Katey Sagal

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Katey Sagal (* 19. Januar 1954 in Los Angeles als Catherine Louise Sagal) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Synchronsprecherin und Sängerin. Im deutschsprachigen Raum wurde sie hauptsächlich durch ihre Rollen als Peggy Bundy in der Fernsehserie Eine schrecklich nette Familie sowie als Cate Hennessy in Meine wilden Töchter bekannt.

Katey Sagal (2012)

Leben[Bearbeiten]

Katey Sagal entstammt einer Familie mit bekannten Filmschaffenden. Ihre Mutter Sara Zwilling war zunächst Regieassistentin und Sängerin, bevor sie sich als Regisseurin einen Namen machte, ihr Vater Boris Sagal, ein russisch-jüdischer Einwanderer, war ein bekannter Filmregisseur (Der Omega-Mann, The Twilight Zone). Sagals jüngere Zwillingsschwestern Liz und Jean (Fernsehserie Double Trouble) sind wie ihr jüngerer Bruder Joe ebenfalls Schauspieler.

Bereits im Alter von fünf Jahren nahm Sagal Gesangsunterricht. Sie strebte eine Karriere als Sängerin an, trat aber in den 1970er-Jahren vereinzelt auch als Nebendarstellerin in Filmproduktionen auf, unter anderem in einer Folge der Filmreihe Columbo unter der Regie ihres Vaters. Später arbeitete sie als Backgroundsängerin für Künstler wie Bob Dylan, Olivia Newton-John, Gene Simmons und Etta James. Als Mitglied der Gruppe „The Harlettes“, einer Band um Bette Midler, ging sie mit der Künstlerin 1979 auf Tournee, ehe sie sich im Streit von der Formation löste. Fortan verfolgte sie Soloprojekte und trat in Nachtclubs rund um Los Angeles mit selbst verfassten Texten im eigenen Showprogramm auf.

1985 nahm sie ihre Schauspieltätigkeit in der kaum beachteten Fernsehserie Mary, in der ihr eine kleine Nebenrolle angeboten wurde, wieder auf. Nebenbei nahm sie ein Angebot der „Los Angeles Theatre Company“ an für das Rockmusical Backstreet, das ihr ein Mitspracherecht an der Choreographie sowie den Liedtexten vertraglich zusicherte. Bei einer Vorstellung des Musicals wurde eine Casting-Agentur auf sie aufmerksam. Sie bekam eine Einladung zum Vorsprechen für die Rolle der Peggy Bundy in der Serie Eine schrecklich nette Familie und setzte sich schließlich gegen etwa 1.200 Schauspielerinnen durch. Mit dieser Rolle erlangte sie internationale Berühmtheit.

1991 wurde Sagal schwanger. Dies kam unerwartet für die Produzenten von Eine schrecklich nette Familie, also wurde die Schwangerschaft in die Storyline der 6. Staffel hineingeschrieben. Im Oktober 1991 wurde bei ihr im 7. Monat ein Kaiserschnitt durchgeführt, der in der Totgeburt einer Tochter endete. In der Serie wurde die Schwangerschaft dann als ein Traum von Al erklärt. Zwei spätere Schwangerschaften von Sagal wurden dann nicht mehr in die Story von Eine schrecklich nette Familie eingebunden.

1999 spielte sie in einigen Folgen der Serie Die wilden Siebziger die alkoholabhängige Edna, Mutter von Steven Hyde. Außerdem ist sie die Originalstimme von Turanga Leela aus der Serie Futurama. Von 2002 bis 2005 spielte sie Cate Hennessy in der ABC-Sitcom Meine wilden Töchter – bis zu seinem Tod 2003 an der Seite von John Ritter.

Am 2. Oktober 2004 heiratete Sagal zum dritten Mal. Mit ihrem jetzigen Gatten, dem Filmproduzenten und Schauspieler Kurt Sutter, hat sie eine Tochter (* 2007), ausgetragen von einer Leihmutter. Hinzu kommen zwei Kinder aus einer früheren Ehe.

Seit 2008 spielt sie die Rolle der Gemma Teller Morrow in der Serie Sons of Anarchy von Kurt Sutter. Für diese Darstellung wurde sie 2010 für den Satellite Award und Television Critics Association Award nominiert, 2011 erhielt sie dafür den Golden Globe Award.

Sagal nahm ihre musikalische Karriere 1994 wieder auf, als sie das Album Well... veröffentlichte. 2004 folgte Room und 2013 Covered, auf dem sie unter anderem Lieder von Tom Petty und Jackson Browne interpretierte. Als Sängerin ist sie auch auf den Soundtrack-Alben zur Serie Songs of Anarchy: Music from Sons of Anarchy Seasons 1–4 (2011), Sons of Anarchy: Songs of Anarchy Vol. II (2012) und Sons of Anarchy, Vol. 3 (2013) zu hören.

Am 9. September 2014 wurde Sagal mit einem Stern auf dem Walk of Fame geehrt.[1]

Filmografie[Bearbeiten]

Schauspielerin[Bearbeiten]

  • 1971: The Failing of Raymond als Patientin
  • 1973: Columbo: Stirb für mich (Columbo: Candidate for Crime)
  • 1974: Larry
  • 1975: The Dream Makers
  • 1975: Three for the Road
  • 1985/86: Mary (13 Episoden)
  • 1987: Maid to Order
  • 1987–1997: Eine schrecklich nette Familie (Married… with Children)
  • 1988: The Good Mother
  • 1990: Mother Goose Rock ’n’ Rhyme
  • 1990: Geschichten aus der Gruft (Tales from the Crypt) (1 Episode)
  • 1991: Die Zerreissprobe (She Says She’s Innocent)
  • 1995: Vom eigenen Vater entführt (Trail of Tears)
  • 1995: Space Cases (1 Episode)
  • 1998: Herr Schulleiterin (Mr. Headmistress)
  • 1998: Eine betrügerische Hochzeit (Chance of a Lifetime)
  • 1999: God’s New Plan
  • 1999: Die wilden Siebziger (That ’70s Show) (3 Episoden)
  • 1999: Das Haus der Zukunft (Smart House)
  • 2000: Dropping Out
  • 2000: Tucker (3 Episoden)
  • 2001: The Geena Davis Show (1 Episode)
  • 2002: Imagine That (7 Episoden)
  • 2002: Following Tildy
  • 2002–2005: Meine wilden Töchter (8 Simple Rules… for Dating My Teenage Daughter) (76 Episoden)
  • 2004: Ein Engel in der Stadt (When Angels Come to Town)
  • 2005: Highschool News – Streng vertraulich! (Campus Confidential)
  • 2005: Three Wise Guys
  • 2005: Ghost Whisperer – Stimmen aus dem Jenseits (Ghost Whisperer) (1 Episode)
  • 2005–2006, 2010: Lost (4 Episoden)
  • 2005–2007: The Shield – Gesetz der Gewalt (The Shield) (2 Episoden)
  • 2006: Nick at Nite’s Search for the Funniest Mom in America 2
  • 2006: Mein Name ist Fish (I’m Reed Fish)
  • 2006: Boston Legal (5 Episoden)
  • 2007: The Winner (1 Episode)
  • 2008: Eli Stone (4 Episoden)
  • 2008–2014: Sons of Anarchy
  • 2008: CSI: Den Tätern auf der Spur (CSI: Crime Scene Investigation) (1 Episode)
  • 2008: Jack and the Beanstalk
  • 2009: Housebroken - Daddy ist zurück
  • 2013: Glee (1 Episode)

Synchronsprecherin (engl.)[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]

als Backgroundsängerin
als Albuminterpretin
  • 1994: Well...
  • 1994: Can't Hurry the Harvest
  • 2004: Room
  • 2013: Covered

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Katey Sagal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. variety.com: Katey Sagal Receives Her Star on the Hollywood Walk of Fame Artikel vom 9. September 2014 (englisch)