Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Logo
Gründung 1971
Trägerschaft kirchlich, Bistümer NRW
Ort Aachen, Köln, Münster, Paderborn
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Rektor Peter Berker
Studenten 4.030 WS 2012/13[1]
Mitarbeiter 540
davon Professoren 87
Website www.katho-nrw.de

Die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, kurz: KatHO NRW, bis 31. August 2008 Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen (KFH NW) ist eine private, staatlich anerkannte Hochschule.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Katholische Hochschule NRW wurde 1971 gegründet und gehört somit zu den Fachhochschulen der ersten Gründungswelle in Deutschland. Sie ist aus dem Zusammenschluss von 14 höheren Fachschulen für Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Heilpädagogik sowie einem Institut für Religionspädagogik in katholischer Trägerschaft entstanden. Teilweise lassen sich die Vorgängerinstitutionen bis in das Jahr 1916 zurückverfolgen.

Gründungsrektorin der Hochschule war die langjährige Vizepräsidentin des Deutschen Caritasverbandes und Vorsitzende – jetzt Ehrenmitglied – des Deutschen Vereins, Teresa Bock.

Getragen wird die Hochschule von den (Erz-) Bistümern Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn, die als Gesellschafter einer gemeinnützigen GmbH Trägerinnen der Hochschule sind. Sitz der Trägergesellschaft, der Hochschulleitung (Rektorat) und der Zentralverwaltung ist Köln.

Die KatHO NRW ist seit 2005 Familiengerechte Hochschule der Hertie-Stiftung.[2] Zur Hochschule gehören neben allgemeinen Beratungsangeboten eine Psychologische Beratungsstelle und eine eigene Kinderbetreuung (KatHO-Zwerge/Aachen, Mäusenest/Köln).

Standorte[Bearbeiten]

Die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen verteilt sich auf vier Standorte (Abteilungen) in Aachen, Köln, Münster und Paderborn. An jedem Standort besteht ein Fachbereich Sozialwesen, in Köln zusätzlich der Fachbereich Gesundheitswesen (seit 1994), in Paderborn zusätzlich der Fachbereich Theologie. Die Hochschulverwaltung ist in Köln.

Studiengänge[Bearbeiten]

Die Katholische Hochschule NRW vergibt folgende (staatlich anerkannte) Studienabschlüsse:

  • Bachelor of Arts (B.A.),
  • Bachelor of Science (B.Sc.),
  • Master of Arts (M.A.)
  • Master of Science (M.Sc.)

Die Hochschule bietet folgende Bachelor- und Master-Studiengänge an ihren unterschiedlichen Abteilungen an:

Soziale Arbeit B.A.
Soziale Arbeit B.A. als Kompaktstudiengang für Frauen neben der Familientätigkeit (bundesweit einzigartig)
Soziale Arbeit M.A. mit den abteilungsspezifischen Schwerpunkten
Klinisch-therapeutische Soziale Arbeit (Aachen)
Bildung und Integration (Aachen)
Soziale Arbeit in internationaler Perspektive (Köln)
Netzwerke in der Sozialen Arbeit (Münster)
Gesundheitsfördernde Soziale Arbeit (Paderborn)
Bildung und Erziehung im Kindesalter B.A.
Religionspädagogik B.A.
Heilpädagogik B.A.
Netzwerke in der Heilpädagogik M.A.
Sozialmanagement M.A. weiterbildend
Suchthilfe/Suchttherapie M.Sc. weiterbildend
Supervision M.A. weiterbildend
Kooperationsmanagement M.A. weiterbildend
Ehe-, Familien- und Lebensberatung M.A. weiterbildend
Pflegewissenschaft B.Sc.
Pflege B.Sc. als Dualer Studiengang neben der Pflegeausbildung
Pflegemanagement M.A.
Lehrer/innen Pflege und Gesundheit M.A.
Schulleitungsmanagement M.A. weiterbildend

Neben den akkreditierten Studiengängen bietet die Hochschule postgraduale Weiterbildungsangebote, z.B. zum/r systemischen Berater/in (DGSF) oder zum Erwerb der Übungsleiterlizenz Breitensport (in Kooperation mit dem Landessportbund Nordrhein-Westfalen) an.

Institute[Bearbeiten]

An-Institut[Bearbeiten]

siehe Hauptartikel: Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung

Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung[Bearbeiten]

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e. V. (dip) ist ein gemeinnütziges An-Institut an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW) in Köln. Gegründet wurde das dip im November 1999 als Pflegeforschungsinstitut der KatHO NRW, sowie vier katholischer (Fach-)hochschulen (Freiburg, Mainz, München, Osnabrück-Vechta) und vier katholischer Verbände (Deutscher Caritasverband, Katholischer Krankenhausverband Deutschlands, Caritasgemeinschaft für Pflege- und Sozialberufe, Katholischer Berufsverband für Pflegeberufe).

In-Institute[Bearbeiten]

  • Deutsches Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP)[3]
  • Institut für Gesundheitsforschung und Soziale Psychiatrie (igsp)[4]
  • Zentrum für Pflegelehrer/innenbildung und Schulentwicklung[5]
  • Zentrum für Ästhetik und Kommunikation (Zäsko)[6]

Internationales[Bearbeiten]

Die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen nimmt als Inhaberin der ERASMUS University Charter am Life Long Learning Programme der EU teil und hat mit rund 30 europäischen Partnerhochschulen Kooperationsverträge abgeschlossen.

Seit dem Jahr 2001 besteht eine Hochschulpartnerschaft zwischen der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Köln und der Universität Bethlehem in Palästina sowie ein vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördertes Austauschprojekt. Der Fachbereich Sozialwesen in Köln und die Bethlehem University organisieren jährlich studentische Begegnungen zu Themen der Sozialen Arbeit, verbunden mit Forschungsprojekten und Videokonferenzseminaren.

Euregio-Zertifikat[Bearbeiten]

Seit dem WS 2004/2005 bietet die Abteilung Aachen für Studierende der Sozialen Arbeit die Qualifizierung im Studienprogramm „Euregio-Zertifikat Soziale Arbeit“ an. Über gemeinsame Lehrveranstaltungen der fünf kooperierenden Hochschulen in Aachen, in Belgien und den Niederlanden hinaus, leisten die Studierenden ein Praktikum in einem der Nachbarländer. Die beteiligten Hochschulen verleihen gemeinsam – neben dem Bachelor – das Euregio-Zertifikat.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66-113 (abgerufen am 3. November 2013)
  2. Zertifikatsträger des audit familiengrechte hochschule
  3. [1]
  4. [2]
  5. [3]
  6. [4]

50.9534116.964532Koordinaten: 50° 57′ 12″ N, 6° 57′ 52″ O