Kathedrale von Albi

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Die Kathedrale von Albi
Chor

Die römisch-katholische Sankt Cäcilia-Kathedrale in Albi (franz. Cathédrale Sainte-Cécile d'Albi) ist die Kathedrale des französischen Erzbistums Albi und eine der größten Backsteinkirchen der Welt. Patronin der Kathedrale ist die Heilige Cäcilia.[1]

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Die heutige Kathedrale hatte mehrere Vorgängerbauten. Der erste Kirchenbau stammte aus dem vierten Jahrhundert und wurde 666 durch einen Brand zerstört. 920 wird von einem Nachfolgebau berichtet. Dieser wurde im 13. Jahrhundert durch eine romanische Kathedrale ersetzt.[2]

Bau[Bearbeiten]

Grundriss der Kathedrale

Im Jahre 1282 wurde im Auftrag von Bischof Bernard de Castanet mit dem Bau einer Kathedrale begonnen. Sie war 1383 größtenteils fertiggestellt. Die Bauarbeiten wurden jedoch erst 1492 abgeschlossen.[1]

Noch ganz unter dem Eindruck der Albigenserkriege wurde die Kathedrale als einschiffige Saalkirche wie eine Festung erbaut und wirkt wie eine Wehrkirche. Die Mauern sind bis zu sechs Meter dick.

Die Kathedrale wurde im Stil der Gotik errichtet, jedoch nicht wie die meisten gotischen Kathedralen in Naturstein, sondern als Backsteinbau.

Der 78 m hohe Glockenturm wurde von 1355 bis 1366 errichtet. Der Grundriss des Turms ist im unteren, älteren Teil quadratisch mit abgerundeten Ecken. Der neuere, im Grundriss achteckige obere Teil stammt aus den Jahren 1485 bis 1492. Rings um das Dach befinden sich weiße steinerne Wasserspeier.[1]

Innenausstattung[Bearbeiten]

Westwand mit Orgel und Jüngstem Gericht

Im Gegensatz zum festungsartigen Äußeren der Kathedrale ist das Innere künstlerisch reich ausgestaltet.

Italienische Künstler gestalteten die Fresken im Innenraum im Stil der Frührenaissance. Das Fresko im Gewölbe ist mit einer Länge von 97 m und einer Breite von 28 m das größte Werk der italienischen Renaissance in Frankreich. Es wurde von 1509 bis 1512 durch Künstler aus Modena und Bologna gestaltet.

Ein Gemälde an der Westwand des Kirchenschiffes stellt das Jüngste Gericht dar. Von einem unbekannten franko-flämischen Maler zwischen 1474 und 1484 gemalt, ist es eines der bedeutendsten Kunstwerke des späten Mittelalters.[1]

Bischof Louis I. d’Amboise gab Ende des 15. Jahrhunderts den Lettner im Flamboyantstil in Auftrag und ließ das wehrhafte Palais abrüsten und wohnlicher gestalten.

Orgel[Bearbeiten]

Die Orgel wurde zwischen 1734 und 1736 von Christophe Moucherel mit 43 Registern auf vier Manualen erbaut und verfügt heute über 55 Register auf 5 Manualen und Pedal. Besonders bekannt ist ihr Prospekt, mit 9 Rundtürmen der größte historische Prospekt weltweit. Das Instrument wurde mehrfach umgebaut und erweitert, 1747 durch François Lépine, 1779 durch Jean-Esprit Isnard und 1904 durch Jean-Baptiste Puget. Gleichwohl gilt das Instrument als eine der größten und bedeutendsten französischen Barockorgeln. Dank einer vorbildlichen Restaurierung durch Bartoloméo Formentelli konnte in den Jahren 1977 bis 1981 ihr ursprünglicher Klangcharakter weitgehend wiederhergestellt werden. Titularorganistin ist seit 1968 Mary Prat-Molinier, co-titulaire seit 1995 Pierre Jean Schoen (* 1967 in Belfort).

I Positif CD–d3
Montre 8′
Bourdon 8′
Prestant 4′
Flûte douce 4′
Nazard 22/3
Doublette 2′
Tierce 13/5
Larigot 11/3
Cornet V
Plein-jeu VI
Trompette 8′
Cromorne 8′
Clairon 4′
II Grand-Orgue CD–d3
Montre 16′
Bourdon 16′
Montre 8′
Bourdon 8′
Prestant 4′
Flûte 4′
Grosse tierce 31/5
Nazard 22/3
Doublette 2′
Quarte 2′
Tierce 13/5
Grand Cornet V
Fourniture V
Cymbale V
Bombarde 16′
Première trompette 8′
Deuxième trompette 8′
Clairon 4′
III Bombarde CD–d3
Cornet V
Bombarde 16′
Première trompette 8′
Deuxième trompette 8′
Trompette de bataille 8′
Voix humaine 8′
Clairon 4′


IV Récit CD–d3
Flûte 8′
Cornet V
Trompette 8′
Hautbois 8′
V Echo CD–d3
Bourdon 8′
Prestant 4′
Nazard 22/3
Quarte de nazard 2′
Tierce 13/5
Fourniture III
Cromorne 8′


Pédale CD–d1
Flûte 16′
Première Flûte 8′
Deuxième Flûte 4′
Bombarde 16′
Trompette 8′
Clairon 4′
  • Koppeln: Pos/G.O.; G.O./Bombarde, Tirasse Bombarde.
  • 'Tremblant doux
  • Tremblant fort
  • Rossignol

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cathédrale Sainte-Cécile d'Albi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHolly Hayes: Albi Cathedral. In: Sacred Destinations. 14. Juli 2009, abgerufen am 28. Dezember 2009 (englisch).
  2. Englischsprachige Wikipedia

43.928532.142699Koordinaten: 43° 55′ 42,71″ N, 2° 8′ 33,72″ O