Kathedrale von Catania

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Seitenansicht des Doms

Die Kathedrale Sant’Agata in Catania ist die Kathedrale des Erzbistums Catania, einer zur Kirchenregion Sizilien gehörenden Diözese der römisch-katholischen Kirche. Die Kathedrale liegt an der Ostseite der Piazza Duomo und ist der heiligen Agatha geweiht, der Schutzpatronin Catanias.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ursprüngliche Kirche wurde ca. 1070-1093 über den römischenThermen des Achill“ errichtet. Sie hatte die Form einer „Wehrkirche“ mit einem Langhaus und vier Ecktürmen. Durch Erdbeben und Eruptionen des Ätna wurde das Gotteshaus mehrmals teilweise zerstört und wiederaufgebaut. Das heutige Gebäude ist ein Werk des Architekten Girolamo Palazzotto, der die von dem Erdbeben von 1693 zerstörte Kathedrale ab 1709 unter Einbeziehung des erhalten gebliebenen Ostteils der normannischen Basilika (Querschiff, Apsiden) im Barockstil wiederaufbaute.

Das Äußere[Bearbeiten]

Erhaltener Teil des normannischen Kirchbaus (11. Jahrhundert)

Das Kirchengebäude ist ein Längsbau mit Querschiff und dreifacher Apsis. Die Apsiden wurden bei Restaurierungsarbeiten Mitte des 20. Jahrhunderts von ihrem Barockschmuck befreit und zeigen somit die ursprüngliche Bauweise des normannischen Gebäudes. Die barocke Westfassade der Kathedrale stammt von Giovanni Battista Vaccarini.

Das Innere[Bearbeiten]

Grabmal Bellinis

Das Kircheninnere ist durch Pfeiler in drei Schiffe unterteilt. In der Mittelapsis steht der Hauptaltar, in der linken Seitenapsis befindet sich die Sakramentskapelle und die rechte Seitenapsis die Kapelle der heiligen Agatha. Hier werden in einem mit Juwelen geschmückten Schrein aus Silber die Reliquien der heiligen Agatha aufbewahrt.

Am Südende des Querschiffs befindet sich die Muttergotteskapelle mit Sarkophagen von Angehörigen des aragonesischen Königshauses, u.a. der Könige Friedrich II. und Friedrich III. In der Kathedrale befinden sich auch die Grabmäler des Komponisten Vincenzo Bellini und des Kardinals Giuseppe Benedetto Dusmet. In den Seitenschiffen stehen Intarsienaltäre aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Brigit Carnabuci: Sizilien. Griechische Tempel, römische Villen, normannische Dome und barocke Städte im Zentrum des Mittelmeeres (= DuMont Kunst-Reiseführer). 6., aktualisierte Auflage. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2011, ISBN 978-3-7701-4385-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cattedrale di Catania – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

37.50227915.088906111111Koordinaten: 37° 30′ 8″ N, 15° 5′ 20″ O