Katharine Burdekin

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Katharine Burdekin (* Juli 1896 in Spondon, Derbyshire; † 1963), war eine britische Schriftstellerin. Es existiert sowohl die Schreibweise Katharine als auch Katherine Burdekin.

Leben[Bearbeiten]

Burdekin wuchs unter dem Namen Katharine Penelope Cade in Spondom als jüngstes von vier Kindern auf. Von 1907 bis 1913 studierte sie am Cheltenham Ladies' College. Sie heiratete 1915 Beaufort Burdekin und ging mit ihm nach Australien. 1921 trennte sie sich von ihrem Mann. Mit ihren beiden Töchtern, die 1917 und 1921 geboren wurden, nach England zurückgekehrt, lebte sie ab 1926 mit ihrer Lebensgefährtin.

Burdekin arbeitete als Fabrikarbeiterin und publizierte unter den Pseudonymen Kay Burdekin und Constantine Murray. 1956 beendete sie ihre schriftstellerischen Tätigkeiten. Erst 1985 wurde durch die Literaturwissenschaftlerin und Feministin Daphne Patai, (University of Massachusetts), Burdekins Identität bekannt gemacht und ihr Werk erforscht.

Rezeption[Bearbeiten]

Zentrale Themen ihrer zumeist utopischen und feministisch literarischen Werke sind der Nationalsozialismus, Rassismus und männliche Gewalt. So behandelt ihr bekanntester Roman Swastika Night bereits 1937 die möglichen Folgen eines jahrhundertelang herrschenden Nationalsozialismus für Europa. Er erschien erst 1995 in deutscher Sprache unter dem Titel Nacht der braunen Schatten.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

als Katharine Burdekine[Bearbeiten]

  • Anna Colquhoun. London 1922.
  • The Burning Ring. 1927.
  • The Rebel Passion. New York 1929.
  • The End of This Day's Business. 1989. (verfasst 1935)
  • Quiet Ways. London 1930.

als Kay Burdekin[Bearbeiten]

  • William Morrow. 1929.
  • St. John's Eve. 1927[1]

als Murray Constantine[Bearbeiten]

  • Proud Man. 1934.
  • Swastika Night. Victor Gollancz, London 1937.
  • The Devil, Poor Devil.
  • Venus in Scorpio. 1940 (historischer Roman über Marie Antoinette)
  • The Reasonable Hope.

Unveröffentlichtes[Bearbeiten]

  • Two in a Sack. 1920.
  • No Compromise. A Political Romance. 1930.
  • Children of Jacob. 1938.
  • Father to the Man. 1944.

Literatur[Bearbeiten]

  • Theresia Sauter-Bailliet: Dystopische Weltsichten, mit und ohne Hoffnung. Eine feministische Analyse moderner utopischer Romane von Burdekin, Orwell und Atwood. In: Feministische Erneuerung von Wissenschaft und Kunst. Centaurus VG, Pfaffenweiler 1990, ISBN 3-89085-320-X, S. 199–208 (Symposium „Frauenforschung und Kunst von Frauen“, 16. bis 18. Februar 1989 in Bonn).
  • Elizabeth Russell: The Loss of the Feminine Principle in Charlotte Haldane's „Man's World“ and Katherine Burdekin's „Swastika Night“. Lucie Armitt (Hrsg.): Where no man has gone before. Women and science fiction. Routledge, London 1991, ISBN 0-415-04447-2, S. 15–28.
  • Daphne Patai: Afterword to Burdekin's „The End of This Day's Business“. The Feminist Press, New York 1989, ISBN 1-558-61009-X (Nachdr. d. Ausg. London 1935).
  • Daphne Patai: Introduction to Burdekin's „Swastika Night“. The Feminist Press, New York 1985, ISBN 0-935312-56-0 (Nachdr. d. Ausg. London 1940).
  • Daphne Patai: Foreword and Afterword to Burdekin's „Proud Man“. The Feminist Press, New York 1993, ISBN 1-558-61070-7 (Nachdr. d. Ausg. London 1934).
  • Daphne Patai: Orwell's Despair, Burdekin's Hope. Gender and Power in Dystopia. In: Women's Studies International Forum, Bd. 7 (1984), No. 2, ISSN 0277-5359
  • Besprechung von Swastika Night. In: Time and Tide. Independent, non-party vom 26. Juni 1937, ISSN 0040-7828.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Veröffentlicht 1929 für den US-Binnenmark unter dem Titel The Children's Country.

Weblinks[Bearbeiten]