Kathedrale von Székesfehérvár

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Die Kathedrale St. Stephan in der ungarischen Krönungsstadt Székesfehérvár ist eine mittelalterliche Basilika.

Sie wurde 1010 unter St. Stephan errichtet. Zu ihrer Zeit war sie ein technologisches Wunder und eines der beeindruckendsten Bauwerke Europas. Sie war der bedeutendste Ort des mittelalterlichen Ungarn. Sie beherbergte die Kronjuwelen des Königreichs, welche auch den Thron und die Krone umfasste, sowie die Schatzkammer und einige Archieve. 37 Könige sowie 39 Königinnen wurden in der Kirche gekrönt, 15 in ihr begraben. Mit der Machtübernahme der Türken 1543 wurden die königlichen Gräber geplündert und St. Stephan wurde zum Lager für Schießpulver. Der Bischofssitz wurde in die Kathedrale von Pressburg verlegt. Die Kirche wurde auch die neue Krönungsstätte. Die Mit Schießpulver gefüllte Stephanskathedrale wurde während der Türkenherrschaft 1601 das Opfer von Flammen. Seitdem sind nur noch die Grundmauern erhalten. Bereits 1938 wurde sie von Papst Pius XI. in den Rang einer Basilica minor erhoben.

Eine neue Kathedrale wurde ab 1768 an anderer Stelle im Stile des Barock und Rokoko errichtet.

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47.191718.4107Koordinaten: 47° 11′ 30″ N, 18° 24′ 39″ O