Kate Chopin

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Kate Chopin.

Kate Chopin (* 8. Februar 1850[1] als Katherina O’Flaherty in St. Louis; † 22. August 1904) war eine amerikanische Schriftstellerin. Bekannt ist sie in erster Linie als Autorin des 1899 erstmals erschienenen Romans The Awakening (Das Erwachen), der heute zum literarischen Kanon der englischsprachigen Literatur zählt. Daneben verfasste sie zahlreiche Kurzgeschichten.

Leben[Bearbeiten]

Katherine O’Flaherty war väterlicherseits irisch-katholischer Abstammung, mütterlicherseits französischer Abstammung. Sie war das dritte und jüngste Kind von Thomas O’Flaherty und seiner zweiten Frau, Eliza geb. Faris, die einer alten französischen Familie von Saint Louis entstammte. Ihr Vater verstarb allerdings (ebenso wie später ihre Schwester) bereits während ihrer Kindheit.

1870 heiratete sie den Plantagenerben Oscar Chopin, zog mit ihm nach New Orleans und bekam sechs Kinder.

Schließlich begann sie zu schreiben. Ein befreundeter Arzt hatte ihr dazu geraten. Zahlreiche Erzählungen von ihr erschienen in großen Zeitschriften.

Der Roman, der sie später berühmt machen sollte, The Awakening (deutsch Das Erwachen), löste bei seinem Erscheinen, 1899, einen Skandal aus. Einstige Freundinnen ließen sich verleugnen; die Buchhandlungen und Büchereien ihrer Heimatstadt St. Louis sonderten das Buch aus.[2] Denn in dem Buch geht es um eine Frau der guten Gesellschaft, die sich mit den ihr auferlegten Einschränkungen nicht zufriedengeben will. Als Kate Chopin 1904 starb, hatte die Kritik ihrer Zeit die Qualität ihres Werkes noch nicht erkannt. Bis zu seiner Wiederentdeckung war The Awakening jahrzehntelang nicht gedruckt worden. Heute wird der Roman als frühes Werk der Frauenbewegung angesehen.

Siehe auch: Verführungsroman

Werke[Bearbeiten]

Im Original[Bearbeiten]

  • At Fault. (1890)
  • Bayou Folk (1894/Sammlung von Kurzgeschichten)
  • A Night in Acadie (1897/Sammlung von Kurzgeschichten)
  • The Awakening. (1899)
  • Désirée's Baby (1893)
  • Complete Novels and Stories ISBN 1-931082-21-9 (Gesamtwerk)

Auf Deutsch[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Emily Toth: Unveiling Kate Chopin, Jackson, Miss. : University Press of Mississippi, 1999, ISBN 1-57806-102-4
  • Per Seyersted: Kate Chopin : a critical biography, Baton Rouge : Louisiana State Univ. Press, 2000, ISBN 0-8071-0678-X
  • Nancy A. Walker: Kate Chopin : a literary life Basingstoke [u.a.] : Palgrave, 2001, ISBN 0-333-73789-X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kate Chopin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. The Kate Chopin International Society: „Her tombstone says 1851, but thirty years ago a French scholar revealed that the United States census and her baptismal certificate show that Chopin was born on February 8, 1850. Some printed sources and web sites erroneously give her birth date as 1851.“
  2. Sandra Gilbert: Introduction: The Second Coming of Aphrodite. In: Kate Chopin: The Awakening and Selected Stories. Penguin (Penguin Classics / Penguin American Library), Harmondsworth 1985. ISBN 0-14-039022-7. S. 7–33, hier S. 9.