Katharina Wackernagel

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Katharina Wackernagel während der Berlinale 2008

Katharina Wackernagel (* 15. Oktober 1978 in Freiburg im Breisgau, Baden-Württemberg) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Wackernagel stammt aus einer Schauspielerfamilie, ihre Mutter ist die Schauspielerin Sabine Wackernagel, ihre Großmutter die Schauspielerin Erika Wackernagel, ihr Onkel der Schauspieler Christof Wackernagel. Wackernagel verbrachte ihre Schulzeit von 1983 bis 1996 in Kassel, zog 1998 nach Berlin und lebt dort seit 2004 in einer Wohngemeinschaft mit ihrem Bruder, dem Drehbuchautor und Regisseur Jonas Grosch.[1]

Werk[Bearbeiten]

1997 erhielt Wackernagel die Hauptrolle in der Fernsehserie Tanja unter der Regie von Berengar Pfahl, für die sie 1998 mit dem Goldenen Löwen in der Kategorie Beste Schauspielerin in einer Serie ausgezeichnet wurde. Seit der ersten Folge 2002 bis 2008 spielte sie in der Fernsehserie Bloch die Rolle der Tochter des Psychotherapeuten Dr. Maximilian Bloch.

Erstmals größere Aufmerksamkeit in einem Kinofilm erhielt Wackernagel in Sönke Wortmanns Film Das Wunder von Bern, den 3,6 Millionen Zuschauer sahen. Hier spielte sie Anette Ackermann, die Frau eines Sportreporters. Im selben Jahr verkörperte sie im Fernsehfilm Das Wunder von Lengede die junge Krankenschwester Anneliese Stegmeier, deren Freund zu den im Stollen verschütteten Bergleuten gehörte.

2005 sah man sie als Leni, die beste Freundin der Protagonistin Louise in dem Fernsehfilm Die Luftbrücke – Nur der Himmel war frei an der Seite von Henning Baum, Ulrich Noethen und Heino Ferch. Im selben Jahr erhielt sie ihre erste Hauptrolle im Kinofilm Die Boxerin. Für ihre Darstellung der Boxerin Johanna alias „Joe“ wurde sie für den Grimme-Preis 2008 nominiert.

Für ihre einfühlsame Darstellung der Mutter eines schwer Contergan-geschädigten Mädchens im Fernsehfilm Contergan – eine einzige Tablette wurde sie für den Grimme-Preis 2008 und für die Goldene Kamera 2008 als beste deutsche Schauspielerin nominiert, errang den FIPA D'or 2008, die Goldene Nymphe des 48. Monte Carlo Television Festival und erhielt den Bayerischen Fernsehpreis 2008 als beste Darstellerin in der Kategorie Fernsehfilm sowie 2007 zusammen mit Benjamin Sadler und Denise Marko den Bambi-Sonderpreis der Jury.

Für den Soundtrack des Films Résiste – Aufstand der Praktikanten nahm sie 2009 zusammen mit der Ska-Band The Busters den Titel Résiste auf. Daneben entstanden aus der Zusammenarbeit drei weitere Lieder, die auf dem im gleichen Jahr erschienenen Album Waking The Dead veröffentlicht wurden.[2]

2011 und 2012 beteiligte sich Katharina Wackernagel als Co-Produzentin an den Filmen Die letzte Lüge und A Silent Rockumentary ihres Bruders Jonas Grosch.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Kino[Bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten]

Serien[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten]

  • 1998: Fernsehpreis Goldener Löwe: Beste Serienschauspielerin für Tanja
  • 2007: Bambi: Sonderpreis der Jury für Contergan (Benjamin Sadler, Katharina Wackernagel, Denise Marko)
  • 2008: FIPA d’Or: Beste Hauptdarstellerin in der Sektion Fernsehserie/Mehrteiler Contergan; 21. Festival International de Programmes Audiovisuels, Biarritz
  • 2008: Goldene Kamera: Nominierung als Beste Schauspielerin für Contergan und Mein Mörder kommt zurück
  • 2008: Bayerischer Fernsehpreis: Beste Schauspielerin in der Kategorie „Fernsehfilm“ für Contergan und Mein Mörder kommt zurück
  • 2008: Festival de Télévision de Monte-Carlo: Goldene Nymphe für schauspielerische Leistung in Contergan
  • 2008: Deutscher Fernsehpreis: Nominierung als Beste Schauspielerin für Contergan und Mein Mörder kommt zurück
  • 2008: Hessischer Fernsehpreis: Beste Darstellerin für Mein Mörder kommt zurück

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Katharina Wackernagel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Leslie Brook: Wenn Mütter ihr Baby nicht lieben. In: Rheinische Post. 24. Oktober 2012, abgerufen am 24. Oktober 2012.
  2. Katharina Wackernagel singt über Oral-Verkehr. In: Bild (Zeitung). 5. November 2009, abgerufen am 8. Januar 2013.
  3. Die Mongolettes – Wir wollen rocken! Programmankündigung bei Sat1. 10. April 2012, abgerufen am 10. Januar 2013.
  4. Jens Müller: Hoppla, Downsyndrom? Rezension. In: die tageszeitung. 10. April 2012, abgerufen am 10. Januar 2013.