Kathedrale Santiago de Managua

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Kathedrale Santiago de Managua
Saint-Sulpice in Paris

Die Kathedrale Santiago de Managua ist die Ruine der alten Kathedrale von Managua. Sie befindet sich an der Plaza de la Revolution, vormals Plaza de la República. Sie wurde als kaschierter Stahlskelettbau im neoklassischen Stil errichtet. Die Fassadenaufteilung ist ähnlich der von St-Sulpice de Paris.

Kathedralen in Managua[Bearbeiten]

Die erste Kathedrale von Managua hatte 1783 der Priester Juan Antonio Chamorro errichten lassen. Monseñor Lezcano y Ortega wurde am 3. Mai 1914 durch Simeón Pereira y Castellón, dem ersten Bischof von León und letzten von Nicaragua, und von Cándido Piñol y Batres, dem ersten Bischof von Granada, in der erste Kathedrale von Managua geweiht. Die erste Kathedrale wurde 1925 abgerissen. Die heutige Kathedrale von Managua ist der Inmaculada Concepción de María geweiht. Ihr Kassettenkuppeldach zeigt eine interkulturelle Formensprache.

Grundsteinlegung[Bearbeiten]

Für die Catedral de Santiago de Managua legte José Carlos Solórzano Gutiérrez am 5. April 1925 den Grundstein. Ein erster Entwurf vom 10. März 1926 bestand aus einem großen zentralen Kirchenschiff mit separatem Campanile davor.[1] Monseñór Lezcano gefiel eine auf einer Fotografie besser und er beauftragte den Ingenieur Pablo Dambach, ihm eine Kirche auf der Basis des Fotos zu entwerfen. Der Stahl wurde aus Belgien importiert.

Finanzierung[Bearbeiten]

Das Parlament erließ ein Gesetz zur Finanzierung der Kathedrale, welche eine Steuer von einem United States Dollar auf jeden Zentner Kaffee auferlegte, was José María Moncada Tapia unterstützte. Monseñor Lezcano investierte Geld, welches er von seinen Verwandten der Familie Cabrera geerbt hatte. Das Atelier-Metallurgiques, de Nivelles in Belgien berechneten für das Stahlskelett 89.094.55 United States Dollar.

Erdbeben 1931[Bearbeiten]

Am 31. März 1931 um 10:33 Uhr wurde Managua durch ein Erdbeben mit 5,6 Grad auf der Richterskala zerstört und tötete mehr als 1.000 Menschen. Monseñór Lezcano rettete mit seinen eigenen Händen die Asche von José Dolores Estrada Vado und half anschließend den Opfern. Die Metalkonstruktion der Kathedrale blieb unzerstört, wie eine Fotografie zeigt. [2]

Kathedrale der Somozas[Bearbeiten]

Am 1. Dezember 1938 eröffnete Anastasio Somoza García die Kathedrale. In der Kathedrale heiratete an Anastasio Somoza Garcías Geburtstag, dem 1. Februar 1943, seine älteste Tochter Lillian Somoza Debayle Dr. Guillermo Sevilla Sacasa, dieser war anschließend bis 1979 Botschafter des Somoza-Clans in Washington. Am 24. Juli 1946, während der Hundertjahrfeier der Aufwertung von Managua zur Stadt, wurde die Kathedrale geweiht. Die östliche Außenseite des Kirchenschiffes beherbergte in Nischen Figuren von Bartolomé de Las Casas, Antonio Margil de Jesús[3], Isabella I. (Kastilien), Monseñor José Antonio Lezcano Morales (ein Onkel von Monseñor Lezcano), Christoph Kolumbus, Ferdinand VII. (Spanien) und Francisco Hernández de Córdoba.

Erdbeben 1972[Bearbeiten]

Am 23. Dezember 1972 um 12:35 Uhr gab es in Managua ein Beben mit 6,2 Grad auf der Richterskala und zwei Nachbeben um 13:18 und 13:20 Uhr. Dieses zerstörte das Zentrum von Managua und tötete etwa 11.000 Menschen, von der Kathedrale stürzte das Dach ein.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. El Nuevo Diario, 5. Mai 2008, La catedral olvidada
  2. La Prensa, 06 febrero 2007 Stahlskelett
  3. es:Antonio Margil de Jesús

12.156111111111-86.271111111111Koordinaten: 12° 9′ 22″ N, 86° 16′ 16″ W