Katja Kipping

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Katja Kipping (2014)

Katja Kipping (* 18. Januar 1978 in Dresden) ist eine deutsche Politikerin. Sie ist Bundesvorsitzende der Partei Die Linke und Mitglied des Deutschen Bundestages.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Abitur 1996 am Annen-Gymnasium in Dresden leistete Katja Kipping von 1996 bis 1997 ein Freiwilliges Soziales Jahr in Gattschina bei Sankt Petersburg (Russland). Sie studierte von 1997 bis 2003 Slawistik mit den Nebenfächern Amerikanistik und Öffentliches Recht an der TU Dresden und schloss als Magistra Artium (M. A.) ab.

Katja Kipping lebt in Berlin und Dresden,[1] ist verheiratet und hat eine Tochter.

Partei[Bearbeiten]

Katja Kipping am Abend der Bundestagswahl 2013.

Kipping engagierte sich mit Beginn ihres Studiums 1997 im sogenannten Protestbüro an der TU Dresden und wurde 1998 Mitglied der PDS. Ab Juli 2003 war sie stellvertretende Bundesvorsitzende der PDS mit den Arbeitsschwerpunkten Agenda Sozial und Kontakt zu sozialen Bewegungen. Sie galt im Parteibildungsprozess als eine der Befürworterinnen einer vereinigten gesamtdeutschen Linken. Am 16. Juni 2007 wurde sie zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Partei Die Linke gewählt. Fünf Jahre später wählten die Delegierten auf dem 3. Bundesparteitag am 2. Juni 2012 Katja Kipping mit einer Zustimmung von 67 % zur Bundesvorsitzenden. Seitdem vertritt sie gemeinsam mit Bernd Riexinger die Partei Die Linke.[2][3] Auf dem Berliner Parteitag im Mai 2014 wurde sie mit 77% der Stimmen im Amt der Parteivorsitzenden bestätigt.

Abgeordnete[Bearbeiten]

Katja Kipping gehörte von 1999 bis 2003 dem Stadtrat von Dresden an.

Von 1999 bis 2005 war sie Mitglied des Sächsischen Landtages. Hier war sie Sprecherin der PDS-Fraktion für Verkehrs- und Energiepolitik und ab 2003 auch Mitglied des Fraktionsvorstandes.

Seit 2005 ist Kipping Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie ist als Spitzenkandidatin der Landesliste Sachsen in den Bundestag eingezogen. Im Bundestag ist die erklärte Hartz-IV-Gegnerin die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion. Sie setzt sich auch seit Jahren für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein. Ihr Wahlkreis ist Dresden I.

Vom 25. November 2009 bis 26. September 2012 war sie Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages.[4]

Im Januar 2012 wurde bekannt, dass Katja Kipping als eine von 27 Bundestagsabgeordneten der Linken unter Beobachtung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz stand,[5] was von Politikern aller Fraktionen kritisiert wurde.[6] Siehe auch: Beobachtung der Partei Die Linke durch den Verfassungsschutz.

Gesellschaftliche Ämter[Bearbeiten]

Katja Kipping (2012)

Von Dezember 2004 bis April 2008 war Katja Kipping Sprecherin des Netzwerkes Grundeinkommen, legte das Amt dann zu Gunsten der Arbeit an der Zeitschrift Prager Frühling nieder. Sie gehört gemeinsam mit Caren Lay und Julia Bonk zu den Initiatorinnen der Emanzipatorischen Linken.

Kipping trat im Dezember 2007 zusammen mit weiteren Abgeordneten der Linksfraktionen des Bundestages und des Sächsischen Landtags der Roten Hilfe e. V. in einem demonstrativen Solidaritätsakt bei.[7]

Weitere Tätigkeiten[Bearbeiten]

Katja Kipping ist Redakteurin des Magazins Prager Frühling. Das Magazin für Freiheit und Sozialismus (so sein Untertitel) erscheint seit Mai 2008 im VSA-Verlag und seit 2014 nur noch online.

Kipping ist Gründungsmitglied des Instituts Solidarische Moderne e. V. (ISM),[8] dessen Vorstand sie angehört, bis 24. Juni 2012 als Sprecherin.[9]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Katja Kipping – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sächsische Zeitung vom 28. Dezember 2012
  2. Kipping und Riexinger führen tief zerstrittene Linke Spiegel Online, 2. Juni 2012. Abgerufen am 3. Juni 2012
  3. Wahl des Parteivorstandes. Die Linke, 2. Juni 2012. Abgerufen am 3. Juni 2012
  4. bundestag.de
  5. Geheimdienst: Verfassungsschutz beobachtet 27 Linken-Abgeordnete. In: Spiegel online. 22. Januar 2012, abgerufen am 26. Oktober 2013.
  6. Überwachung von Abgeordneten "unerträglich". In: tagesschau.de. 22. Januar 2012, archiviert vom Original am 16. Januar 2013, abgerufen am 26. Oktober 2013.
  7. Rote Hilfe e. V. - Bundestagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Bundestag treten der Roten Hilfe bei – die anderen Mitglieder der Bundestagsfraktion waren Sevim Dagdelen, Nele Hirsch und Michael Leutert, aus dem sächsischen Landtag Julia Bonk und Freya-Maria Klinger
  8. Institut Solidarische Moderne: Gründungsmitglieder
  9. Neue Gesichter im ISM