Katharina von Österreich (1420–1493)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Katharina von Österreich (* 1424 in Wiener Neustadt; † 11. September 1493 im Schloss Hohenbaden) war eine Habsburgerin und durch Heirat Markgräfin von Baden.

Leben[Bearbeiten]

Katharina war eine Tochter des Herzogs Ernst I. von Österreich-Steiermark, genannt der Eiserne (1377–1424) aus dessen Ehe mit Cimburgis (1394–1429), Tochter des Herzogs Ziemowit IV. von Masowien. Katharinas älterer Bruder wurde 1452 als Friedrich III. römischer Kaiser. Mit diesem und ihrem Bruder Albrecht wuchs sie in Wiener Neustadt auf.[1]

Sie heiratete am 15. Juli 1447 in Pforzheim Markgraf Karl I. von Baden (1427–1475), dem sie einen Brautschatz von 30.000 Dukaten zubrachte.[2] Die Wahrung ihres hohen Ranges machte Katharina dadurch offensichtlich, dass sie in ihrem Wappen neben den badischen Schild den österreichischen setzte.[3] Durch seine Ehe wurde Karl nicht nur durch Herzog Sigmund den Münzreichen mit der Vogtei und der Regierung der vorderösterreichischen Lande beauftragt, sondern auch mit Sigmunds Berater Matthäus Hummel bekannt.[4]

Katharina überlebte ihren Gemahl, mit dem sie in zärtlicher Ehe verbunden war, um 18 Jahre und wurde Stammmutter des badischen Hauses. Ihr Sohn Christoph überließ ihr Schloss Hohenbaden als Witwensitz und baute das Neue Schloss in Baden-Baden. Katharina ist in der Stiftskirche Unserer Lieben Frau in Baden-Baden bestattet.

Nachkommen[Bearbeiten]

Aus ihrer Ehe hatte Katharina folgende Kinder:

∞ 1464 Graf Georg III. von Werdenberg-Sargans († 1500)
∞ 1468 Graf Engelbert II. von Nassau-Dillenburg (1451–1504)
∞ 1468 Gräfin Ottilie von Katzenelnbogen (1451–1517)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ferdinand Carl Böheim: Chronik von Wiener-Neustadt, S. 99, auf Kosten des Herausgebers, 1863
  2. Christoph Friedrich von Stälin: Wirtembergische Geschichte, S. 725, J. G. Cotta'scher Verlag, 1856
  3. Berichte und Mittheilungen des Alterthums-Vereines zu Wien, Band 2, S. 143, In Commission der Buchhandlung Prandel und Meyer, 1857
  4. Sönke Lorenz (Hrsg.): Attempto, oder wie stiftet man eine Universität?, Franz Steiner Verlag, 1999, S. 105