Katholische Landjugendbewegung Deutschlands

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Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB)
Kreuz und Pflug - das Logo der KLJB
Zweck: Katholischer Jugendverband
Vorsitz: Karin Silbe, Stephan Barthelme, Daniel Steiger
Gründungsdatum: 1947
Mitgliederzahl: 70.000
Sitz: Bad Honnef-Rhöndorf
Website: www.kljb.org

Mit rund 70.000 Mitgliedern zählt die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB), organisiert in der Rechtsform eines Vereins, zu den größten Jugendverbänden in Deutschland. In 1.900 Ortsgruppen tritt sie seit über 60 Jahren für die Interessen der Jugendlichen auf dem Land in Kirche und Gesellschaft ein. Ihre Mitglieder sind Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahren. Für die Anliegen der KLJB engagieren sich in Deutschland über 5.000 Jugendliche ehrenamtlich als Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter, in Freizeiten und den Gremien der KLJB von Orts- bis Bundesebene. Die KLJB-Bundesstelle hat ihren Sitz in Bad Honnef-Rhöndorf.

Organisation und Orientierung[Bearbeiten]

Die Arbeit der KLJB orientiert sich an fünf Leitsätzen, aus denen die wesentlichen Schwerpunkte sowie eine Grundorientierung und Zielsetzung des Verbandes deutlich werden:

  1. KLJB als Bewegung junger Christen
  2. KLJB als Ort, wo Jugendliche miteinander leben
  3. KLJB als Bewegung auf dem Lande
  4. KLJB als ökologische Bewegung
  5. KLJB als eine Bewegung, die sich dem Anliegen der Internationalen Solidarität verpflichtet fühlt

Die KLJB vertritt die Interessen ihrer Mitglieder in ländlichen Räumen nach innen und außen. Die KLJB vernetzt sich mit politischen und kirchlichen Institutionen sowie anderen Verbänden und Organisationen und bringt sich in zahlreichen Plattformen als Expertin für die Jugend im ländlichen Raum ein.

Die verschiedenen Orts- und Dekanatsebenen in den mittlerweile 20 Diözesanverbänden unterstützen sich gegenseitig dabei.

Um ihre Mitglieder auch jugendpolitisch zu vertreten, ist die KLJB Mitglied im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und beratendes Mitglied im Agrarbündnis. Ihre europäischen und weltweiten Interessen vertritt sie in der Internationalen Katholischen Land- und Bauernjugendbewegung (MIJARC Europa und MIJARC Welt).

Eine Besonderheit besteht in Bayern, wo die KLJB Bayern mit ihren über 26.000 Mitgliedern sowie die Evangelische Landjugend (ELJ) neben der Bayerischen Jungbauernschaft seit 1953 auch anerkannte Jugendverbände im Bayerischen Bauernverband sind.

Patron der KLJB ist der Schweizer Nationalheilige Niklaus von Flüe, dessen Namenstag am 25. September begangen wird, sowie die Mitglieder der Weißen Rose, insbesondere Sophie Scholl. Die Nachfolge- und Erwachsenenorganisation der KLJB ist die Katholische Landvolkbewegung (KLB).

Geschichte[Bearbeiten]

1947 erwähnte der BDKJ in seiner ersten Ordnung die katholische Landjugend als "Aktion Landjugend". In den 1950er-Jahren wuchs die KLJB heran; sie entwickelte fünf Bildungsziele und wählte ihren Patron Bruder Klaus. Die MIJARC (internationale katholische Landjugendbewegung) wurde gegründet, die KLJB zählt zu den Gründungsmitgliedern. 1961 wurde auf der BDKJ-Hauptversammlung beschlossen, dass die Katholische Landjugend ein eigenständiger Bundesverband werden und somit zu den ,,Gliedgemeinschaften" im BDKJ gehören sollte. Aus der ,,Aktion Landjugend" wurde die ,,Katholische Landjugendbewegung Deutschland".

Die 1970er-Jahre prägten vor allem das Verlangen der KLJB nach Demokratie, Gerechtigkeit und Frieden, aber auch die Zusammenführung der KLJB-Männer- bzw. Frauenjugend. Seit diesem Zeitpunkt sind die Vorstände paritätisch besetzt. In den 1980er-Jahren beschäftigte sich die KLJB besonders mit Ökologie und Energiepolitik, aber auch mit der Gestaltung ländlicher Räume. Ein wichtiger Meilenstein der 1990er-Jahre war für die KLJB 1998 die Kampagne ,,öko-fair-tragen" und damit einhergehend die Gründung der Kleidermarke LamuLamu.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]