besetzter Eilzug von Takarazuka nach Dōshisha-mae entgleiste bei Osaka zwischen den beiden Bahnhöfen Tsukaguchi und Amagasaki in einem Bogen, wobei die ersten zwei Wagen gegen ein Wohnhaus geschleudert wurden. 107 Menschen wurden getötet, 549 verletzt. Der Lokomotivführer des Zugs hatte die Geschwindigkeit nicht auf die vorgeschriebenen 70 km/h reduziert.
Sarhad (PakistanPakistan Pakistan) – Dreifachzusammenstoß
12. Juli 2005 – Aufgrund einer falsch programmierten Signalanlage fuhr im Bahnhof Sarhad in der Provinz Sindh im Süden Pakistans der Karachi Express aus Lahore nach Karatschi auf den dort liegen gebliebenen Quetta Express auf. In die Trümmer fuhr der aus der Gegenrichtung von Karatschi kommende Tezgam Express hinein. 137 Menschen kamen dabei ums Leben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Sarhad
Brandywine Falls Provincial Park (KanadaKanada Kanada) – Entgleisung
5. August 2005 – Neun (?) Kesselwagen der Canadian National Railway befüllt mit Natriumhydroxid stürzten in den Cheakamus River; geschätzt 500.000 Fische starben.[87]
Valigonda (IndienIndien Indien) – Weggespülte Brücke
29. Oktober 2005 – Bei Valigonda im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh stürzte der Delta Express, nachdem eine Brücke nach einem Dammbruch weggespült worden war, in einen Fluss. 114 Menschen starben.
Likeri (Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Demokratische Republik Kongo) – Brückenunfall
28. November 2005 – Bei der Überfahrt eines Zuges der Société Nationale des Chemins de fer du Congo über eine Brücke auf der Fahrt von Lubumbashi nach Kindu im Zuge der Bahnstrecke Kamina–Kindu wurden von der Oberkonstruktion der Brücke zahlreiche Reisende, die auf den Dächern der Wagen mitfuhren, heruntergeworfen. Dabei starben etwa 60 Menschen, eine unbekannte Anzahl wurde darüber hinaus verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Likeri
Qaliub (AgyptenÄgypten Ägypten) – Auffahrunfall
21. August 2006 – Aufgrund einer Signalstörung fuhr ein Pendlerzug aus Mansura im morgendlichen Berufsverkehr auf einen vor dem Bahnhof Qaliub haltenden Zug aus Benha auf. 58 Menschen starben, 140 wurden darüber hinaus verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Qaliub
Lathen (DeutschlandDeutschland Deutschland) – Auffahrunfall
22. September 2006 – Auf der Transrapid-Versuchsstrecke in Lathen fuhr ein mit 31 Fahrgästen besetzter Zug mit etwa 160 km/h auf einen Werkstattwagen auf. 23 Menschen wurden getötet, 10 schwer verletzt. Dies war der folgenschwerste Unfall einer Einschienenbahn weltweit.
Hauptartikel: Transrapidunfall von Lathen
Benaleka (Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Demokratische Republik Kongo) – Entgleisung
1. August 2007 – Beim Entgleisen eines Güterzuges in der Nähe Benalekas starben mehr als 100 Blinde Passagiere, 220 Menschen wurden verletzt.
Zibo (China VolksrepublikChina Volksrepublik China) – Entgleisung und Zusammenstoß
28. April 2008 – In der Nähe von Zibo in der Provinz Shandong durchfuhr ein Schnellzug eine Baustelle mit überhöhter Geschwindigkeit und entgleiste. Ein zweiter Zug aus der Gegenrichtung fuhr in die Unfallstelle. 72 Menschen starben, 416 wurden darüber hinaus verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Zibo

Seit 2010[Bearbeiten]

Bilinga (Kongo RepublikRepublik Kongo Republik Kongo) – Entgleisung
22. Juni 2010 – Ein Personenzug, von Pointe-Noire nach Brazzaville unterwegs, entgleiste, vier Wagen stürzten in eine Schlucht. 76 Menschen starben, mindestens 745 wurden verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Bilinga
Sainthia (IndienIndien Indien) – Auffahrunfall
19. Juli 2010 – Ein Schnellzug prallte auf einen anderen im Bahnhof von Sainthia haltenden Schnellzug auf. Die Unfallursache wurde nie geklärt. 66 Tote und 165 Verletzte waren die Folge.
Fatehpur (IndienIndien Indien) – Entgleisung
10. Juli 2011 – Der mit etwa 1000 Fahrgästen besetzte Howrah-Kalka-Express von Howrah nach Delhi entgleiste bei Fatehpur im Bundesstaat Uttar Pradesh aufgrund eines „Fehlers im Oberbau“, vielleicht eines Schienenbruchs. 70 Tote und mehr als 300 Verletzte waren die Folge.
Triebwagenkopf in der Estación Once de Septiembre
Buenos Aires (ArgentinienArgentinien Argentinien) – Bremsversagen
22. Februar 2012 – Ein mit 1000 Reisenden besetzter Triebwagen fuhr wegen Bremsversagens im Kopfbahnhof Estación Once de Septiembre in Buenos Aires gegen einen Prellbock. 51 Menschen starben, 703 wurden verletzt.
Manfalut (AgyptenÄgypten Ägypten) – Zusammenstoß auf Bahnübergang
17. November 2012 – Beim Zusammenstoß eines Schulbusses und eines Zuges auf einem niveaugleichen Bahnübergang in Manfalut starben mehr als 50 Menschen: Der Schrankenwärter war eingeschlafen und hatte die Schranken nicht geschlossen. Die anschließenden Rettungsmaßnahmen waren nicht adäquat. Der Chef der Ägyptischen Staatsbahnen und der ägyptische Verkehrsminister traten zurück.
Lac-Mégantic (KanadaKanada Kanada) – Entgleisung und Explosion von Kesselwagen
6. Juli 2013 – Der Zug aus fünf Lokomotiven und 72 Wagen mit Rohöl entgleiste führerlos und explodierte. Das Zentrum der Ortschaft wurde zerstört. Mindestens 47 Menschen starben.
Santiago de Compostela (SpanienSpanien Spanien) – Entgleisung
24. Juli 2013 – Ein Talgo-Zug, von Madrid nach Ferrol unterwegs, entgleiste wegen überhöhter Geschwindigkeit bei Santiago de Compostela. 79 Menschen starben, über 140 wurden verletzt.
Katongola (Kongo RepublikRepublik Kongo Republik Kongo) – Entgleisung
22. April 2014 – Ein Güterzug, der auch von vielen blinden Passagieren benutzt wurde, entgleiste in der Nähe der Ortschaft Katongola. Nach Augenzeugenberichten fuhr der Zug mit überhöhter Geschwindigkeit, ein technisches Versagen der Lokomotive wurde vermutet. Die Zahl der getöteten Reisenden ist unklar; die Quellenangaben schwanken zwischen 48 und 100. Die Zahl der Verletzten wird auf über 150 geschätzt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bahnunglücke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. David Wragg: Signal Failure: Politics & Britain's Railways. Stroud 2004, ISBN 978-0-7509-3293-6, S. 46.
  2. Richard Balkwill, John Marshall: The Guinness Book of Railway Facts and Feats. 6. Aufl., 1993, ISBN 0-85112-707-X.
  3. Southworth Allen Howland: Steamboat disasters and Railroad accidents in the United States: to which is appended accounts of recent shipwrecks, fires at sea, thrilling incidents, etc. Worcester, Massachusetts 1840, S. 286f.
  4. Railway Regulation Act 1844 (PDF; 845 kB)
  5. A. Peter: Franklin Pierce: New Hampshire’s Favorite Son. Concord 2004; Franklin Pierce – Biografie auf der Homepage des Weißes Haus|Weißen Hauses.
  6. Zugführer und 22 Internierte tot, 72 Verletzte: In: Paul Winter Schweizer Bahnen unter Fahnen. S. 26.
  7. 24 Tote inkl. Zugführer: In: Jahrbuch für Solothurnische Geschichte. S. 384.
  8. Nicholas Faith: Derail: Why Trains Crash. 2000, ISBN 0-7522-7165-2, S. 44.
  9. Список крушений поездов. In: Russischsprachige Wikipedia.
  10. Die zehn tödlichsten (sic) Eisenbahnbrückenunfälle der letzten 150 Jahre (In englischer Sprache).
  11. [1] defekter Link
  12. „The Wreck of the Old 97.“ Auf: blueridgeinstitute.org
  13. Hans-Joachim Ritzau, Jürgen Hörstel, Thomas Wolski: Schatten der Eisenbahngeschichte. 1997, ISBN 3-921304-36-9, S. 117.
  14. Markus Meinold: Die Lokomotivführer der Preußischen Staatseisenbahn 1880–1914. Hövelhof 2008, ISBN 978-3-937189-40-6, S. 170.
  15. Thomas Mann: Das Eisenbahnunglück. In: Die Erzählungen. Deutscher Taschenbuchverlag. Frankfurt 1986, S. 462–473.
  16. Edgar A. Haine: Railroad Wrecks. 1993. ISBN 0-8453-4844-2. S. 175.
  17. Ludwig Stockert: Eisenbahnunfälle (Neue Folge) – Ein weiterer Beitrag zur Eisenbahnbetriebslehre. Berlin 1920, Nr. 252.
  18. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  19. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  20. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  21. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  22. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  23. Masao Saito: Japanese Railway Safety and Technology of the Day (PDF; 2,5 MB), S. 8.
  24. http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/3474531-126,1,0.html#top
  25. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  26. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  27. Masao Saito: Japanese Railway Safety and Technology of the Day (PDF; 2,5 MB), S. 9; die englischsprachige Wikipedia nennt darüber hinaus ohne weiteren Nachweis Berichte des Japanischen Eisenbahnministeriums und des Radios von NHK.
  28. Pressemeldung in The Gazette and Daily from York, Pennsilvania v. 8. Mai 1950, S. 30.
  29. NN: 100 killed in train wreck. In: Daytona Beach Morning Journal v. 8. Mai 1950.
  30. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  31. NN: 73 are Killed in India Crash. In: Herald Tribune v. 29. September 1954, S. 16.
  32. S. C. Bhatt u.a. (Hrsg.): Land and people of Indian states and union territories. Bd. 29: West Bengal. Delhi 2006. ISBN 81-7835-385-7, S. 514.
  33. S. C. Bhatt u.a. (Hrsg.): Land and people of Indian states and union territories. Bd. 29: West Bengal. Delhi 2006. ISBN 81-7835-385-7, S. 514.
  34. NN: 50 Killed, Scores Hurt In Indian Train Wreck. In The New York Times v. 24. November 1957.
  35. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis und mit zweifelhaften geografischen Angaben.
  36. Aus der russischsprachigen Wikipedia (Список крушений поездов), dort ohne weiteren Nachweis.
  37. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  38. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  39. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  40. Associated Press: 80 human fatalities, 100 injuries result in Burma train crash. In: The Victoria Advocate vom 10. Dezember 1965.
  41. Lambert M. Surhone u.a.: Uttar Pradesh Train Accidents. 2011. ISBN 6137583643, 9786137583647.
  42. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  43. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  44. Casi todos los muertos viajaban en ‘La Cochinita’. In: El País, 25. Juli 2013
  45. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  46. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  47. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort mit dem Hinweis auf einen Fernsehbericht von Canal 13 (Argentinien).
  48. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  49. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  50. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  51. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  52. Indian Railways – A political Blog.
  53. Indian Railways – A political Blog.
  54. Die hier genannte Zahl von 800 Toten dürfte weit überhöht sein.
  55. NN: Minister of Transport should ‘travel incognito’ on railway. In: VietnamNet Bridge vom 16. November 2011.
  56. Vị trí Ga Bàu Cá xưa - Nay không còn.
  57. Forum der Gemeinschaft der Liebhaber des vietnamesischen Eisenbahnsystems.
  58. Indian Railways – A political Blog.
  59. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  60. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort unter Berufung auf einen bestätigten Bericht der Indischen Staatsbahn, allerdings ohne weiteren Nachweis.
  61. NN: India train crash: timeline of deadly railway accidents. In: The Telegraph vom 19. Juli 2010.
  62. Indian Railways – A political Blog.
  63. Indian Railways – A political Blog.
  64. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  65. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  66. Die verschiedenen Quellen nennen den 4., 9. und 10. August.
  67. Peter Semmens: Katastrophen auf Schienen. Stuttgart 1996; Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc..
  68. Diese Zahl wird, immer im gleichen Wortlaut, an zahlreichen Stellen im Internet genannt; The Indian administrative year book 1990, S. 192, gibt die Opferzahl an mit „ungefähr“ 100 Menschen.
  69. Indian Railways – A political Blog.
  70. Aus der englischsprachigen Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  71. Aus der englischsprachigen Wikipedia, unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Xinhua und einen Bericht des Eisenbahnministeriums, aber ohne detaillierten Nachweis.
  72. Aus der englischsprachigen Wikipedia, unter Berufung auf die Munhwa Broadcasting Corporation, aber ohne detaillierten Nachweis.
  73. Chronology of major rail accidents. In: The Times of India.
  74. Indian Railways – A political Blog.; Indian Railways History: Part V (1970–1995).; Chronology Of Train Accidents In India Since 1990.; Chronology of major rail accidents. In: The Times of India.
  75. Indian Railways – A political Blog.
  76. NN: Hintergrund: Schwere Eisenbahnunglücke in Afrika. In: RP Online – Panorama.
  77. James Martone: Egyptian train crash kills 75. CNN vom 21. Dezember 1995.
  78. NN: Hintergrund: Schwere Eisenbahnunglücke in Afrika. In: RP Online – Panorama.
  79. Indian Railways – A political Blog.
  80. NN: Hintergrund: Schwere Eisenbahnunglücke in Afrika. In: RP Online – Panorama.
  81. Meldung bei Condor-17 (Version vom 3. November 2013 im Internet Archive).
  82. Englischsprachige Wikipedia, dort ohne weiteren Nachweis.
  83. Terje Andersen: Railroad and Metro Tunnel Accidents.
  84. NN: Hintergrund: Schwere Eisenbahnunglücke in Afrika. In: RP Online – Panorama.
  85. Die Angaben zum genauen Datum des Unfalls reichen vom 22.-24. Juni: 22. Juni: „Our Correspondent“: Konkan crash; 23. Juni: englischsprachige Wikipedia; 24. Juni: NN: India train crash: timeline of deadly railway accidents. In: The Telegraph vom 19. Juli 2010; NN: On train accidents in India.
  86. NN: India train crash: timeline of deadly railway accidents. In: The Telegraph vom 19. Juli 2010.
  87. siehe auch englische Wikipedia