Katharina von Sachsen-Lauenburg (1513–1535)

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Darstellung der Königin auf ihrem Sarkophag

Katharina von Sachsen-Lauenburg (* 24. September 1513 in Ratzeburg; † 23. September 1535 in Stockholm) war Königin von Schweden und erste Ehefrau von Gustav I. Wasa.

Leben[Bearbeiten]

Sie wurde in Ratzeburg als Tochter von Herzog Magnus I. († 1543) und dessen Gemahlin Katharina von Braunschweig-Wolfenbüttel geboren.

Die protestantisch erzogene Prinzessin wurde an ihrem 18. Geburtstag im Jahre 1531 in Stockholm mit dem schwedischen König Gustav I. Wasa verheiratet. Mit dieser Verbindung knüpfte Gustav Wasa dynastische Bande zu dem alten Geschlecht der Folkunger, von denen Katharina über ihre Großmutter mütterlicherseits, Katharina von Pommern, abstammte. Er schuf dadurch wichtige politische Kontakte zu den norddeutschen, protestantischen Fürstentümern, die ihn bei seinen Reformationsbestrebungen unterstützten. Die Suche nach einer Braut erwies sich zuvor als sehr schwierig - die Anbahnungen zu Dorothea von Dänemark, Sophie von Mecklenburg, Anna von Pommern und Hedwig von Polen scheiterten, das Haus Wasa war zu dieser Zeit noch kein hochangesehenes Königshaus und Gustav selbst war verschuldet.

Tiefe Empfindungen füreinander dürfte das Paar jedoch nicht gehabt haben, ihre Ehe war ständig von Konflikten begleitet. Sie erfüllte jedoch ihre dynastische Pflicht und gebar ihrem Gemahl im Jahre 1533 einen männlichen Thronfolger mit dem Namen Erik, den späteren König Erik XIV.

Katharina wird als kalt und gefühllos beschrieben und sie beklagte sich über alles, was schwedisch war. Sie hatte die schwedische Sprache auch nie erlernt. Gustav Wasa lernte selbst auch nur wenig Deutsch, wodurch die Kommunikation zwischen den Eheleuten sehr schwierig war. Bei einem Besuch ihres Schwagers, des dänischen Königs Christian III., beschuldigte sie ihren Gemahl, einen Mordanschlag auf Christian verüben zu wollen.

Grabkapelle in Uppsala

Bei einer Tanzvorstellung im Jahre 1535 musste die erneut schwangere Katharina krankheitsbedingt im Bett bleiben und verstarb noch am selben Abend, einen Tag vor ihrem 22. Geburtstag. Sie wurde in der Storkyrkan in Stockholm aufgebahrt und im Dom zu Uppsala bestattet. Die prächtige Grabstätte befindet sich im Gustavianischen Chor hinter dem Altar, zusammen mit jener von Gustav Wasa und dessen zweiter Gemahlin.

Viele Gerüchte kursierten in der Folgezeit, Gustav Wasa hätte seine Frau mit einem Silberhammer erschlagen oder sie ermorden lassen, diese wurden besonders von seinen politischen Feinden geschürt. Die Familie von Katharina hat jedoch nie eine Untersuchung einleiten lassen oder beantragt; bei einer späteren Untersuchung der Schädeldecke von Katharina wurden auch keinerlei Verletzungen festgestellt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Lars O. Lagerqvist, Nils Åberg: Kings and rulers of Sweden. Vincent Publications
  • Lena Lidbeck: Kungar och drottningar i Sverige. Rabén & Sjögren
Vorgängerin Amt Nachfolgerin
Isabella von Österreich Königin von Schweden
1531–1535
Margareta Leijonhufvud

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Katharina von Sachsen-Lauenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Peter Godzik (Hrsg.): Reformation und Heiratspolitik – Herzog Magnus von Sachsen-Lauenburg als Gegner des Ratzeburger Bischofs und Schwiegervater der lutherischen Fürsten im Norden, 2006, S. 22 ff. (online auf pkgodzik.de) (PDF-Datei; 390 kB)